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Technik

Klickstart in die Zukunft: 40 Jahre Computermaus

 
Kaum zu glauben, aber die Computermaus ist 40 Jahre alt geworden.

Kaum zu glauben, aber die Computermaus ist 40 Jahre alt geworden.

Damals, als der Vietnamkrieg tobte, ...

... die Hippies gammelten ...

... und sich alles mögliche reinzogen, ...

... und lange bevor 1981 der erste PC das Licht der Welt erblickte, ...

... stellte der Computerpionier Douglas C. Engelbart in San Francisco die erste Computermaus vor. Er nannte sie "X-Y-Positions-Anzeiger für ein Bildschirmsystem".

So sah das Ding aus. Der Prototyp bestand aus einem klobigen Holzkästchen mit Strippe, einer roten Taste zum Klicken und einem Rad, das die Bewegungen des Geräts auf dem Bildschirm umsetzte.

Weil die Original-Maus im Laufe der Zeit etwas gelitten hat, kann man auf diesem Bild sehr schön das riesige Rad sehen.

Eine fantastische Erfindung, aber damals interessierte sich keine Sau für eine Technik, die noch gar nicht gebraucht wurde.

Erst rund 14 Jahre später, Anfang 1983, präsentierte Apple unter dem Namen "Lisa" einen Rechner, der dank seiner grafischen Benutzeroberfläche mit einer Maus bedient werden konnte.

Apple-Chef Steve Jobs hatte als einer der ersten das Potenzial des damals noch sündhaft teuren Eingabegeräts erkannt.

Jobs hatte die Maus im legendären kalifornischen Forschungszentrum Palo Alto Research Center (PARC) des Druckerherstellers Xerox kennengelernt, wo das "Zeigegerät" zur modernen Kugelmaus weiterentwickelt worden war.

Während die Xerox-Chefs an der Ostküste die Entwicklung der Maus im PARC ignorierten, machte Jobs die Maus zu einem elementaren Baustein der Apple-Computer und lizenzierte als erster die Erfindung.

Microsoft präsentierte seine erste Maus 1983, ...

... aber erst der Einsatz des Betriebssystems Windows 95 sorgte für den Durchbruch der Maus am PC-Markt.

Seitdem hat sich das Eingabegerät vom grauem Mäuschen ...

... zum bunten Design-Objekt gemausert.

Vor allem aber hat sich die Maus technisch weiterentwickelt.

Die Kugelmaus hat über kurz oder lang ausgesorgt.

Bei ihr werden Mausbewegungen über eine Rollkugel, zwei Lochscheiben und zugehörige Lichtschranken in elektrische Signale umgewandelt.

Viel genauer sind optische Mäuse. Sie beleuchten die Oberfläche mit einer Leuchtdiode und nehmen die Reflexionen mit einem optischen Sensor auf. Ein Mikroprozessor berechnet aus den Unterschieden zwischen nacheinander aufgenommen Bildern die Maus-Bewegungen.

Der neueste Stand der Technik sind Laser-Mäuse. Bei ihnen wird statt normaler Leuchtdioden eine Laserdiode als Lichtquelle eingesetzt. Sie sind schnell und sehr präzise, was sie vor allem bei Spielern sehr beliebt macht.

Statt einer einzigen Taste verfügen heutzutage die meisten Mäuse über mehrere Tasten und über ein Scrollrad, das dem User lange Auf- und Abwärtsbewegungen spart.

Apple geht mit seiner "Mighty Mouse" aber einen eigenen Weg: Links- und Rechtsklicks werden per Kippbewegung gemacht. Statt eines Rads erlaubt ein kleiner Trackball Zeigerbewegungen in jede Richtung.

Doch diese Lösung finden vor allem PC-User nicht so stark.

Welche technische Lösung auch immer gewählt wird, beim Design sind der Maus kaum Grenzen gesetzt.

Obwohl sich auch hier über Geschmack durchaus streiten lässt.

Ebenso kann man darüber diskutieren, ob sich die Erfindung einer Fuß-Maus durchsetzen wird.

Die sprechende Maus hat den Durchbruch jedenfalls nicht geschafft.

Auch die SMS-Maus war eine Schnapsidee ...

... und ob die Senioren-Maus zukunftsfähig ist, darf zumindest angezweifelt werden.

Aber auch wenn viele im Touchscreen die Technologie der Zukunft sehen, ...

... ist das Ende der Maus jedenfalls noch lange nicht in Sicht.

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