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"Crysis 2" ist endlich da. Diesmal nicht nur für PC (60 Euro), sondern auch für Xbox 360 und Playstation 3.
Der stumme Held des Spiels heißt Alcatraz. Er fährt als Soldat in einem U-Boot nach New York, um angeblich eine Seuche zu bekämpfen. Das U-Boot wird versenkt, die Männer retten sich an Land.
Dort werden sie von einem metallenen Ungetüm attackiert. Nur Alcatraz überlebt, weil ihn ein Mann, der aussieht wie ein Roboter, rettet. Es ist Prophet, der Held aus Teil 1. Er ist dem Tod geweiht und übergibt Alcatraz seinen futuristischen Kampfanzug - den Nanosuit.
Alcatraz hat jetzt die schier aussichtslose Aufgabe, New York zu retten. Er weiß zwar auch nicht, was genau er tun soll, aber über das Helmmikrofon bekommt er Anweisungen und Tipps.
Außerdem nimmt ein Typ namens Gould immer wieder Kontakt zu unserem Helden auf. Wer ist der Kerl? Alcatraz hat keine Ahnung. Er weiß nur, dass er ihn finden und beschützen muss.
Die meisten Menschen wurde aus New York evakuiert. Wer noch da ist, wird von der Seuche dahingerafft. Überall findet Alcatraz Tote, die irgendwie ausgesaugt aussehen ...
Sein größtes Problem sind aber zunächst paramilitärische Truppen der Organisation Crynet. Sie sorgen nicht nur dafür, dass niemand mehr das abgeriegelte Manhattan verlässt. Sie sollen auch den Träger des Nanosuit aufspüren und töten, weil der futuristische Kampfanzug eine Erfindung von Crynet ist.
Erwachsene (!) Spieler haben so die Möglichkeit, die Fähigkeiten des Nanosuits und Kampftaktiken in Gefechten mit den Soldaten von C.E.L.L. (Crynet Enforcement & Local Logistics) zu trainieren.
Der Anzug sieht nicht nur rattenscharf aus, er bietet Alcatraz auf Tastendruck auch eine Panzerung, macht ihn unsichtbar, rasend schnell und ermöglicht ihm große Sprünge.
Außerdem kann Alcatraz mit einem Mega-Kick schwere Gegenstände oder Gegner aus dem Weg räumen und im Sprint in Deckung rutschen.
Der Nanosuit versorgt Alcatraz übers Helmvisier auch mit vielen wertvollen Informationen.
Doch der Kampfanzug kann noch viel mehr. Der Spieler schaltet im Laufe der Kampagne, die mindestens zehn Stunden dauern soll, weitere Fähigkeiten frei.
Cool: Startet man eine neue Kampagne, behält der Anzug seine Features. So kann man auch den Schwierigkeitsgrad beim zweiten Anlauf bedenkenlos steigern.
Die Gegner sind in "Crysis 2" wahrlich keine Schießbuden-KIs. So ist es sehr ratsam, immer schön in Deckung zu bleiben und, wenn möglich, getarnt zu agieren.
Zu einfach? Denkste. Denn alle Spezialaktionen kosten den Anzug Energie. Und wenn man die Anzeige nicht im Blick behält, enttarnt man sich plötzlich inmitten der Feinde.
Die Panzerung des Anzugs hält einiges aus und bevor man zurück an einen der spärlich gesetzten Kontrollpunkte geschickt wird, sollte man sie besser aktivieren.
Spieler können in "Crysis 2" Waffen den Gegebenheiten anpassen. Beispielsweise kann man einen Schalldämpfer aufschrauben.
Mit der Grafik setzt Crytek erneut Maßstäbe. Licht- und Schattenspiele sind auch auf der Konsole atemberaubend gut. Schade, dass einem die Gegner so wenig Zeit zum Genießen geben.
Die Zwischensequenzen sind nicht allzu lang, aber ebenfalls ein Augenschmaus. Die Musik stammt von Hollywood-Komponist Hans Zimmer, der unter anderem auch den Soundtrack zu "Batman: The Dark Knight" geschrieben hat.
Auch am Spiel-Sound gibt es nichts auszusetzen. Selbst die deutsche Synchronisation ist gelungen. Das wiederum mag daran liegen, dass Dialoge in "Crysis 2" Mangelware sind.
Die Post geht im Spiel erst so richtig ab, wenn in Alcatraz' Nähe ein Alien-Raumschiff abstürzt.
Die Außerirdischen kommen anscheinend aus dem Untergrund und nicht aus dem Weltall - genau weiß man das nicht.
Ansonsten verhalten sie sich genau so, wie man es von fiesen Alien-Invasoren erwartet, die die Menschheit auslöschen und deren Platz einnehmen wollen.
Kommen die gruseligen Super-Kraken aus der Tiefsee?
Mehr soll hier von der Story nicht verraten werden.
Denn die Unsicherheit gehört zu "Crysis 2" einfach dazu. Mehr zu verraten, hieße den Spielern ein bisschen den Spaß zu verderben.
Gibt es auch Kritikpunkte? Kaum. Die für den Test eingesetzte Playstation 3 zuckte in der einen oder anderen Szene und ein Objekt tauchte plötzlich aus dem Nichts auf. Auf dem PC soll es solche Probleme nicht geben.
Manhattan ist nicht frei begehbar und Crytec erlaubt sich, einen großzügigen "Schlauch" zum Finale zu legen.
Das ist aber eigentlich kein Problem, sondern Geschmacksache. Unserer Meinung nach tut es Spielentwicklung, Tempo und Spannung gut.
Wie der Multiplayer-Modus ausgefallen ist, lässt sich erst sagen, wenn sich dort die ersten Spieler eine Weile online bekämpft haben.
Die Maps sind jedenfalls sehr vielversprechend.
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