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Ist Second Life wirklich so tot, wie behauptet wird? Was treiben die 1,5 Millionen aktiven Nutzer der 3D-Welt den ganzen virtuellen Tag? Kommen Sie mit und sehen Sie selbst.
Die Begrüßungsinsel "Orientation Island" hat man in zwei Minuten erkundet, das Outfit der herumlungernden Damen ebenso. Die Sesamstraße ist spannender.
Nachrichten-Junkies könnten den n-tv News-Feed verfolgen. Man wird in diesem Fall aber zu leicht abgelenkt.
Mehr Unterhaltung findet man wie im wahren Leben am Strand. Die Badenixe ist in Wahrheit übrigens eine selbständige Geschäftsfrau aus Hamburg.
Wenn zwei virtuelle Herzen zueinander finden, kann das zu paradiesischen Zuständen führen...
... oder zu Langeweile, wenn man immer nur auf Sofas sitzt und tut, was der eigentliche Zweck von "SL" ist: Chatten. Da ist ein eleganter Abgang angesagt.
Der Bus fährt leider nur nach "nowhere". Also schnell zu Fuß dorthin, wo das Leben 2.0 vielleicht toben könnte.
Die Cyberhure im "Red Light District" weist jeden Mann ab, dem die virtuellen Körperteile zum Sex fehlen. Ab Werk hat ein Avatar so etwas nicht. Was tun?
Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Leider kostet hier ein animierter Penis 400 Lindendollar - umgerechnet einen echten Euro. Definitiv zu teuer!
In Sex-Ramsch-Läden weiß man dafür nicht, ob die Teile auch wirklich funktionieren. Voll ist es hier trotzdem immer.
Die Straßen um den nächstgelegenen öffentlichen "Orgien-Raum" sind hingegen gähnend leer. Finstere Gegend!
Hier treiben sich leicht geschürzte und schwer bewaffnete Frauen herum, die...
... auf alles schießen, was sich bewegt. Zum Glück sind Avatare kugelfest.
Wem sind diese Armen zum Opfer gefallen? Führt hier die virtuelle Mafia einen Bandenkrieg?
Offenbar ein Eifersuchtsdrama - das Messer steckt noch.
Diese Ermittler sind nicht echt. Deutsche Polizisten haben in Second Life nichts verloren. Und der Verfassungsschutz aus NRW läuft nicht im T-Shirt samt Logo herum.
Cyber-Dirnen werben oft mit realen Fotos. Wenn das der Datenschutz wüsste! - Nach so viel Sex and Crime müsste man jetzt kurz frische Luft schnappen...
Ein Flug über Werbetafelwüsten schafft keine gute Laune. Alles scheint unbewohnt und menschenleer.
Wo sind all die Avatare hin?? Da taucht plötzlich "Dirty Kitty" auf. Sie empfiehlt,...
... doch mal diese laszive Schönheit um Rat zu fragen, ihres Zeichens virtuelle Bordellbetreiberin, in Wahrheit ein arbeitsloser alleinerziehender Vater aus Norddeutschland.
Nur auf persönliche Empfehlung darf man an einer Sklaven-Auktion teilnehmen. Diese Events finden im Verborgenen statt.
Manche Sklaven werden sogar in Käfige mit Zeitschaltuhr gesteckt.
Natürlich sind alle Rollenspiele freiwillig und Geschmacksache. Wem so etwas nicht gefällt,...
... kann ja in futuristischen Geräten umherfliegen und aus luftiger Höhe das pralle virtuelle Leben suchen.
Wer es nicht so modern mag, kauft dieses Flugsegelschiff, das Jules Verne bestimmt gefallen hätte.
Originell ist auch die "Spinner", das Polizeiauto aus dem Film "Blade Runner". Mit dem kann man prima Avatare erschrecken. Die Sirene dringt auch virtuell durch Mark und Bein.
Eine "Selene Cloud Hugger" eignet sich dafür, langweilige Einkaufszentren mit ökologisch unbedenklichen Abgasen einzunebeln und die Avatare vom Konsumrausch abzuhalten.
Man kann aber auch in luftiger Höhe parken und dort Avatarinnen für Fotoshootings casten.
Diese Dame beim Chat in einer "Selene" stammt aus Athen, Griechenland und nennt sich stilsicher "Artemis".
Wer immer nur chattet, sucht manchmal Ruhe. Sehr ruhig ist ein U-Boot in virtuellem Meer.
Man findet zwar potenzielle Abschussobjekte per Periskop und die Torpedos treffen. Leider kann man den Gegner aber nicht versenken.
Dafür kann dieses Space Shuttle richtig fliegen. Im Raumfahrtmuseum in Second Life gibt es alles, was man zum Thema suchen könnte,...
... alle Raketen, maßstabsgetreu und in jeder Größe. Die Reise dorthin ist billiger als die ins reale Houston.
Ob der Astronaut und Weltraumpionier Alan Shepherd (1923-1998) ahnte, dass man ihm in einer virtuellen Welt ein Denkmal setzen würde?
Avatare, die Astronauten werden wollen, können im Mondfahrzeug trainieren.
Eher künstlerisch veranlagte Naturen erheben sich in Second Life nicht mit Flugzeugen in die Lüfte, sondern mit großen Vögeln.
