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"Ich bin nicht gerade glücklich": Stimmen zur WM-Auslosung

 
"Ich bin nicht gerade glücklich": Stimmen zur WM-Auslosung

Erst wurde auf dem roten Teppich ins International Convention Centre in Kapstadt einmarschiert, wohin FIFA-Boss Sepp Blatter (l.) zur Auslosung der Vorrundengruppen für die WM 2010 gebeten hatte.

Dann wurden Ansprachen gehalten, unter anderem von Südafrikas Ex-Präsident Nelson Mandela, ...

... und lobende Worte über den WM-Ball "Jabulani" verloren, das beste und rundeste Spielgerät der Fußballgeschichte.

Natürlich wurde auch der WM-Pokal präsentiert, wenngleich Südafrikas Präsident Jacob Zuma ...

... dem Cup nicht ganz so nahe kommen durfte wie kürzlich der simbabwische Diktator Robert Mugabe.

Nachdem ausgiebig getanzt ...

... und auch zünftig gesungen worden war, ...

... also so richtig zünftig, ...

... durften die Glücksfeen endlich zur Tat schreiten. Unter ihnen waren auch Marathon-Weltrekordler Haile Gebrselassie ...

... und Englands Nationalkicker David Beckham, der hier allerdings gerade die als Moderatorin durch die Verleihungszeremonie führende Oscar-Preisträgerin Charlize Theron anschmachtet.

Als nach Ende der Auslosung auch der letzte Konfettischnipsel von der Decke geregnet war, ...

... durften endlich die Nationaltrainer vor die Mikrofone treten und die Auslosung kommentieren. Doch bevor wir ihnen verraten, was Portugals Coach Carlos Queiroz zu sagen hatte, zunächst ein paar Stimmen aus der deutschen Gruppe D.

Joachim Löw (Bundestrainer): "Es ist eine interessante Gruppe. Wir müssen die Herausforderung annehmen. Wichtig ist es, das erste Spiel gegen die Australier zu gewinnen. Dann müssen wir mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein gegen Ghana und Serbien auftreten."

Theo Zwanziger (DFB-Präsident, in Kapstadt aber von seinem Generalsekretär Wolfgang Niersbach und dessen Töchtern vertreten): "Ich denke, der DFB kann mit der Auslosung zufrieden sein. Uns ist eine so genannte Hammergruppe erspart geblieben, aber eine Garantie, dass unsere Nationalmannschaft das Achtelfinale erreicht, ist dieses Los sicher nicht. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir das Achtelfinale erreichen."

Pim Verbeek (Trainer Australien): "Ich bin aus Holland, und das erste Spiel gegen Deutschland ist deswegen natürlich etwas ganz Besonderes für mich. Danach können wir uns voll auf Ghana und Serbien konzentrieren - ich bin sehr zufrieden mit dieser Auslosung."

Radomir Antic (Trainer Serbien): "Ich bin sehr glücklich über diese Gruppe. Es sind zwar sehr starke Gegner, aber ich habe Vertrauen in meine Mannschaft. Natürlich müssen wir allen Gegnern mit Respekt begegnen. Wir werden alles tun, um eine gute Rolle zu Spielen. Der Favorit in der Gruppe ist natürlich Deutschland, aufgrund der Reputation und der Besetzung der Mannschaft."

Milovan Rajevac (Trainer Ghana): "Ich bin überhaupt nicht zufrieden, das ist eine sehr schwere Gruppe. Deutschland gehört zu den besten Mannschaften in Europa und ist sicherlich Favorit. Wir müssen schauen, ob wir in dieser Gruppe die zweite Runde erreichen.

Ottmar Hitzfeld (Trainer Schweiz): "Deutschland ist der Favorit, Deutschland kommt weiter. Serbien wird höchstwahrscheinlich Zweiter. Ghana schätze ich unter den afrikanischen Startern nicht so stark ein. Und Australien muss man schlagen."

"In unserer Gruppe ist Spanien haushoher Favorit."

"Es ist eine machbare Gruppe mit spielstarken Mannschaften."

Vicente del Bosque (Trainer Spanien): "Wir können uns nicht beschweren, aber jeder Gegner hat seine Qualitäten. Wir sollten noch nicht ans Achtelfinale denken, sondern erst weiterkommen."

