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Laut, grell, voll: Seit die Computerspielemesse Gamescom fürs Publikum geöffnet hat, strömen die Besucher in die Messehallen.
Trotz oder gerade wegen der Hitze der ersten Tage zieht die Spielemesse, die in diesem Jahr zum ersten Mal in Köln stattfindet, nicht nur Fachbesucher, sondern auch Fans und Neugierige in Scharen an. An einigen Ständen bilden sich lange Schlangen.
Insgesamt stehen in den Messehallen rund 10.000 Spielstationen zum Testen neuer Titel bereit.
Um die populäreren Titel anzuspielen, müssen Fans an den aufwendig gestalteten Ständen teilweise Wartezeiten von bis zu zwei Stunden in Kauf nehmen.
Die Koelnmesse zeigt sich zufrieden mit dem Besucher-Echo: "Der Start ist gelungen", sagt Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt.
Besucherzahlen nennt er jedoch nicht.
Bis zum Sonntag erwarten die Veranstalter mehr als 200.000 Menschen.
Die großen Namen der Branche stellen bei der Premiere der Messe in Köln zahlreiche Neuheiten vor.
Einige davon sollen zum allerdings erst zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen.
Neben den klassischen Action-, Rollen- und Rennspielen setzt die Branche verstärkt auf familienkompatible Angebote wie Musik- Simulationen oder Bewegungsspiele.
Der Branchentreff gilt als wichtiger Gradmesser für die Erfolgschancen der Neuheiten.
Neben dem Spielerlebnis liegt einer der Schwerpunkte auf dem Thema "Jugendschutz".
Bei einem Fachkongress fordern Experten mehr Sachlichkeit in der Diskussion um Nutzen und Schaden von Computerspielen.
Abseits des Gedränges diskutieren die Fachleute über das Phänomen Computerspiele.
Die öffentliche Debatte darüber werde oft zu aufgeregt geführt, sagt zum Beispiel der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Thomas Krüger.
"Mit der Entwicklung von Computerspielen ist ein kultureller Wandel einhergegangen, der sich auch in Generationskonflikten niederschlägt", meint Krüger.
Ob Spiele eine schädliche oder konstruktive Form des Medienkonsums seien, könne nicht einseitig beantwortet werden.
Und der nordrhein-westfälische Medienminister Andreas Krautscheid kritisiert, dass auch Politiker - vor allem nach Ereignissen wie dem Amoklauf von Winnenden - oft geradezu reflexartig Computerspiele verurteilen.
Drei Viertel der Spiele unterlägen in Deutschland nicht der Altersbeschränkung von 18 Jahren und seien somit unproblematisch. "Diese Spiele dürften nicht mit den anderen in einen Topf geworfen werden", sagt Krautscheid.
Der Branchenverband Bitkom schätzt, dass der Verkauf von Spielen und Konsolen der Industrie in diesem Jahr insgesamt rund 2,7 Mrd. Euro in die Kasse spülen wird - etwa ein Prozent mehr als 2008.
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