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DFB-Elf in der Einzelkritik: Wenig deutscher Glanz in Brüssel

 
DFB-Elf in der Einzelkritik: Wenig deutscher Glanz in Brüssel

Manuel Neuer: Sicher, ruhig, aufmerksam. Beste Tat gegen Dembélé (42.). Bei Flanken souverän.

Knüpfte nahtlos an die WM an, bestätigte folglich die Nummer 1.

Philipp Lahm: Weit von seiner Bestform entfernt. Der Übergangs-Kapitän leistete sich einige Fehler in der Defensive, in der Offensive tauchte er nur selten auf.

In der zweiten Halbzeit steigerte sich der Münchner und schaltete sich vermehrt ins Offensivspiel ein. Bediente Müller einmal prächtig.

Mertesacker: Solide Leistung des Bremers in seinem 70. Länderspiel. Im Zweikampf stark, ob am Boden oder in der Luft.

Kleinere Probleme in der Abstimmung, gegen die wendigen belgischen Stürmer aber insgesamt hochkonzentriert.

Holger Badstuber: Der 17-jährige Lukaku forderte ihn voll. Mann gegen Mann mit Wacklern.

Der WM-Ersatzmann kämpfte sich in die Partie und empfahl sich als dauerhafter Mertesacker-Partner

Marcell Jansen: Seine Vorstöße und vor allem seine Flanken schafften Gefahr, wenngleich nicht alle seine Hereingaben die nötige Präzision hatten. Nachteile in der Schnelligkeit. Zur Pause mit Sehnenreizung raus.

Sami Khedira: Der fehlende Spielrhythmus war ihm deutlich anzumerken Der Neu-Madrilene konnte nicht an seine starke WM-Form anknüpfen und ließ den Belgiern im Mittelfeld zu viel Raum.

Vergab zudem in der 20. Minute eine glasklare Chance, als er in bester Position mit rechts verzog.

Bastian Schweinsteiger: Wie bei der WM zwar Dreh- und Angelpunkt, aber zu Beginn mit einigen Konzentrationsschwächen

Energischer in Hälfte zwei - auch vor dem 1:0, das er mit seinem Einsatz erst ermöglichte.

Vernachlässigte beim Bemühen, das Spiel anzukurbeln, aber hin und wieder die Defensive.

Thomas Müller: Großer Einsatz, aber auch viele Flüchtigkeitsfehler des WM-Torschützenkönigs.

Konnte sich zunächst nur selten durchsetzen, Torgefahr wie beim Kopfball in der 22. Minute blieb die Ausnahme.

War vor dem 1:0 aber hellwach, als er den Ball eroberte und Klose glänzend in Szene setzte. Scheiterte danach noch einmal selbst an Bailly.

Mesut Özil: Der Klubkollege von Khedira konnte dem Spiel seinen Stempel nicht aufdrücken. Verrannte sich in diversen Zweikämpfen, fand nur selten seinen Nebenmann ...

... und zeigte sich weiterhin chronisch abschlussschwach (16., 19.).

Nach der Pause etwas besser.

Lukas Podolski: In seinem 80. Länderspiel konnte der Kölner nicht viel ausrichten. Große Laufleistung auch nach hinten, aber wenig Effektivität.

Toller Weitschuss (30.), doch insgesamt zu viel Leerlauf.

Miroslav Klose: Ackerte und rackerte, konnte sich aber vor der Pause kaum gute Möglichkeiten erarbeiten. Wurde zu Beginn gleich zweimal hart rangenommen.

Nach dem Seitenwechsel mit dem 1:0, seinem 53. Treffer in der DFB-Auswahl, für seine Mühen belohnt.

Heiko Westermann: Kam nach der Pause für Jansen und beschränkte sich auf der linken Seite vornehmlich auf die Abwehrarbeit. War in einigen Zweikämpfen zu langsam.

Toni Kroos: Wurde in der 70. Minute für Podolski eingewechselt. Musste dann mehr mit nach hinten arbeiten als dass er nach vorn Akzente setzen konnte. Tat das aber ordentlich. In der 88. Minute durfte dann auch noch Cacau ran. Ist schließlich Stuttgarter und muss deshalb spielen.

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