Bilderserie
Samstag, 17. Januar 2015

Google packt seinen Baukasten aus: Project Ara ist reines Stückwerk

Bild 1 von 45
Was ist das denn?

Was ist das denn?

Was ist das denn?

Ein Smartphone! Oder genauer: teilweise ein Smartphone.

Googles Project Ara ist nämlich streng genommen nur ...

... ein Gerüst.

An diesem sogenannten Endoskelett, ...

... docken die einzelnen Smartphone-Komponenten als Module an ...

... und bilden zusammen ein voll funktionsfähiges Smartphone.

Das hat den Vorteil, dass Nutzer die komponenten kinderleicht gegen neuere oder bessere Bauteile austauschen können.

So bleibt das Smartphone länger aktuell, ...

... Nutzer sparen Geld, ...

... es entsteht weniger Elektroschrott ...

... und weniger Ressourcen werden verbraucht.

Ein Markt für Gebrauchtmodule könnte die positiven Effekte noch verstärken.

Es gibt fast nichts, das beim Ara Phone nicht gewechselt werden kann.

Auch das Display hat keinen Stammplatz.

In Googles aktuellem Prototypen steckt ein 720p-Bildschirm, ...

... der vielleicht schon bald einem Full-HD-Display weichen muss.

Die einzelnen Module haften per Magnet an dem Gerüst.

Beim Vorgänger des aktuellen Prototypen "Spiral 2" befanden sich die Magneten noch an den Modulen.

Hier ein Entwurf ...

... mit einer ziemlich hervorstechenden Kameraeinheit.

Hier Skelett und Module des ersten Prototyps.

Eine graue Maus im Vergleich zu Spiral 2.

Bei ihm sitzen die Magneten jetzt im Endoskelett.

Die Komponenten will Google eigentlich nicht selbst anbieten.

Wenn die Pläne des Unternehmens aufgehen, ...

... werden die leeren Fächer des Endoskeletts von vielen verschiedenen Herstellern gefüllt.

Bisher hat Google 50 Partner, die aktiv an Modulen für Project Ara arbeiten. Unter ihnen auch Chip-Hersteller Nvidia.

Für den neuen Prototypen gibt es derzeit elf Module: Akku, Display, Prozessor, WLAN, Bluetooth, ...

... Micro-USB-Eingang, UMTS-Modul, 5-Megapixel-Kamera, Umgebungslicht- und Annäherungssensoren sowie Lautsprecher.

Also die Grundausstattung eines Smartphones.

Während das Endoskelett größtenteils aus Aluminium gefertigt ist, ...

... bestehen die Module aus Kunststoff.

Laut "The Verge" machen sie einen etwas zerbrechlichen Eindruck.

Nutzer sollen künftig auch die Gestaltung individuell wählen können, beispielsweise wie die Module bedruckt werden.

Bisher verbraucht das Ara-Phone ein Fünftel seiner Akkuladung für die Kommunikation mit den Modulen und ist daher nicht alltagstauglich.

Im Laufe des Jahres soll aber Spiral 3 mit sparsameren und zahlreicheren Modulen ...

... und sogar einer 13-Megapixel-Kamera folgen.

Ob Project Ara eine Chance auf dem weltweiten Smartphone-Markt erhält, entscheidet sich in Puerto Rico.

Warum? Google gibt an, dass der Markt dort ideal sei. Unter anderem weil Einsteiger- und Premiumgeräte ähnlich weit verbreitet seien.

Die Einwohner des karibischen USA-Anhängsels gehen am liebsten mobil ins Internet und die US-Netzbehörde FCC ist in dem Inselstaat für die Smartphone-Zulassung zuständig.

Der Pilotverkauf soll in der zweiten Jahreshälfte starten.

Unter anderem sollen Endoskelett und Module von fliegenden Händlern unter die Puerto Ricaner gebracht werden.

Ob's klappt und Project Ara eines Tages auch zu uns kommt, ist völlig offen.

Auf jeden Fall ist es das spannendste und originellste Smartphone-Experiment seit dem ersten iPhone.

weitere Bilderserien