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Jedes Jahr im Januar findet in Las Vegas die Leitmesse der Unterhaltungselektronikbranche statt.
In ausgesucht geschmackloser Umgebung werden die neuesten Geräte vorgestellt, die uns künftig elektronisches Amüsement bereiten sollen.
Viele Herstelller prophezeien, dass wir die Welt morgen ...
... mit ganz anderen Augen sehen werden.
Na denn, schau mer mal.
Der Eisbär-Fernseher ist in Zeiten des Klimawandels sicher kein Trendsetter.
Der Taschenprojektor 3M MPro120 schon eher.
Ultradünne Festplatten wie Seagates Momentus Thin lassen die Augen von Netbook-Herstellern leuchten.
Touchscreen-Smartphones sind natürlich auch in Las Vegas schwer angesagt. Motorolas Android-Handy Backflip findet sicher viel Beachtung und stiehlt vielleicht sogar ...
... Googles erstem Handy Nexus One die Show.
Palm-Chef Jon Rubinstein ließ den Pre Plus vom Stapel, der doppelt so viel Speicher wie sein Vorgänger hat. Eine neue Plattform soll aufwendigere Spiele möglich machen.
Kodak zeigt mit seinem Slice, dass Touchscreen-Bildschirme jetzt auch bei Kameras zum Standard werden. Für 360 Euro gibt's sogar zwei Gigabyte internen Speicher für die Bildersammlung. Da sollten sich mal diejenigen eine Scheibe abschneiden, die teure Kameras mit 128 MB Speicher verkloppen.
Samsung stellt mit dem E6 und dem E101 auf der CES zwei Lesegeräte für elektronische Bücher vor und liegt damit voll im Trend - zumindest in den USA.
Wobei Skiffs biegsamer E-Book-Reader doch etwas spektakulärer ist. Was passiert eigentlich, wenn eine Hand loslässt?
E-Books kann man auch mit dem Gerät herunterladen und betrachten, das Microsoft-Chef Steve Ballmer mit viel Inbrunst vorgestellt hat.
Der Tablet-Rechner von HP soll DER Konkurrent für Apples kommende Touchscreen-Tafel sein.
Ballmer hatte auch "Slates" von Archos und Pegatron auf seinem Präsentiertisch platziert.
Leider zeigte der Microsoft-Chef nur Prototypen, was die versammelten Experten nicht davon überzeugen konnte, dass Apple angesichts der Windows-Tafeln kreideweiß im Gesicht wird.
Das "Ultra", das Prozessorhersteller Nvidia und US-Mobilfunkanbieter Verizon zeigten, war da schon furchteinflößender: Eine neue, sparsame aber leistungsstarke CPU macht es möglich viele Stunden Internet-HD-Filme zu streamen. Das Ultra ist bereits in der Lage, die neue Mobilfunkverbindung 4G zu nutzen.
Immerhin konnte Microsofts Entertainment-Chef Robbie Bach verkünden, dass die Bewegungssteuerung "Natal" für die XBox pünktlich im Herbst 2010 auf den Markt kommt.
Das allergrößte Ding in Las Vegas ist in diesem Jahr die dritte Dimension.
Wir sollen uns also mit dicken Brillen ...
... dreidimensional aufgenommene Filme ...
...mit sündhaft teuren Multimedia-Anlagen ...
... angucken.
Dazu benötigt man einen 3D-fähigen Blu-ray-Player, die beispielsweise Panasonic (BDT350) ...
... Samsung (Blu-ray 6900) ...
... oder Sony (BDP-S370) präsentieren.
Toll: Sony hievt auch die Plastation 3 per Software-Update ins 3D-Zeitalter.
Toshibas Cell TV soll ohne weitere Hilfsmittel (außer Spezialbrille) jeden beliebigen Film dreidimensional darstellen können.
Acht (!) Prozessoren zu je 3,2 Gigahertz machen es möglich, dass er die Umrechnung in Echtzeit hinbekommt.
Auch Sony hat seine Bravia-Flotte 3D-fähig gemacht. Der LX900 ist einer davon.
Damit der betuchte 3D-Fan nicht auf neue Filme aus Hollywood warten muss, kann er mit Panasonics 3D-Camcorder selbst an die Arbeit gehen.
Mutig oder realistisch? Sharp macht den 3D-Hype nicht mit, sondern bringt mit Gelb eine vierte Farbe in die Bildpunkte, die bisher nur rot, grün oder blau waren (RGB).
Logisch, dass Sharp die Wirkung von RGBY (Y=Yellow) anhand von Aufnahmen eines Sonnenblumenfeldes demonstrierte. Trotz dieses etwas billigen Tricks scheint die Technik aber für Normalverbraucher interessanter als 3D zu sein. Wir werden sehen.
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