Otto Rehhagel (Trainer Griechenland): "Argentinien ist in unserer Gruppe Favorit. Gegen die anderen beiden Mannschaften Nigeria und Südkorea haben wir eine gute Chance. Aber es ist eine schwierige Aufgabe."

Carlos Bilardo (Co-Trainer Argentinien): "Es ist eine schwierige Gruppe. Die Südkoreaner sind sehr hart und haben sich gewaltig verbessert. Auch die anderen beiden sind schwierige Gegner. Aber wir haben viele gute Spieler. Ein Mann wie Lionel Messi kann ein Spiel ganz allein entscheiden."

Dunga (Trainer Brasilien): "Unsere Gruppe ist sehr interessant. Gegen die Portugiesen mit ihrem Stil ist es so, als spiele Brasilien gegen Brasilien. Nordkorea ist ein großes Fragezeichen. Die Elfenbeinküste ist eine große und starke Mannschaft."

Auch Mittelfeldstar Kaka mag die Freude der brasilianischen Fans über die Auslosung nicht so recht teilen: "Das ist die schwerste Gruppe, die Todesgruppe. Wir müssen sehr konzentriert nach Südafrika reisen."

Fabio Capello (Trainer England): "Wir spielen in einer der ausgeglichensten Gruppen. Algerien hat Ägypten ausgeschaltet und ist ein gefährlicher Gegner."

"Ich kann mich erinnern, dass es schon häufig vermeintlich leichte Gruppen gegeben hat, die sich im Nachhinein als äußerst schwierig erwiesen haben."

Bert van Marwijk (Trainer Niederlande): "Es ist eine schwierige Gruppe, und wir sollten keinen der Gegner unterschätzen. Dänemark hat seine Qualifikationsgruppe gewonnen und Portugal, Ungarn und Schweden hinter sich gelassen. Das sagt alles. Japan haben wir in einem Testspiel zuletzt 3:0 bezwungen, aber einfach war es für uns nicht. Und Kamerun gehört für mich zu den drei stärksten afrikanischen Teams."

Marcello Lippi (Trainer Italien): "Je mehr du dich mit vermeintlich leichten Teams beschäftigt, desto schneller merkst du, wie schwer sie zu spielen sind. Wir müssen uns gut vorbereiten und diese Teams studieren."

Raymond Domenech (Trainer Frankreich): "Erleichtert? Man kann erst nach einem Spiel erleichtert sein. Es ist eine ausgeglichene Gruppe. Wir spielen gegen den Gastgeber, und das ist niemals eine leichte Aufgabe."

Jean-Pierre Escalettes (Verbandspräsident Frankreich): "Das wird eine offene Gruppe und interessante Gruppe: Südafrika mit der Unterstützung seiner Fans, Mexiko mit seinen technischen Fähigkeiten und Uruguay mit seiner Zähigkeit. Es ist eine Ehre, gegen die Gastgeber zu spielen."

Carlos Queiroz (Nationaltrainer Portugal): "Es ist mit Sicherheit eine der schwersten Gruppen dieser WM. Unser Spiel gegen Brasilien ist das aufregendste der Vorrunde. Bitte schreibt nicht, das ist ein Spiel Cristiano Ronaldo gegen Kaka, denn da spielen zwei Länder gegeneinander. Hoffentlich sind wir schon qualifiziert, bevor wir gegen Brasilien spielen."

Cristiano Ronaldo (Weltfußballer aus Portugal): "Ich bin nicht gerade glücklich über das Los. Brasilien und die Elfenbeinküste sind sehr starke Gegner."

Steven Pienaar (Mittelfeldspieler aus Südafrika, ehemals Borussia Dortmund, nicht im Bild): "Das ist eine sehr schwere Gruppe. Ich bin alles andere als zufrieden damit, auf Frankreich zu treffen. Aber wir müssen uns mit diesen großen Namen messen. In unserem Land wird es schwer für sie. Wir wollen uns qualifizieren und schönen Fußball spielen, aber in dieser Gruppe kann man auch ausscheiden."

Bob Bradley (Nationaltrainer USA): "Wir freuen uns sehr auf das Spiel gegen England. Viele Menschen in den USA schauen regelmäßig die Premier League im Fernsehen an. Unser Erfolg beim Confed Cup wird uns bei der WM helfen. Ich hoffe, das Jermaine Jones bald wieder fit ist und ich mit ihm eine weitere Alternative habe."

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