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Dienstag, 17. Januar 2017

Hauptsache im Achtelfinale: Schlampige "Bad Boys" überrennen Saudi-Arabien

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In das Spiel gegen Saudi-Arabien starten die deutschen "Bad Boys" als klarer Favorit. (Foto: REUTERS)

In das Spiel gegen Saudi-Arabien starten die deutschen "Bad Boys" als klarer Favorit.

In das Spiel gegen Saudi-Arabien starten die deutschen "Bad Boys" als klarer Favorit.

Die Fans wissen das und feiern schonmal vorab.

Und natürlich kommt es auch so: Trotz einer teilweise schlampigen Abwehrleistung spazieren die deutschen Handballer im Schongang ins WM-Achtelfinale.

Durch den mühelosen 38:24 (21:13) gegen Saudi-Arabien erreicht der Europameister vorzeitig die K.o.-Runde und übernimmt in der Gruppe C wieder die Tabellenführung.

Mit sechs Treffern ist Steffen Fäth der beste Deutsche. Er wird auch zum "Man of the Match" gewählt.

Trotz fehlender Aggressivität ...

... und vielen verpassten Torchancen spielen die Deutschen souverän und im Angriff mit viel Tempo.

Der Vorsprung des DHB-Teams wächst so stetig an, was der Bundestrainer an der Seitenlinie mit teilweise regungsloser Miene zur Kenntnis nimmt.

In seiner Analyse sagt der Isländer nach dem Spiel: "Für uns war es schwierig, die Konzentration hochzuhalten. Das ist vielleicht auch normal, nachdem wir das Spiel gegen Chile so dominiert haben. Wir müssen schauen, dass wir jetzt wieder in den Wettkampfrhythmus kommen."

Ohne große Spannung ging's also hin und her. Erwähnenswert: Uwe Gensheimer versenkt weiter einen Siebenmeter nach dem anderen. Insgesamt schraubt er seine Turnierbilanz auf eine optimale Ausbeute von 15 Treffern bei 15 Versuchen. Stark!

Das Deckungsverhalten der gesamten Mannschaft gelingt dagegen allerdings eher mäßig.

Wie zu erwarten rückte Silvio Heinevetter zunächst wieder zwischen die Pfosten, erlebt jedoch eine frustrierende Partie.

Nach nur zwei von elf parierten Würfen, ist für ihn nach 20 Minuten Schluss.

Die Chance für Andreas Wolff. Doch der rutscht in der 58. Minute böse weg ...

... und humpelt mit schmerzverzehrtem Gesicht zur Bank. Trainer Sigurdsson ist aber hoffnungsvoll: "Ich weiß nicht, ob er morgen spielen kann. Ich glaube, es ist nur eine Prellung."

Er behält Recht: Nach dem Spiel gibt es dann Entwarnung. Trotz einer Prellung des Gesäßmuskels kann Wolff gegen Weißrussland wieder auf dem Platz stehen.

Zuvor hatte Teamkollege Simon Ernst bereits gesagt: "Er ist unverwundbar." Die Deutschen gewinnen also und dürfen sich ungetrübt feiern lassen.

Jetzt heißt es: Kraft tanken und morgen wieder fit sein.

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