Bilderserie

Hässliche Boliden 2012: Schnabeltiere von Mercedes und Co

Bild 1 von 39
Bereits vor der Präsentation hat der Neue Silberpfeil F1 W03 454 Testkilometer absolviert. Auch Mercedes setzt auf Grund des neuen Reglements auf die markante Stufennase. Insgesamt besteht der Bolide aus 4500 Einzelteilen. Der Vorgänger hatte 200 weniger. Bei der Präsentation ... (Foto: picture alliance / dpa)

Bereits vor der Präsentation hat der Neue Silberpfeil F1 W03 454 Testkilometer absolviert. Auch Mercedes setzt auf Grund des neuen Reglements auf die markante Stufennase. Insgesamt besteht der Bolide aus 4500 Einzelteilen. Der Vorgänger hatte 200 weniger. Bei der Präsentation ...

Bereits vor der Präsentation hat der Neue Silberpfeil F1 W03 454 Testkilometer absolviert. Auch Mercedes setzt auf Grund des neuen Reglements auf die markante Stufennase. Insgesamt besteht der Bolide aus 4500 Einzelteilen. Der Vorgänger hatte 200 weniger. Bei der Präsentation ...

... zeigt sich Teamchef Ross Brawn (2.v.l.) zuversichtlich: "Ich glaube, dass unser Team auf den F1 W03 stolz sein kann und hoffe, dass das Auto jene Ergebnisse erzielt, für die alle unsere Mitarbeiter so hart gearbeitet haben."

Rekordweltmeister Michael Schumacher (l) hofft darauf, den F1 W03 in den kommenden Wochen zu einem wettbewerbsfähigen Rennwagen etwickeln zu können.

Der neue Dienstwagen von Sebastian Vettel hält neben dem nun üblichen Nasenhöcker der Formel-1-Boliden keine Überraschungen bereit.

Der RB8 ist zum größten Teil aufgebaut auf dem letztjährigen Auto. Es sind kleine, aber feine Unterschiede. Die sollen Sebastian Vettel aber ebenso souverän zum Sieg tragen wie in den letzten zwei Jahren.

Das Team um Chefdesigner Adrian Newey hat sich bemüht, auch in diesem Jahr die kleinen Lücken im Reglement auszunutzen. Markant sind die frontseitigen Lufteinlässe, die der Chefdesigner in die Höcker geschnitzt hat.

Auffällig auch die zwei kleinen Flügel an der Nase des Red-Bull-Boliden. Wie zur Entschuldigung wies Newey darauf hin, dass man versucht habe, "dass Auto so gut wie möglich zu stylen". Wäre das Reglement nicht, hätte man ein solches Auto nie gebaut.

Aber auch die neue rote Göttin ist nicht besonders hübsch geworden. Auf Facebook wurde die ruhmreiche Scuderia bereits aufs Böseste beschimpft. Dabei sind "hässlich" und "Scheißkarre" noch harmlos.

Für Spott sorgt vor allem der Nasenhöcker. Den hat der Ferrari einer Regel-Änderung zu verdanken. Verantwortlich für das Design ist Pat Fry. Der ehemalige McLaren-Chefingenieur ...

... hielt sich strikt an die Vorgaben seines -Chefs Luca di Montezemolo, ein hässliches Auto zu bauen. Der Ferrari-Präsident sagte: "Ich wünsche mir, ...

... dass das Auto miserabel aussieht." Teamchef Stefano Domenicali gesteht, dass das Auto einen "Stilbruch mit der Vergangenheit" darstellt, weist aber darauf hin, ...

... dass das Auto schnell sein wird. Medienberichten zufolge war der Wagen Anfang des Jahres durch den ersten Crash-Test gefallen. Bis zum Saisonstart am 18. März in Australien soll es noch einige Änderungen an der Göttin geben. Schöner wird sie aber wohl nicht.

Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso(r) zeigt sich jedenfalls begeistert. "Das Auto sieht ganz anders aus als in meinen ersten Jahren bei Ferrari." Und Teamkollege Felipe Massa ergänzt: "Der Wagen sieht richtig aggressiv aus, so wie ich es mir erträumt habe."

Noch bevor die hässliche Göttin von Ferrari für Schlagzeilen sorgte, präsentierte der Rennstall Caterham seinen Boliden CT01 und sorgte für einen Aufschrei ob seiner "Enten-Optik". Dabei ist es ganz einfach: ...

... Das neue Reglement in der Formel 1 bestimmt die Schnauze. Die Spitze darf nur noch 55 Zentimeter hochstehen, beim Rest des Cockpits sind 62,5 Zentimeter erlaubt. "Unsere Herausforderung bestand darin, ...

... das Chassis so hoch wie möglich zu bauen, um möglichst viel saubere Luft unter das Auto zu bekommen", erklärte Teamchef Mike Gascoyne. Die Seitenkästen sind schmaler als im vergangenen Jahr. Hier sind klare Anleihen ...

... bei Red Bull genommen worden. Erstmals kommt auch ein Hybrid-System (KERS) zum Einsatz. Wie bei der Hydraulik setzt Caterham dabei auf fertige Komponenten von Red Bull.

An der Seite der Motorverkleidung sind gut die Austrittsöffnungen des Auspuffs zu sehen. Nach dem neuen Reglement ist auch die Position der Endrohre genau vorgeschrieben, ...

... damit die Auspuffgase nicht mehr auf den Diffusor geblasen werden können. Caterham hofft, dass dem Team diese Änderung in die Hände spielt, denn andere Teams hatten im letzten Jahr große Vorteile durch die Anblastechnik.