Oder mit Zeppelinen. Die schweben unendlich hoch, sind aber auch unendlich langsam.
Dieser junge Avatar mit Waschbrettbauch weist den Weg in den Weltraum - unendliche virtuelle Weiten.
Auf der Reise nach oben tauchen im Dunkeln verwunschene fliegende Schlösser auf.
Eine kleine "Raumstation" an der obersten Grenze. Hier probieren Avatare ungestört komische Fluggeräte aus und amüsieren sich dabei köstlich.
Um Mitternacht sollte man hier den selbstgebauten Laserstrahl bewundern, der auf einen Zwergplaneten gerichtet ist.
Im 'Weltraum kann es zu unerwarteten Begegnungen kommen. Der Beginn einer wundervollen Freundschaft?
Ein Freundschaftsdienst auch hier - Nacktpose auf dem Konferenztisch für den Chef. Alice Schwarzer, übernehmen Sie!
Für ein paar Lindendollar mehr zeigt auch diese "Sekretärin", was sie hat.
Wer auf die falschen Knöpfe drückt, kann jedoch das Mobiliar samt der Raumstation in die virtuelle Luft sprengen...
...endet allerdings dann nicht als Skelett wie dieser Saurier.
Bei Sonnenuntergang fragen wir die schöne Thaumata Strangelove, wo hübsche Avatare auf uns warten.
Am Strand ist Frau zu sehr beschäftigt, um neugierige Fragen zu beantworten.
Eva, Hotelfachgehilfin aus Franfurt/Main, steht weder real noch virtuell auf Kerle, und wendet sich gelangweilt ab.
Laila posiert, spricht aber nur portugiesisch und will nicht mitkommen.
Im virtuellen Dresdner Zwinger kann man zwischendurch humanistische Bildung tanken, um immer ein Gesprächsthema zu haben.
Eine Begegnung der merkwürdigen Art. Lucas Cranach der Ältere trifft auf einen Avatar.
Die Tugend der Renaissance war die Neugier. Diese Herrschaften, lebten sie heute, hätten sicher virtuelle Welten ausprobiert.
Vorträge über Kultur sind allerdings auch hier oft langweilig. Aber auch in Second Life kann man auf die Beine der Nachbarin starren...
...oder auf die eigenen virtuellen Fingernägel.
Tai Chi für Avatare ist das Sinnloseste, was man sich vorstellen kann.
Sinnvoller ist es, ein Fischerboot allein aus einem Hafen hinaus- und wieder hineinzusteuern. Nicht nur für kleine Jungs...
...sondern auch für Mädchen eignet sich das "Tuc-Boat", das "tuc tuc" macht. Sehr niedlich, und Frauen lassen sich gern mitnehmen.
"Labormaus69" ist im realen Leben Diplom-Biologin und schreibt Musikkritiken. Zu viel Suche nach Sex sei nicht gut...
...und ein Kirchgang mit gregorianischer Musik könne zum Ausgleich nicht falsch sein. Hier die berühmte Georgskirche, ein UNESCO-Weltkulturerbe...
...auf der Halbinsel Reichenau am Bodensee. Die Erzdiözese Freiburg hat das Bauwerk aus der Karolinger-Zeit in Second Life maßstabsgetreu nachbauen lassen.
Manche Avatare finden Kultur langweilig und wollen nur shoppen...
...oder stundenlang am Outfit feilen und in den Spiegel blicken.
Der Cybertourist von heute kann das reale Bayern meiden und stattdessen virtuell am Münchner Rathaus lustwandeln...
...oder den Checkpoint Charlie testen. Auch ohne gültige Reisedokumente werden Avatare durchgelassen.
Diese Punker-Braut ist Historikerin und empfiehlt uns, altrömische Fresken anzuschauen.
Salve Avatare! Auch die römischen Legionäre fühlen sich in der antiken Villa sichtlich wohl.
Ob die hier virtuelle Feldzüge nach Germanien planen? Morituri te salutant!
Eine der Anführerinnen der schwer bewaffneten Kohorte ist im echten Leben eine harmlose Hausfrau aus einem Dorf in Niedersachsen.
Was passt nicht in dieses Bild?
Diese hübsche Dame erinnert uns wieder an die einzig sinnvolle Frage: Wie komme ich mit netten Leuten in Kontakt?
Eine spontane Einladung in ein virtuelles Stundenhotel ist sicher kein guter Anfang,...
...auch wenn manche Leute für einen Quickie in der Dusche zu haben sind.
Das Klischee stimmt: Frauen sind romantischer.
Manche Avatare fühlen sich beim Liebesspiel gestört, auch wenn es ein öffentlicher Sex-Club ist.
Dann doch lieber ein romantischer Abend mit virtuellem Champagner am Strand,...
...der einem intimen Zusammensein vorausgehen sollte und der...
...so romantisch enden kann, wie er begonnen hat.
Diese Schöne wäre zu haben. Aber warum für Cybersex bezahlen, wenn man ihn auch gratis haben kann?
Cyberhuren hätten Barack Obama gewählt, sagt diese. Willkommen zurück in der Wirklichkeit! (Text und Screenshots: Burkhard Schröder)
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