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Dienstag, 14. Juni 2016

EM-Tag 5 in Bildern: Storcks Riesen, Islands Kämpfer, Ronaldos Frust

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Dieses Pärchen werden Sie nicht erkennen. Oder doch? Es ist das österreichische Thronfolgerpaar im Jahr 1914 - kurz vor dem Attentat, das den Ersten Weltkrieg auslöste und die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn in der Konsequenz begrub. (Foto: picture alliance / dpa)

Dieses Pärchen werden Sie nicht erkennen. Oder doch? Es ist das österreichische Thronfolgerpaar im Jahr 1914 - kurz vor dem Attentat, das den Ersten Weltkrieg auslöste und die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn in der Konsequenz begrub.

Dieses Pärchen werden Sie nicht erkennen. Oder doch? Es ist das österreichische Thronfolgerpaar im Jahr 1914 - kurz vor dem Attentat, das den Ersten Weltkrieg auslöste und die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn in der Konsequenz begrub.

Geschichtsstunde beendet, kommen wir zum Fußball. Kennen Sie diesen Mann? Marcel Koller, Schweizer, Trainer ...

... von Österreich. (Den grinsenden Spieler mit den blondierten Haaren links oben könnten Sie kennen - David Alaba vom FC Bayern)

Die Spieler treten im ersten k.u.k.-Duell der EM-Geschichte gegen Ungarn an.

Deren Ministerpräsident Viktor Órban überquerte für seine persönliche Anwesenheit beim Bruderduell mehrere Landesgrenzen.

Die Trainer seines Teams sind zwei Deutsche - Bernd Storck sowie Andreas Möller, Europameister von 1996.

Die Partie eröffnet Alaba mit einem Pfostenschuss in der 1. Minute ("Stangenschuss", sagt Christian Fuchs nach der Partie).

Ungarns Torhüter und Jogginghosenfan Gabor Kiraly ist inzwischen 40 Jahre alt und kann sich direkt beim Aluminium bedanken. Er löst übrigens Lothar Matthäus als ältesten EM-Spieler ab.

Österreich ist aktiver, auf den ersten Blick torgefährlicher - aber ineffektiv.

Ungarn ist dagegen völlig ungefährlich in der ersten Halbzeit. Adam Szalai, abgestiegen mit Hannover 96, spielt, positiv ausgedrückt, unglücklich. Unbedrängte Fehlpässe über fünf Meter, eine Schwalbe an der Mittellinie, und seine einzige Torchance macht er mit einem Querschläger zunichte. Merken Sie sich jedoch seinen Gegenspieler Dragovic (unten), der für diese Aktion Gelb sieht.

Szalai erzielt in der 62. Minute die völlig überraschende Führung - allein das ist schon eine kleine Sensation. Österreich hat die gesamte EM-Qualifikation nicht verloren. (Szalai wird trotzdem ausgewechselt und durch einen anderen Stürmer ersetzt. Tore schützen offenbar vor Strafe nicht.)

Kurz danach kommt es für den Favoriten noch schlimmer - der Österreicher Dragovic fliegt wegen eines Offensivfouls mit Gelb-Rot vom Platz.

Es wird sehr schwer für die Mannschaft, die eine Menge Namen aus der Bundesliga beinhaltet.

Martin Harnik (r.), mit dem VfB Stuttgart ebenfalls abgestiegen, kann die Katastrophe ebensowenig verhindern wie Marko Arnautovic oder eben David Alaba.

In der 79. Minute kommt Nürnbergs Zoltan Stieber ins ungarische Team - und macht per Heber nach einem Konter in der 87. Minute den Deckel drauf.

Es ist Ungarns erste EM-Teilnahme seit 1972 - und der erste Sieg seit 1964.

Trainer Bernd Storck sagt danach: "Wir sind schwer reingekommen, aber in der 2. Halbzeit sind wir über uns hinausgewachsen. Besser kann man nicht spielen." Da sprach wohl das Adrenalin.

Aber kommen wir zur zweiten Partie des Tages und einem weiteren "Kennen sie eigentlich ...?"-Spielchen. Also, kennen Sie schon den kleinen Cristiano? Der würde sich auch gut auf einer Kinderschokolade machen, finden wir. Wie lieb er guckt!

Ein bisschen was kann er auch am Ball.

Allerdings spielt er für Portugal. Die sind zwar nicht so übel, aber trotzdem nicht so gut wie die DFB-Elf. Trainer Fernando Santos würde diese Behauptung wohl als Frechheit abtun.

Alles andere als der Titel wäre eine Enttäuschung, hat er gesagt.

Doch im ersten Gruppenspiel Portugals heißt ihr Gegner Island. Mit denen ist nicht zu spaßen.

In der 3. Minute haben die Nordmänner durch den Ex-Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson ...

... eine sehr gute Tormöglichkeit - die erste des Spiels.

Island schlägt sich wacker, aber zunächst nur eine halbe Stunde.

Der kleine Cristiano senst zwar nach einem langen Pass erst am Ball vorbei, ...

... so dass der isländische Schlussmann ihn dann einfach aus der Luft fischen kann, aber ...

... dann ist der Ball in der 31. Minute doch im Netz.

Nani erzielt seinen ersten EM-Treffer.

Die portugiesische Überlegenheit wird zählbar.

Der Favorit führt, Ronaldo fängt an, überflüssige Tricks zu vollführen - alles scheint also seinen erwarteten Gang zu gehen.

Doch plötzlich fliegt von rechts ein hoher Ball in den Strafraum - den Birkir Bjarnason volley in die Maschen drischt.

Bjarnason jubelt, ...

... seine Kollegen feiern ihn.

Über 40 Minuten haben die Portugiesen Zeit, die Folge ihrer Schlafmützigkeit zu korrigieren. Die Isländer sind kämpferisch penetrant.

Portugal bringt nichts Entscheidendes mehr zustande.

Der Schlusspfiff ertönt.

Islands Kapitän Aron Gunnarsson gibt Ronaldo die Hand - der Superstar ist nicht ganz bei der Sache, er guckt einfach stur geradeaus.

Bei den Anhängern auf den Rängen sieht das ganz anders aus.

Alle Mannschaften des Turniers haben nun gespielt. Aber in der Vorrunde bleiben jedem Team noch zwei Partien.

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