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Die Bundesliga in Wort und Witz: "Plötzlich stand ich ohne T-Shirt da"

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Während des Spiels  bekundeten die Düsseldorfer Fans ihre Unsterblichkeit, nach der Partie sangen sie auf dem Höhepunkt rheinischer Glückseligkeit: "Deutscher Meister wird nur die Fortuna!". (Foto: dapd)

Während des Spiels bekundeten die Düsseldorfer Fans ihre Unsterblichkeit, nach der Partie sangen sie auf dem Höhepunkt rheinischer Glückseligkeit: "Deutscher Meister wird nur die Fortuna!".

Während des Spiels bekundeten die Düsseldorfer Fans ihre Unsterblichkeit, nach der Partie sangen sie auf dem Höhepunkt rheinischer Glückseligkeit: "Deutscher Meister wird nur die Fortuna!".

Zum Auftakt des 15. Spieltages herrschte im Düsseldorfer Stadion erstmal 12 Minuten und 12 Sekunden lang Stille - aus Protest gegen das Sicherheitskonzept "Sicheres Stadionerlebnis", dass die Deutsche Fußball Liga dennoch am 12. Dezember verabschieden will.

Fortuna Düsseldorf - Eintracht Frankfurt 4:0 (2:0): ...

Derweil suchten die taumelnden Gäste die Schuld für die Pleite beim Unparteiischen. "Das ist keine Rote Karte, das ist Bezirksliga", kommentierte Eintracht-Trainer Armin Veh höhnisch die Gelb-Rote Karte gegen Karim Matmour.

In Richtung Schiedsrichter schickte er hinterher: "Das juckt den gar nicht. Der fährt jetzt nach Hause und gut is'." Damit sollte eigentlich alles gesagt sein, doch dann rutschte Veh noch diese schöne Fußball-Weisheit raus: ...

"Es war spielentscheidend, dass wir so früh eine Gelb-Rote Karte sehen. Das hat uns überhaupt nicht geholfen. Dann haben wir auch noch ein dummes Gegentor bekommen. Gratulation, auch wenn es mir schwer fällt".

"Ich nehme die Glückwünsche von Armin an. Wir haben gedacht: Oh, Gott, zu zehnt die Frankfurter. Aber diesmal haben wir es gut gemacht, haben versucht, Ball und Gegner laufen zu lassen. Mit dem dritten Tor war das Spiel entschieden".

Bayern München - Borussia Dortmund 1:1 (0:0): ...

Fünfzehn Spieltage mussten die Fans auf das vermeintlich größte Duell der Fußball-Bundesliga warten: Doch das Spiel zwischen Tabellenführer Bayern München und Meister Borussia Dortmund war keine Spitzenpartie.

Viel Taktik, viel Leerlauf und zehn aufregende Minuten mit zwei Treffern zum 1:1-Endstand. Das Ganze überschattet von der schweren Verletzung von Holger Badstuber.

"Bayern München hat es wieder nicht geschafft, uns zu schlagen", lästerte Dortmunds Roman Weidenfeller, der dies am Ende im Alleingang bewerkstelligt hatte.

Dass Weidenfeller überragend parierte, blieb auch Jupp Heynckes nicht verborgen: "Ich weiß nicht, was der Junge noch alles machen muss um mal international zu spielen. Ich muss das heut mal in aller Deutlichkeit sagen".

"Es war ein großartiges und intensives Fußballspiel", befand ein glücklich dreinschauender Jürgen Klopp. "Beide Mannschaften haben sich alles, aber auch alles abverlangt. Wir sind nach der Schlussphase sehr zufrieden mit dem Unentschieden.

Mehr als nur zufrieden war der BVB-Coach mit seinem Schlussmann: "Viele Bayern-Spieler haben Roman nach dem Spiel gratuliert. Das war sein Spiel".

Weidenfeller selbst resümierte: "Bei diesem Spiel ging es nicht um die Meisterschaft. Die Saison wird weiterhin offen gestaltet. Wir haben die ganze Rückrunde noch Zeit, um Punkte aufzuholen, denn wir haben das Zeug dazu!".

"Es nervt, wenn man gegen Dortmund nicht gewinnt", gab Bastian Schweinsteiger zu.

"Mit dem Ergebnis werden und müssen wir leben. Beim Gegentor hat die Zuordnung nicht gepasst. Das Minimalziel war ein Punkt - das Wichtigste sind elf Punkte Vorsprung auf Dortmund", ließ der Torschütze zum 1:0, Toni Kroos, wissen.

FC Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach 1:1 (0:0): ...

"Wenn wir das Ding verlieren, brennt hier die Bude. Von daher war es wichtig für die Moral und für den Kopf, dass wir hier einen Punkt geholt haben", beschrieb Schalkes Torschütze Julian Draxler seine Erleichterung.

