| SA | 9° / 23° |
| SO | 12° / 22° |
Wenn der Winter da ist, ...
... bieten sich Hobby-Fotografen eindrucksvolle Motive.
Doch solch schöne Aufnahmen gelingen nicht jedem.
Auf vielen Fotos wirkt die winterliche Pracht oft fahl, blaustichig und furchtbar langweilig.
Doch mit ein paar Tricks gelingen selbst Ungeübten tolle Bilder.
Was für eine glitzernde Pracht! So glitzernd, dass die arme kleine Kamera ganz durcheinander ist.
Deshalb sollten Sie vorm Fotografieren der weißen Pracht unbedingt den Belichtungsmesser an die hellere Umgebung anpassen, sonst werden die Bilder zu dunkel.
Hier hat die Kamera durch den hellen Schnee eine zu kleine Blende gewählt.
Mit korrigierter Belichtung sieht's schon viel besser aus.
Eine Einstellung von + 1,5 bis + 2,0 passt für nahezu alle Situationen im Schnee. Wenn Ihre Kamera einen "Schnee-Modus" hat, wird die Automatik einen ähnlichen Wert wählen.
Schnee ist weiß, schneeweiß und so sollte er auch auf den Fotos aussehen. Tut er aber oft nicht. Warum?
Kameras neigen dazu, einen falschen Weißwert zu messen, wodurch die Bilder oft einen Blaustich bekommen. In anderen Lichtsituationen ist auch oft zu viel Gelb oder Magenta im Foto.
Die entsprechende Funktion ist im Menü zu finden. Dort gibt es Voreinstellungen für das Fotografieren bei Sonne, Bewölkung und Schatten.
Weil Weißabgleich auf Englisch "White Balance" heißt, findet man die Funktion bei vielen Kameras über die Taste "WB".
Eine zweite Möglichkeit ist, den Weißabgleich manuell vorzunehmen. Dafür zielt man mit dem Objektiv auf den Schnee und drückt dann - abhängig vom Modell - entweder den Auslöser oder die Set- beziehungsweise Ok-Taste.
Doch nicht nur für die Fotografen sind Winterlandschaften eine Herausforderung.
Wie Autobatterien geben auch Kamera-Akkus bei sehr niedrigen Temperaturen schneller den Geist auf, weil sie mehr Strom verbrauchen.
Deshalb sollte man immer Ersatzakkus dabei haben.
Extreme Kälte hat aber auch einen großen Vorteil, denn wenn der Frost so richtig klirrt, ...
... kommen die Pixel auf dem Sensor zur Ruhe, das so genannte Farbrauschen verringert sich und die Bilder werden richtig knackig.
Super, sooo viel Licht! Und weil Schnee liegt, wird's auch noch von allen Seiten reflektiert!
Ins Objektiv soll aber nur Licht von vorne fallen, deshalb MUSS die Sonnenblende drauf. Das ist das runde Teil, von dem Sie schon immer wissen wollten, wozu es da ist.
Falls Ihr Objektiv über ein Filtergewinde verfügt, sollten Sie einen Polfilter aufschrauben. Der ist zwar nicht ganz billig (ab ca. 60 Euro), ...
... macht aber den wolkenlosen Himmel über der Schneelandschaft knackig blau.
Eine große Gefahr für die Elektronik Ihrer Kamera ist Feuchtigkeit.
Wobei ein paar Schneeflocken auf dem Gehäuse kein echtes Problem sind.
Viel gefährlicher ist Kondenswasser, das beim Wechsel von kalter in warme Umgebung entsteht.
Um das zu verhindern, können Sie die Kamera langsam an den Temperaturwechsel gewöhnen. Das dauert allerdings ein Weilchen.
Schneller geht's, wenn Sie den Fotoapparat in einen Plastikbeutel stecken - dann können Sie die Knipse sofort ins Warme bringen.
Wenn Personen im Schnee fotografiert werden, sollte der Aufhellblitz eingesetzt werden, ...
... denn gerade die hoch stehende Mittagssonne verursacht sehr harte Kontraste, die so - vor allem im Gesicht - abgemildert werden können.
Jetzt fehlt nur noch ein interessantes Motiv - es müssen nicht immer Berge sein.
Menschen machen viele Aufnahmen erst interessant. Ohne die blauen Jungs im Vordergrund wäre das Foto recht öde.
Dieser Herr bekommt nicht nur eine nasse Hose, er gibt auch ein sehr schönes Motiv ab. Sehr entspannt, sehr ruhig.
Kinder bringen immer Leben ins Bild ...
... und so manchen Papa zum Schwitzen.
Vor allem im Winterurlaub bietet es sich an, etwas Action ins Foto zu bringen. Dabei muss Ihr Model aber nicht unbedingt Hals und Kopf riskieren.
Wenn Sie nah rangehen, kriegen Sie auch in "normale" Situationen viel Dynamik.
Ziehen Sie die Kamera auch mal mit - das bringt Tempo in die Aufnahme. Kurze Belichtung oder Programmautomatik "Sport" wählen!
Oder Sie warten den richtigen Moment ab und drücken dann den Auslöser. Danach sollten Sie die Kamera einpacken und Ihr Kind trösten.
Auch gestellte Unfälle können interessant aussehen. Sie sollten dann allerdings die Strippe, an der der Schlitten hängt, wegretuschieren.
Sehr reizvoll können im Winter Gegenlichtaufnahmen sein. Dabei müssen Sie aber mit einer Digitalkamera sehr vorsichtig sein. Wenn das Sonnenlicht direkt ins Objektiv strahlt, halten Sie nur noch Schrott in den Händen.
Bei Landschaftsaufnahmen sollten Sie darauf achten, dass immer ein interessantes Detail auf dem Bild ist.
Dieses Foto ist beispielsweise stinklangweilig.
Stellen Sie einen Baum auf den Hügel und schon haben Sie ein wunderschönes Foto.
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