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Donnerstag, 28. September 2017

CL-Packung in Paris: Neymar & Co. watschen den FC Bayern ab

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Eine "Harakiri"-Aufstellung von Bayern-Coach Carlo Ancelotti. (Foto: imago/ActionPictures)

Eine "Harakiri"-Aufstellung von Bayern-Coach Carlo Ancelotti.

Eine "Harakiri"-Aufstellung von Bayern-Coach Carlo Ancelotti.

Ein früher Gegentreffer.

Eine demütigende Lehrstunde.

Der FC Bayern hat im Prestigeduell in der Champions League von ...

... Paris St. Germain um seine Millionenoffensive mit Neymar, Cavani und Mbappé schonungslos seine Grenzen aufgezeigt bekommen.

Der phasenweise überforderte deutsche Rekordmeister unterlag im "Kampf der Kulturen" dem französischen Vizemeister deutlich, aber auch verdient mit 0:3 (0:2).

"Wir wollen die Voraussetzung schaffen, dass wir am Ende des Tages Gruppenerster werden", hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (M) vorab als Parole ausgegeben.

Doch den Gruppensieg haben die teils vorgeführten Bayern ...

... vorerst aus den Augen verloren.

Komplett aus den Augen.

Die Münchner waren mit den Gegentoren von Dani Alves (2.), ...

... Edinson Cavani (31.) ...

... und Neymar (63.) noch gut bedient.

Und Trainer Carlo Ancelotti steht nach einem Spiel, in dem er sich mit seiner Aufstellung glatt verzockte, ein heißer Fußballherbst bevor.

Dani Alves entblößte früh die Mängel in der Münchner Abwehr, ...

... in der Niklas Süle und Javi Martinez anstelle der Weltmeister ...

... Mats Hummels (r.) und Jerome Boateng verteidigten. Boateng saß nicht einmal auf der Bank.

Cavani legte bei einem der rasend schnellen Konter, ...

... bei denen PSG auch das Münchner Mittelfeld mit den indisponierten Corentin Tolisso, ...

... Arturo Vidal und …

… Thiago förmlich überrannte, …

… eiskalt nach.

Und auch Neymar ließ die Bayern nicht nur bei seinem Tor wie eine Schülermannschaft aussehen.

Während die Münchner, bei denen Franck Ribéry und bis zur 68. Minute auch Arjen Robben lediglich auf der Bank saßen, ...

... in ihren Offensivaktionen über James ...

... und Thomas Müller zu bieder und statisch waren …

... und Sturmspitze Robert Lewandowski die meiste Zeit in der Luft hing, ...

… setzte PSG die Strategie von Trainer Unai Emery mit Witz und Schnelligkeit um.

Dem Tempo der flinken Neymar und Mbappé, die alle drei Treffer vorbereiteten, hatten die Münchner nichts entgegenzusetzen.

Trainer Ancelotti hatte mit seiner Aufstellung offenbar den Plan verfolgt, das Mittelfeld zu verdichten und die "Halbflügel" James und Müller durch David Alaba über die linke ...

... und Joshua Kimmich über die rechte Seite zu unterstützen.

Aber was immer er sich gedacht hatte - nach nicht einmal eineinhalb Minuten waren seine Pläne schon obsolet.

Dani Alves kam in den Strafraum gerauscht, sah dort nur Sven Ulreich vor sich - 1:0.

Alaba? Nicht zu sehen.

Kurzzeitig sah es nach dem frühen Gegentreffer so aus, als sollten sich die Bayern noch berappeln. James (11.) und ...

... Müller (12.) hatten gute Chancen.

Auch einen schönen Schuss von Martinez parierte PSG-Torhüter Alphonse Areola (19.).

Allerdings: Die Bayern blieben bei aller optischen Überlegenheit durchschaubar in ihren Aktionen - und vor allem anfällig für Konter, bei denen es ihnen dann meist zu schnell ging.

222-Millionen-Mann Neymar und 180-Millionen-Mann Mbappé waren kaum einzubremsen.

Für das Klassenziel "Arbeit am Gruppensieg" fehlte den Münchnern an diesem Abend und in dieser Formation die Klasse.

Süle wirkte hölzern und bisweilen überfordert.

Vidal war ebenso zweikampfschwach wie ...

... Tolisso.

Thiago agierte zu fehlerhaft.

Die Mienen der Bayern-Bosse auf der Tribüne verfinsterten sich im Spielverlauf rapide.

Auch die Wechsel von Ancelotti zur Halbzeit brachten nichts - außer wohl weiteren Unmut bei Ribéry und Robben.

Denn für James und Vidal kamen Kingsley Coman ...

... und Sebastian Rudy. Neymar und Mbappé konnten sich weiter nach Herzenslust austoben …

… und nutzten das nach 63 Minuten mit dem 3:0 zur Entscheidung. Weitere Pariser Großchancen blieben zum Glück für die Münchner ungenutzt.

Am Ende stand dennoch die höchste Münchner CL-Niederlage in der Vorrunde.

Und damit waren die Münchner an diesem verkorksten und vercoachtem Abend noch bestens bedient.

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