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"Neunzig Prozent der Mädchen sind fett und faul": Von Hoeneß bis Müller - die Machos der Sportwelt

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Zumindest im Münchner Anhang ist Uli Hoeneß trotz seiner Steueraffäre noch sehr beliebt. Auch bei den Frauen. (Foto: picture alliance / dpa)

Zumindest im Münchner Anhang ist Uli Hoeneß trotz seiner Steueraffäre noch sehr beliebt. Auch bei den Frauen.

Zumindest im Münchner Anhang ist Uli Hoeneß trotz seiner Steueraffäre noch sehr beliebt. Auch bei den Frauen.

Dabei gab sich der Präsident des FC Bayern (hier mit Ehefrau Susie) in den vergangenen Jahren auch unverblümt als Macho zu erkennen.

"Ich dachte, wir reden über Fußball", grantelte Hoeneß, als er 2011 während eines Interviews auf die Frauen-WM in Deutschland angesprochen wurde.

Auch wegen dieser Äußerung nannte Ex-Präsident Theo Zwanziger ihn in seiner Biografie später einen "Macho, der keinen Respekt" kenne.

Doch Hoeneß befindet sich in bester Gesellschaft. In der Sportwelt wimmelt es vor Machos.

Zuletzt gab Sir Stirling Moss, hier mit seiner Frau Susie, eine Kostprobe ab.

"Ich glaube einfach nicht, dass Frauen die Eignung haben, um ein Formel-1-Rennen zu gewinnen", sagte die 83-jährige Rennfahrer-Legende. Frauen seien zwar stark genug, aber ihnen fehle die mentale Einstellung, um harte Rad-an-Rad-Duelle zu fahren.

Wenig zurückhaltend äußerte sich der frühere Tennisprofi Richard Krajicek (hier mit Steffi Graf). "Neunzig Prozent der Mädchen sind fett und faul", sagte der Niederländer über seine Kolleginnen.

Angesichts der Entrüstung, die ihm daraufhin entgegenschlug, versuchte er seine Aussage zu revidieren. "Okay, es sind nur achtzig Prozent...", legte Krajicek nach.

Dies ist kein Mädchen, sondern Silvio Heinevetter. Der Handballer trägt die Haare zwar ganz gern lang, aber ansonsten betont er eher gern die geschlechtstypischen Differenzen.

Als "Pferderennen mit Kühen" bezeichnete der Torhüter der Berliner Füchse den Frauen-Handball. Immer wieder schaue er sich Spiele an. "Ich muss schon sagen, sie geben sich Mühe. Aber irgendwie fehlt etwas auf dem Spielfeld." Was denn bitte genau? Heinevetter: "Vielleicht ein paar Männer."

Ob seine Freundin, die Schauspielerin und "Tatort"-Kommissarin Simone Thomalla, so etwas wohl gerne hört? Wahrscheinlich nicht.

Noch deutlicher wird Bernard Lacombe (l.). Er hat für sich beschlossen, einfach gar nicht mit Frauen über Fußball zu reden. Den Grund dafür nennt er auch.

"Es ist einfach so. Sie sollen sich um ihre Küche und ihre Töpfe kümmern", sagte der frühere französische Fußballspieler (l.) einmal. Na dann ...

Wir wechseln vorübergehend die Sportart. Der Herr rechts im Bild heißt Peter Sagan.

Vorsicht vor dem slowakischen Radprofi, vor allem, wenn er auf einem Treppchen steht. Es passierte bei der Siegerehrung der Flandern-Rundfahrt 2013. Sagans Blick ging zunächst nach unten, ...

... dann fasste er der Hostess Maja Leye genüsslich an den Allerwertesten und grinste dabei verschmitzt. Der 23-Jährige erntete viel Kritik, ein paar Tage später entschuldigte er sich mit einem Strauß Blumen.

Rudi Guttendorf gilt als Fußball-Wandervogel. Die Vielzahl seiner internationalen Trainer-Stationen brachte ihm sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

Für seinen Einsatz für den Frauensport wird er allerdings wohl nie Preise gewinnen. "Im Bett kann eine Frau so herrlich sein. Auf dem Fußballplatz wird sie mir aber immer schrecklich vorkommen", so schildert der 86-Jährige seine Sicht der Dinge.

Auch der "Bomber der Nation" darf in dieser Galerie natürlich nicht fehlen.

Frauen und Fußball? Dafür hat Gerd Müller (l.), der frühere Torjäger und Mannschaftskollege von ...

... Uli Hoeneß, kein Verständnis.

"Warum sollen Frauen hinter dem Ball herlaufen? Sie gehören doch hinter den Kochtopf." Müller würde es seiner Frau nicht erlauben, Fußball zu spielen.

Wie der Deutsche Fußball-Bund das Thema Frauensport angeht?

Eine vorbildliche Figur macht er jedenfalls nicht. "Die Anatomie der Frau ist für Trikot-Werbung nicht geeignet. Die Reklame verzerrt", hieß es 1976 in einer DFB-Stellungnahme zur Trikotwerbung im Frauenfußball.

"Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden, und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand", ...

... das ließ der DFB zur Zeit des ersten WM-Triumphes der deutschen Männer (1954) wissen. In den Köpfen einiger Menschen hat sich das seitdem offenbar nicht geändert.

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