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Dichte Atmosphäre bei "Dishonored": Schleichend gegen das Terrorregime

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Nebel ist ein Verbündeter, wenn die Welt zum Feind wird. (Foto: Screenshot n-tv.de)

Nebel ist ein Verbündeter, wenn die Welt zum Feind wird.

Nebel ist ein Verbündeter, wenn die Welt zum Feind wird.

Im beeindruckenden Schleichspiel "Dishonored: Die Maske des Zorns" sieht es jedoch zu Beginn überhaupt nicht nach Feindseligkeit aus. Als kaiserlicher Leibwächter ist der Spieler höchst angesehen.

Auch der adelige Nachwuchs empfängt Corvo Attano bei der Heimkehr zur zentralen Festung des Inselreiches herzlich.

Während des Gesprächs mit der Kaiserin tauchen plötzlich Attentäter wie aus dem Nichts auf, töten das Staatsoberhaupt und entführen Tochter Emily.

Die Sicherheitskräfte, während des Vorfalls auf Abstand, bezichtigen Corvo des Mordes an seiner Befehlshaberin.

Der glatzköpfige Aufseher lässt den Spieler gefangen nehmen.

In einem dunklen Raum wird Corvo an einen Stuhl gefesselt und verhört, danach in eine Zelle geworfen. Auf ihn wartet die Hinrichtung.

Doch schnell bekommt er Hilfe von unbekannter Seite. Der Spieler kann sich befreien, findet Waffen, kämpft ...

... oder schleicht sich aus dem Gebäude. "Dishonored" ist vielseitig. Je brutaler Corvo vorgeht, desto stärker werden die Gegner. Die Anpassung erfolgt dynamisch, fortlaufend.

Gewaltanwendung ist ein Nachteil, das Schleichen, Ausweichen, Opfer vermeiden zwar aufwändiger, aber lohnenswert.

Geht Corvo von hinten an die Gegner heran, kann er zudem wählen, ob er den Widersacher tötet oder bewusstlos schlägt. Um keine Aufmerksamkeit zu erregen, kann er reglose Körper auch verstecken.

Zwei unterschiedliche Angriffsmöglichkeiten hat der Spieler: Eine Nahkampf-,sowie eine Fernwaffe. Das können eine Pistole, eine Armbrust oder Zaubersprüche sein.

Die kombinierte Anwendung ist das, was "Dishonored" in Sachen Spielmechanik so besonders macht. Die Stadt Dunwall, an das viktorianische London angelehnt, leidet in der Zeit der Industrialisierung an einer Pest und einer Rattenplage.

In Schwärmen nagen die Tiere den Menschen das Fleisch von den Knochen. Auch Corvo greifen sie an, wenn er nicht aufpasst. Doch der Spieler kann mit einem Spruch auch beeinflussen, welchen seiner Gegner die Rattenplage trifft.

Nach dem Tod der Kaiserin wird Dunwall zum totalitären Inselstaat. Ordnungshüter werden offenbar unter Drogen gesetzt, ...

... um bei ihren Kontrollgängen als langgliedrige "Tallboys" keine Nachsicht walten zu lassen.

Das öffentliche Leben ist straff organisiert, während der Nächte ist eine Ausgangssperre verhängt.

Die Gesellschaft ist gespalten - es herrscht eine aristokratische Schicht, ...

... die einen dekadenten Lebenswandel pflegt, ...

... in luxuriösen Herrenhäusern wohnt, ...

... sich auf zynische Weise mit Prostituierten vergnügt, ...

... während das gebeutelte, teils hungernde einfache Volk mit Überwachung in Schach gehalten wird.

Corvo wendet sich nach seiner Flucht gezwungenermaßen gegen das hierarchische System, dessen Teil er selbst war. Er verbündet sich mit den Kaisertreuen, die die entführte Emily als rechtmäßige Herrscherin sehen.

Im Laufe seiner Streifzüge deckt er eine Verschwörung auf, die eben dies verhindern will.

Corvo ist Opfer eines Putsches, nun muss er die Drahtzieher zur Strecke bringen.

"Dishonored" ist ein fesselndes Abenteuer aus der Ich-Perspektive, besonders wegen seiner dichten Atmosphäre.

Alles wirkt abgenutzt, funktionalisiert, vom rechten Pfad abgekommen, ...

... moralisch fragwürdig, irgendwie schmutzig. Auch das macht das Spiel so glaubhaft.

Erschienen für PC, PS3 und X360, ab 45 Euro (Arkane Studios / Bethesda / ZeniMax)

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