Das Ziel für die neue Saison ist klar. Man will mit den Teams im Mittelfeld kämpfen und endlich den ersten WM-Punkt einsammeln. Welcher Fahrer dabei neben Heikki Kovalainen zum Einsatz kommt, ist immer noch nicht ganz klar.

Die neue Hässlichkeit hat auch beim Team Force India Einzug gehalten. Wie bei Ferrari und Caterham bestimmen Entenschnabel und Höckernase die Form. Angetrieben ...

... wird der Wagen wie im Vorjahr von einem Mercedes-Motor. Ziel der Force India ist es wie bei Caterham Anschluss an die Top-Teams zu finden. Nach den Rängen neun, sieben und sechs in den vergangenen drei Jahren ...

... will Force India diesmal den fünften Platz in der Teamwertung erobern. "Wir sind deutlich besser aufgestellt als vor einem Jahr", sagte der Technische Direktor Andrew Green. Vor allem von der Zusammenarbeit mit McLaren, deren Simulator das Team nutzen darf, wird ein weiterer Leistungssprung erwartet.

Im Cockpit des VJM05 sitzt bei Force India neben Paul die Resta (l) ein Deutscher. Nico Hülkenberg war nach einem Jahr als Testpilot bei Force India zum Stammfahrer aufgestiegen und löste damit Landsmann Adrian Sutil ab. Der wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu 18 Monaten auf Bewährung und einer Geldbuße von 200.000 Euro verurteilt.

Der neue Lotus trägt die Nase nicht so hoch wie die Konkurrenz. Lotus verzichtet beim E20 auf eine stark ausgeprägte Stufennase und setzt stattdessen auf eine leichte, ...

... in die Länge gezogene Wölbung auf Höhe der Vorderachse. Der Bolide erstrahlt zudem in den gewohnten Farben schwarz und gold. Der Name E20 steht für die Teamfabrik in Enstone und für das 20. Auto, das dort gebaut wurde.

Für die neue Saison hat sich Lotus ehrgeizige Ziele gesteckt. Mit dem neuen Wagen will das Team am Ende auf Platz vier der Herstellerwertung landen. Nicht unerheblichen Anteil an der Erfüllung der gestellten Aufgabe ...

... soll der ehemalige Weltmeister Kimi Räikkönen haben. Der Finne hat die Herausforderung angenommen und gibt sich zuversichtlich. "Viel wird vom Auto abhängen. Ein guter Wagen macht einem das Leben leichter", so Räikkönen. Teamkollege ...

... Romain Grosjean wollte sich bei der Präsentation des E20 noch nicht so weit aus dem Fenster lehnen. "Wir erwarten viel von der neuen Saison", erklärte der amtierende GP2-Champion. Doch wirklich mehr "wissen wir erst nach den ersten vier Testtagen".

Auch Gerard Lopez hofft, in Zukunft an alte Erfolge anknüpfen zu können. "Unsere Hoffnung liegt darin, eine komplette Saison zusammenzubringen", meinte der Lotus-Geschäftsführer. "Wir hoffen auf ein starkes Auto und starke Fahrer."

McLaren-Mercedes hat seinen MP4-27 als Erster präsentiert. Angesichts der Entennasen der Rivalen wirkt der Bolide geradezu schön. Die befürchtete Delle fehlt. McLaren erfüllt auch ohne eine Stufe in der Front die neue Höhenvorschrift. Das Team von Paddy Lowe orientierte sich stark am Vorjahresmodell ...

... und hat den Wagen vor allem im Detail verbessert. McLaren verfolgt seit Jahren mit dem vorderen Bereich des Autos eine andere Philosophie als der Rest des Feldes. Die Nase war immer schon relativ niedrig und damit auch das Chassis. Somit gibt es auch keinen abrupten Übergang. "Wir haben diesen alternativen aerodynamischen Ansatz beibehalten", ...

... erklärte der neue Sportdirektor Sam Michael. Die Seitenkästen haben nicht mehr die Ohrenform, die dem Vorgänger sein unverwechselbares Aussehen gab. Die Kühleinlässe wurden rechteckig und weit vom Boden entfernt. Sie fallen schräg zu einer Heckpartie ab, ...

... die so schmal ist wie die des Red Bull aus dem Vorjahr. Angesichts des Fahrzeuges gibt sich der britische Rennstall kampfeslustig. "Es dürfte für niemanden eine Überraschung sein, natürlich wollen wir beide Weltmeisterschaften gewinnen", tönte Teamchef Martin Whitmarsh.

Schlechte Karten hat das Top-Team nicht. Immerhin sitzen Vizeweltmeister Jenson Button (r) und Ex-Weltmeister Lewis Hamilton in den Cockpits. Ohnehin gilt McLaren-Mercedes als größter Konkurrent des auch 2012 favorisierten Red-Bull-Teams.

Toro Rosso haben stolz ihren neuen Boliden präsentiert. "Es ist das dritte Auto, das wir ganz allein gebaut haben", bemerkte Teamchef Franz Tost (l) bei der Präsentation stolz.

Zuvor wurde das Team stark von der großen Schwester Red Bull unterstützt. Insgesamt fügt sich auch der STR7 äußerlich den Geboten ...

... des neuen Reglements. Höcker auf der Nase und Entenschnabel. Mit den neuen jungen Fahrer-Duo ...

... Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne will Toro Rosso einen entscheidenden Schritt nach vorne machen. Teamchef Tost hat die Order ausgegeben von Platz acht 2011 auf Platz sieben vorzurücken.

weitere Bilderserien