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Sonntag, 07. April 2013

Der 28. Spieltag in Wort und Witz: "Wir dachten, er wäre überfallen worden"

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Warum dieser Herr am 28. Spieltag so aus dem Häuschen geriet, ... (Foto: dpa)

Warum dieser Herr am 28. Spieltag so aus dem Häuschen geriet, ...

Warum dieser Herr am 28. Spieltag so aus dem Häuschen geriet, ...

... seine Spieler innig herzte ...

... und von ihnen in die Luft geworfen wurde?

Weil dieser Herr, der Jupp Heynckes, nach 23 Jahren endlich wieder ein Meistertrainer ist - und sein FC Bayern endlich wieder einen Neuzugang im Trophäenschrank verbuchen kann.

"Wir sind in den letzten zwei Jahren leer ausgegangen. Das ist schon eine Ewigkeit für Bayern München."

Diese Ewigkeit ist nun beendet, ...

... wenngleich für die neun Premieren-Bayern noch gilt, was Keeper Manuel Neuer verkündete: "Bis jetzt hab ich ja nur die Pappschale angefasst ..."

Die Meisterfeierlichkeiten der Bayern beschränkten sich nach dem 1:0-Sieg in Frankfurt auf Jubelsprünge, Freudenschreie und Umarmungen. "Glauben Sie doch bitte nicht, heute geht noch einer in die Disco oder sich abfüllen, wie man heutzutage so schön sagt", sagte Heynckes mit Blick auf möglichen Alkoholgenuss, wobei er den Spielern ein Bier durchaus erlaubte.

Den Rekord mit dem frühestens Bundesligatitel aller Zeiten ordnete Heynckes dann noch meteorologisch ...

... und historisch ein. Es ist nämlich so: "Ich bin schon einige Male Meister geworden, als Spieler und als Trainer - aber so kalt wie heute war es noch nie."

Bayern-Präsiden Uli Hoeneß schickte derweil freudetrunken schöne Grüße an die entthronten Dortmunder Borussen, die in den titellosen Bayern-Jahren dreisterweise gleich drei von vier möglichen nationalen Titeln gewonnen hatten: "Unsere Antwort war eindeutig, damit muss Dortmund leben."

Aber nach der Schale ist bei den Bayern bekanntlich vor Pokal und Champions League, die Hoeneß am liebsten auch noch gewinnen würde: "Wir wollen aus einer Super-Saison jetzt eine Super-Super-Saison machen."

In Dortmund stand am 28. Spieltag ein Spieler im Mittelpunkt, dem im bisherigen Saisonverlauf noch nicht soviel geglückt war.

Julian Schieber, der mit einem Doppelpack beim 4:2 über den FC Augsburg seine Torausbeute in dieser Saison auf drei Treffer schraubte.

Für BVB-internen Gesprächsstoff sorgte aber Schiebers Frisur. "Wir dachten, er wäre überfallen worden", kommentierte BVB-Coach Jürgen Klopp den Fakt, dass sich Schieber vor dem Spiel selbst die Haare gestutzt hatte - mit der Tape-Schere.

Gäste-Coach Markus Weinzierl ärgerte sich über seine Mannschaft und deren erste Halbzeit: "Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt. Das Schlimme war, dass wir trotzdem führten."

Durch einen Doppelschlag kurz vor der Pause nämlich, der den im Vergleich zum Champions-League-Spiel in Malaga auf acht Positionen umgestellten BVB überraschte.

Wie schön für Weinzierl, dass der BVB die Verhältnisse in Hälfte zwei wieder gerade rückte und aus dem 1:2 noch ein 4:2 machte. Robert Lewandowski traf dabei zum Endstand und damit im zehnten Ligaspiel in Folge.

In Leverkusen erlebte Wolfsburg Simon Kjaer einen unglücklichen Start in den Nachmittag. Kjaer ist der Herr im Vordergrund. Was er dort so ausdrucksstark beschreit, ist die von ihm per Patzer ermöglichte Leverkusener Führung.

Gut für Kjaer, dass das Spiel nicht mit einem Standbild endete. Deshalb konnte Wolfsburgs Innenverteidiger seinen Fehler noch ausbügeln mit dem Tor zum 1:1-Endstand.

Das Tor sorgte wiederum für Frust bei Bayer, auch verbal. Ein "Scheiß-Teil" sei der Ausgleich gewesen, befand Sven Bender fäkalfachsprachlich korrekt.

Schmutzig ging es auch zwischen Borussia Mönchengladbach und Greuther Fürth zu, fand Borussia-Rechtsverteidiger Tony Jantschke - und es war ihm egal. "Wir nehmen den dreckigen Sieg mit."

Luuk de Jong entschied ein wenig ansehnliches Spiel für Gladbach, ...

... weil Fürth vor dem Tor der schlagbaren Borussen die letzte Konsequenz fehlte. Fürth-Coach Frank Kramer trauerte deshalb etwas: "Wir haben die Gladbacher schon fast so weit gehabt, aber leider nicht zugebissen."

In Bremen mussten die Werder-Profis ihren Fans das siebte sieglose Spiel in Folge erklären, womit der Abstiegs-Relegationsrang immer noch nicht in sicherer Entfernung ist. Verteidiger Sebastian Prödl spendete mit einer erhellenden Erkenntnis Trost: "Unser Weg führt nur über die Zukunft."

Bremer Unglücksvogel war erneut Abwehrspieler Assani Lukimya, der beide Tore beim 0:2 gegen Schalke verschuldete.

Die Schalker indes führten den Erfolg auf ihren Trainer Jens Keller zurück, der seinem Team nach schwacher erster Halbzeit in der Pause richtig Dampf machte.

Das berichtet zumindest Schalkes Chef-Trainerscout Horst Heldt, der über die Kabinenansprache berichtete: "Er hat richtig Ramba-Zamba veranstaltet." Wie schön.

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