Bilderserie
Montag, 09. Januar 2017

Premiere vor 10 Jahren: Alle iPhones, die es bisher gibt

Bild 2 von 30
Zuvor sorgte Jobs für Verwirrung im Publikum: "Heute stellen wir Ihnen drei revolutionäre Produkte vor: Das erste ist ein Breitbild-iPod mit Touchscreen." (Foto: REUTERS)

Zuvor sorgte Jobs für Verwirrung im Publikum: "Heute stellen wir Ihnen drei revolutionäre Produkte vor: Das erste ist ein Breitbild-iPod mit Touchscreen."

Am 9. Januar 2007 stellte Steve Jobs das erste iPhone auf der Macworldconferenz im Moscone Center in San Francisco vor.

Zuvor sorgte Jobs für Verwirrung im Publikum: "Heute stellen wir Ihnen drei revolutionäre Produkte vor: Das erste ist ein Breitbild-iPod mit Touchscreen."

"Das zweite ist ein umwälzendes Handy. Und das dritte ist ein neues Internet-Kommunikationsgerät, das einen echten Durchbruch bedeutet."

Sollten hier tatsächlich drei neue Apple-Geräte angekündigt werden?

Jobs wiederholte diese Aufzählung so oft, bis dem letzten Besucher im Moscone Center in San Francisco dämmerte, was er meinte.

"Das sind nicht drei separate Geräte, sondern nur ein einziges. Wir nennen es iPhone."

Mike Lazaridis, damals Co-Chef des Smartphone-Pioniers Blackberry, sah die Vorführung zu Hause in seinem Fitness-Raum. Er stieg von seinem Laufband und geriet sofort ins Grübeln.

Ein Smartphone, das aus dem Internet Musik, Videos und Landkarten herunterladen kann? "Wie haben sie das gemacht?", fragte sich Lazaridis. "Das muss doch die Mobilfunknetze zusammenbrechen lassen."

Der Blackberry-Chef konnte sich einfach nicht vorstellen, dass Steve Jobs sich bei der Umsetzung seiner Vision nicht von technischen Beschränkungen ausbremsen ließ.

Zwar klagten die ersten iPhone-Besitzer über verstopfte Netze.

Kein Wunder, denn das erste Apple-Gerät unterstützte noch nicht einmal den Funkstandard UMTS (3G), ...

... sondern musste sich mit EDGE (2,5G) begnügen.

Doch Konzept und Design überzeugten die Kundschaft.

Das iPhone wurde ein Verkaufsschlager.

Ein Jahr später legte Apple nach und spendierte dem iPhone eine schnellere 3G-Funkverbindung.

Mit dem iPhone 3GS startete Apple 2009 die Tradition, kleinere Modellveränderungen mit einem angehängten Buchstaben S zu kennzeichnen.

Erst mit dem iPhone 4 wagte Apple 2010 wieder einen größeren Schritt nach vorne. Das radikal neue Design überzeugte die Kunden vor allem wegen des hoch auflösenden Bildschirms.

Es führte aber auch zum ersten größeren iPhone-Skandal, der in die Technikgeschichte als "Antennagate" eingegangen ist.

Der Edelstahl-Rahmen des Smartphones diente nämlich auch als Mobilfunkantenne. Viele Menschen deckten sie beim Telefonieren versehentlich mit der Hand ab und so konnte sich der Empfang verschlechtern.

Jobs stritt in einer eilig einberufenen Pressekonferenz das Problem ab und offerierte den Versand kostenloser Handy-Schutzhüllen an Betroffene.

Das iPhone 4 wurde schließlich zum Megaseller und sorgte dafür, dass Apple sich zum wertvollsten Unternehmen der Welt entwickelte.

"Antennagate" war bei der Vorstellung des iPhone 4s kein Thema mehr.

Steve Jobs starb einen Tag nach der Präsentation des Gerätes, am 5. Oktober 2011.

Mit dem iPhone 5 verabschiedete sich Apple vom 3,5-Zoll-Display und ließ den Bildschirm auf 4 Zoll anwachsen.

Das iPhone 5c war Apples mehr oder weniger gelungener Versuch, mit bunten Plastik-Versionen des Kult-Smartphones jüngere und weitere Käufergruppen hinzuzugewinnen.

Ein gutes Beispiel für oft unterschätzte S-Updates: Der Fingerabdrucksensor des iPhone 5s im Home-Button war 2013 wegweisend für die Smartphone-Branche.

Ein Jahr später gab Apple dem Trend nach noch größeren Bildschirmen nach und stellte erstmals zwei Geräte vor: das iPhone 6 mit 4,7-Zoll-Display und das iPhone 6 Plus mit 5,5-Zoll-Display.

Mit den 6s-Modellen kam 2015 3D-Touch aufs iPhone, bei dem das Display nach einem stärkeren Druck ein Zusatzmenü anzeigt.

Weil viele Nutzer wieder nach kleineren Smartphones verlangten, brachte Apple im März 2016 das iPhone SE heraus. Bei ihm steckt größtenteils die Hardware des 6s in einem 5er-Gehäuse.

Das aktuelle iPhone-7-Duo weist drei große Neuerungen auf: Die Geräte sind wasserdicht, Apple hat die Klinkenbuchse abgeschaft und das große Plus hat eine Dual-Kamera. Was kommt wohl als Nächstes?

weitere Bilderserien