Enttäuschung statt Erleichterung zeigte Martin Stranzl von Borussia Mönchengladbach: "Vor dem Ausgleich müssen wir ein taktisches Foul machen - dann ist das Ding geklärt".

Schalkes Fußball-Lehrer Huub Stevens lobte seine Mannschaft dafür, "dass sie auf so einem schwierigen Untergrund diesen Fußball gespielt hat. Wie sie sich zurückgekämpft haben - Lob an die Jungs. Aber kein Lob für einen kleinen Teil unserer Fans. Der Großteil unterstützt die Mannschaft, ein kleiner Teil nicht - ich verstehe es nicht".

Bayer Leverkusen - 1. FC Nürnberg 1:0 (1:0): ...

Das "goldene Tor" für den Tabellenzweiten erzielte mit Stefan Kießling - ausgerechnet ein Ex-Nürnberger - und das auch noch aus Abseitsposition!

Wir sind eben die Schleicher der Liga", sagte Leverkusens Lars Bender schmunzelnd: "Aber jetzt stehen wir oben, und da wollen wir auch so schnell nicht mehr weg".

"Die Mannschaft gewinnt inzwischen auch die sogenannten Schweine-Spiele", zeigte sich Bayer-Trainer Sascha Lewandowski erfreut, selbst mit dem Wort "Vizekusen" scheint man in Leverkusen momentan kein Problem zu haben.

FSV Mainz 05 - Hannover 96 2:1 (1:1): ...

"Ich hatte mir gar nicht vorgenommen, dass ich mich ausziehe. Plötzlich stand ich ohne T-Shirt da", rechtfertigte der Mainzer Adam Szalai seinen (nackten) Torjubel nach dem 1:1-Ausgleichstreffer.

"Die Rote Karte hat uns früh in eine Außenseiterrolle gebracht, erklärte Thomas Tuchel die Partie, wusste aber auch, dass seine Jungs danach total über sich hinauswuchsen. "Das haben wir diesmal wohl gebraucht. Davor hat uns die Emotion gefehlt. Unter dem Strich steht ein außergewöhnlicher Sieg", so der Mainzer Fußball-Lehrer.

"Auf diese Art kann man die Mannschaft auch verjüngen." (Manager Christian Heidel vom FSV Mainz 05 zur Roten Karte für den 32 Jahre alten Stammtorwart Christian Wetklo, der durch den 19-jährigen Loris Karius ersetzt wurde)

Hannovers Trainer Mirko Slomka kramte in der Vergangenheit nach einer Erklärung für die Niederlage: "In der letzten Saison haben wir in der 90. Minute den Ausgleich gemacht, diesmal haben wir in der 90. Minute die Niederlage perfekt gemacht. Nach der Roten Karte war es nicht mehr unser Spiel. Irgendwann sollte man das auch auf dem Platz erkennen und dann den Punkt mitnehmen. Stattdessen machen wir einen fahrlässigen Fehler, der bestraft wird".

FC Augsburg - SC Freiburg 1:1 (1:1): ...

Nicht mehr auf dem letzten Tabellenplatz liegt der FC Augsburg und so ließ sich ...

... Trainer Markus Weinzierl nach dem Remis gegen Freiburg zu der Aussage hinreißen: "Die Arbeit macht mir weiter Spaß." Und dann wurde er richtig traurig: "Wir hatten uns so viel vorgenommen, und die Spieler sind deshalb sehr enttäuscht. Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Offensiv haben wir alles eingewechselt, aber es hat dennoch nicht gereicht".

Und auch umgedreht gab es Zuspruch statt Kritik: "Heute hat man erneut gesehen, nicht zum ersten Mal, dass sowohl die Mannschaft - die Spieler, die auf dem Platz sind und die Jungs, die von der Bank kommen - als auch das Trainerteam komplett intakt sind".

Greuther Fürth – VfB Stuttgart 0:1 (0:1): ...

Mike Büskens sprach nach der Pleite gegen Stuttgart von der "schwersten Phase, die wir durchleben". "Heute nichts mitzunehmen, geht eigentlich gar nicht. Aber es geht immer weiter!".

Und schließlich steht für den Fürther Coach längst fest: "Von der Spielkultur können wir mithalten, aber wir belohnen uns nicht, weil wir unsere Chancen nicht nutzen!".

Auf der anderen Seite schätzte Bruno Labbadia die Lage so ein: "Wir gucken weniger auf die Tabelle, wir gucken auf die Punktzahl. Wir haben immer Tuchfühlung gehabt, haben es aber versäumt, solche Spiele zu gewinnen. Deswegen sind wir heute einen Schritt weitergekommen, dass wir genau so ein Spiel ein Stück dreckig gewonnen haben".

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