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Apple hat in San Francisco seine neuesten Produkte vorgestellt. Wie immer war die Entwicklerkonferenz ein Publikumsmagnet.
Enttäuschend für die Fans: Der kranke Apple-Chef Steve Jobs war nicht da.
An seiner Stelle führte Interimschef Tim Cook durch die Show.
Marketing-Chef Phil Schiller präsentierte zunächst Apples neue Notebook-Armada.
Das 15-Zoll-MacBook Pro hält jetzt sieben statt fünf Stunden ohne Steckdose durch, der Express-Slot wurde durch einen SD-Karten-Einschub ersetzt.
Der Bildschirm bietet 60 Prozent mehr Farbraum. Mit 2,53 GHz kostet das Notebook 1599 Euro, mit 2,66 GHz 1799, mit 2,8 GHz 2099 Euro.
Auf Wunsch liefert Apple das MacBook Pro 15 Zoll auch mit 3-GHz-Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und 256-GB-SSD-Platte. Der Preis ist noch nicht bekannt.
Beim 17-Zoll-Notebook hat sich nicht viel geändert, allerdings ist der Preis gefallen: Es kostet jetzt "nur noch" 2299 Euro.
Auch das MacBook Air ist jetzt günstiger zu haben. Mit 1,86 GHz kostet es 1399 Euro.
Das 13-Zoll-Modell ist jetzt auch ein "Pro", hat einen SD-Kartenslot und eine Firewire-800-Schnittstelle.
Auch der Bildschirm des kleinsten MacBook Pro hat einen erweiterten Farbraum.
Mit 2,26-GHz-Prozessor, 2 GB Arbeitsspeicher und 160-GB-Festplatte kostet der Rechner 1149 Euro. Mit 2,53 GHz ist er für 1399 Euro zu haben.
Apple hat auch das Betriebssystem runderneuert. Angeblich wurden 90 Prozent vom OS X 10.6 Snow Leopard neu programmiert.
Apple kassiert für die neue 64-Bit-Katze 29 Dollar. Dafür gibt's einen ordentlichen Temposchub: JPEG-Dateien sollen sich doppelt so schnell öffnen lassen, PDF-Dateien 1,5 mal schneller.
Snow Leopard nutzt laut Apple die zwei Prozessorkerne effizienter aus. Außerdem wird mit OpenCL ein Teil der Rechenleistung auf die Grafikkarte geschoben.
Software-Chef Bertrand Serlet durfte verkünden, dass der Browser Safari 4 endlich fertig ist.
Der Apple-Browser soll den so genannten Acid-Test mit 100 von 100 möglichen Punkten absolvieren. Microsofts Internet Explorer 8 schafft gerade einmal 21 Pünktchen.
Die meisten Fans warteten aber vor allem auf eins: ...
... die Präsentation des neuen iPhone.
Die jüngste Generation des Apple-Telefons heißt iPhone 3G S, wobei das "S" für "Speed" steht. Optisch hat sich nichts geändert, aber unter der Haube hat sich beim Smartphone-Boliden einiges getan.
Ein neuer Prozessor treibt das Handy laut Apple zu Höchstleistungen an: Mails sollen 2,1 mal schneller geöffnet werden, Excel-Dateien 3,6 mal und die Homepage der New York Times rund 3 mal schneller.
Die 3-Megapixel-Kamera hat Autofokus und einen automatischen Weißabgleich. Außerdem kann das iPhone jetzt Videos aufnehmen, die der Nutzer sofort schneiden und zu YouTube hochladen kann.
Das iPhone 3G S verfügt über eine Sprachsteuerung, mit der Nutzer Befehle erteilen oder fragen können, welche Musik gerade läuft.
Auch der iPod soll jetzt aufs Wort folgen.
Die neue Kompass-Funktion zeigt nicht nur die Himmelsrichtung an, in die man sich bewegt, sondern via GPs auch die aktuelle Position. Wem das nicht genügt: Die Navi-Software von TomTom läuft jetzt auf dem iPhone.
In den Genuss des neuen OS 3.0 kommen übrigens auch Besitzer eines älteren iPhone. Sie gewinnen dadurch Dutzende neue Funktionen, u.a. können sie endlich MMS-Botschaften versenden.
Die deutschen Preise für das iPhone 3G S stehen noch nicht fest.
In den USA kostet die Version mit 16 GB Speicher 199 Dollar, für das 32-GB-Modell nimmt Apple 299 Dollar.
In Deutschland ist das iPhone 3G S ab 19. Juni bei der Telekom erhältlich, Vorbestellungen werden voraussichtlich aber schon früher möglich sein.
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