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Freitag, 02. Dezember 2016

Mission "Kindheitstraum" erfüllt: Rosbergs Weltmeister-Karriere im Rückblick

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Zu nett? (Foto: imago/Crash Media Group)

Zu nett?

Zu nett?

Zu verwöhnt?

Formel-1-Pilot Nico Rosberg ist der geborene Rennfahrer - und genau das ist sein Problem.

Früh tritt der überwiegend in Monaco aufgewachsene Rosberg in die Fußstapfen seines berühmten Vaters.

Keke Rosberg ist selbst Weltmeister - der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Vielleicht ist bei Nico Rosberg alles ein bisschen zu einfach?

Er ist kein Showman wie der unangefochtene Star der Szene, Lewis Hamilton, ...

... kein Dominator wie Michael Schumacher ...

... und polarisiert nicht wie Shootingstar Max Verstappen.

Nico Rosberg ist der nette Herr Weltmeister.

Macht ihn das zu einem schlechteren Weltmeister?

Mitnichten.

Diese Einschätzung verbietet ein Blick auf den Saisonverlauf.

Das Psychoduell um den F1-Titel ist zwischen den Mercedes-Teamkollegen Rosberg und Hamilton von Start an voll entfacht.

Nachdem Hamilton den gleichaltrigen Rosberg in den vergangenen beiden Saisons schlägt, ...

... will Nico Rosberg in dieser Saison unbedingt die Revanche gegen seinen Stallrivalen.

Die Mission WM-Titel 2016 beginnt aber schon früher, ...

... in Mexiko 2015.

Hier gelingt ihm die entscheidende Frustbewältigung nach den zuvor verpassten WM-Titeln.

Saisonübergreifend fährt Rosberg sieben Siege in Serie ein.

Die Rennsaison 2016 beginnt er mit dem Triumph beim Australien-Grand-Prix ...

... gefolgt von Machtdemonstrationen in Bahrain, China und Russland.

Hamilton indes fällt in ein Ergebnisloch, ...

... mit seinem Boliden wird er einfach nicht richtig warm ...

... und schleppt den Frust darüber bis weit in die Saison hinein.

In Monaco rast der Brite dann zu seinem ersten Saisonsieg ...

... und läutet Rosbergs Durststrecke ein, indem er Siege in Kanada, Österreich, Großbritannien, Ungarn und Deutschland folgen lässt.

Zwischenzeitlich sieht es nach "business as usual" aus: Hamilton siegt vor Rosberg.

Doch Rosberg schafft das Comeback: Nach Siegen in Belgien, Italien und Singapur führt Hamiltons Stallrivale die Fahrerwertung an.

Dann kommt das Rennen in Malaysia. Hamilton glaubt, den sicheren Sieg in der Hand zu haben und wichtige Punkte auf Rosberg gut zu machen, ...

... dann streikt der Mercedes.

Rosberg gelingt dagegen eine spektakuläre Aufholjagd ...

... und Hamilton schiebt Frust.

Vor dem Großen Preis der USA hat Rosberg dann erstmals die Chance, Weltmeister zu werden ...

... doch Hamilton düpiert die Konkurrenz und macht Rosberg einen Strich durch die Rechnung.

Auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez in Mexiko folgt dann der nächste Anlauf ...

... und auch hier scheitert Rosberg: Erneut hat Hamilton die Nase vorn. Tragisch für Rosberg?

Nicht wirklich, denn alle guten Dinge sind drei: Beim Rennen in São Paulo startet Rosberg den dritten Anlauf ...

Doch auch da klappt es noch nicht. Es heißt weiter warten.

Aber dann läuft es in Abu Dhabi: Zum ersten Mal in seiner Karriere schnappt sich Nico Rosberg den WM-Pokal mit fünf Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten Hamilton.

Die Rechnung ist also ganz einfach: Nico Rosberg ist ein würdiger Weltmeister, ...

... weil er die meisten Punkte holt.

Am Ende muss er in Abu Dhabi noch nicht einmal gewinnen.

Nach einer langen Saison ist die Freude grenzenlos. Platz zwei reicht zum Ausfplippen.

Die Emotionen brechen aus Rosberg heraus.

Das Rosenwasser-Bad schmeckt ihm als Weltmeister besonders gut.

Nico Rosberg kann es als bester Fahrer der Saison so richtig krachen lassen.

Auch das Mercedes-Team hat ordentlich was zu feiern - mehr als Konstrukteurs-WM und Fahrer-Doppelweltmeisterschaft geht nicht.

Und nach dem harten Fight können sich beide Topfahrer auch noch herzen. Ein wenig jedenfalls - für die Kameras. Für Nico Rosberg wird das Wüstenrennen Abu Dhabi unvergessen bleiben.

Da wird geherzt, was das Zeug hält. Ob Mama Sina,...

... das Team und Ehefrau Vivian, ...

... gut, Vivian auch etwas länger.

In der Mercedes-Box gibt es kein Halten mehr. Der Partymarathon kann beginnen.

Da bleibt niemand trocken - ob Rosenwasser oder Champagner, wer weiß das schon?!

Der erste WM-Titel ist endlich da!

Und der wird in der Heimat, in Wiesbaden, auch kräftig gefeiert. Das erste Mal Weltmeister wird man ja schließlich nur einmal.

Sichtlich befreit kehrt Nico Rosberg als Champion in seine Geburtstadt zurück. Und alle sind mächtig stolz auf ihn.

Er beendet mit nur 31 Jahren seine Karriere in der Formel 1. Rosberg ist bei der Verkündung sichtlich bewegt. Er verlässt die Bühne als amtierender Weltmeister. (jgu/sgu)

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