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Donnerstag, 29. Juni 2017

Zehn Jahre ein Verkaufsschlager: So hat sich das iPhone entwickelt

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Am 9. Januar 2007 stellte Steve Jobs das erste iPhone auf der Macworld Conferenz im Moscone Center in San Francisco vor. (Foto: REUTERS)

Am 9. Januar 2007 stellte Steve Jobs das erste iPhone auf der Macworld Conferenz im Moscone Center in San Francisco vor.

Am 9. Januar 2007 stellte Steve Jobs das erste iPhone auf der Macworld Conferenz im Moscone Center in San Francisco vor.

Es war eine legendäre Show und die Präsentaion von Jobs ging in die Geschichte ein.

Er wirkte cool und locker, obwohl er eigentlich ein Gerät präsentierte, das noch gar nicht fertig war.

Er musste die Funktionen in einer ganz bestimmten Reihenfolge zeigen, sonst hätte die iPhone-Premiere in einer Katastrophe geendet.

Beispielsweise konnte er eine E-Mail verschicken und dann im Internet surfen. In umgekehrter Reihenfolge neigte das iPhone dazu, abzustürzen.

Er hat's bravourös gemeistert und die Fans waren gierig, das Gerät in die Hände zu bekommen.

Doch sie mussten noch eine ganze Weile warten, bevor das iPhone in die Apple Stores kam.

Kurz bevor es so weit war, wurden sie noch mit TV-Spots heiß gemacht ...

... und weil sie unbedingt zu den Ersten gehören wollten, die das iPhone in den Händen halten, ...

... kampierten viele Fans vor den Apple Stores.

So etwas hatte die Welt noch nicht gesehen: Menschen, ...

... die auf der Straße übernachteten, ...

... um ein Handy zu kaufen.

"Warum warten sie auf das iPhone?" Weil es zu meinem Stil passt!" "Aha."

Okay, nicht jeder in der Schlange wollte das iPhone, ...

... aber das war nur eine Minderheit.

Die große Mehrheit der Wartenden wollten das iPhone haben und nie wieder hergeben.

Das war vorerst aber nur in den USA möglich.

Nach Europa kam das iPhone erst am 9. November. Ruth Moschner galt damals übrigens noch als TV-Sternchen.

Keine schöne Jahreszeit für Warteschlangen. Brrr!

Da hatten es die Amis schon wesentlich angenehmer.

So kann man's aushalten.

Die ganz vorne in den Schlangen ...

... durften dann als erste jubeln.

Die Apple-Store-Mitarbeiter hatten echt Stress.

Und dann auch noch dieses anstrengende Geklatsche.

Egal, Hauptsache die Kasse klingelte ...

... und die Fans waren glücklich.

Sie hatten es geschafft, ...

... ihnen gehörte jetzt ein iPhone.

Zwar klagten die ersten Besitzer über verstopfte Netze.

Kein Wunder, denn das erste Apple-Gerät unterstützte noch nicht einmal den Funkstandard UMTS (3G), ...

... sondern musste sich mit EDGE (2,5G) begnügen.

Doch Konzept und Design überzeugten die Kundschaft.

Das iPhone wurde ein Verkaufsschlager.

Ein Jahr später legte Apple nach und spendierte dem iPhone eine schnellere 3G-Funkverbindung.

Mit dem iPhone 3GS startete Apple 2009 die Tradition, kleinere Modellveränderungen mit einem angehängten Buchstaben S zu kennzeichnen.

Erst mit dem iPhone 4 wagte Apple 2010 wieder einen größeren Schritt nach vorne. Das radikal neue Design überzeugte die Kunden vor allem wegen des hoch auflösenden Bildschirms.

Es führte aber auch zum ersten größeren iPhone-Skandal, der in die Technikgeschichte als "Antennagate" eingegangen ist.

Der Edelstahl-Rahmen des Smartphones diente nämlich auch als Mobilfunkantenne. Viele Menschen deckten sie beim Telefonieren versehentlich mit der Hand ab und so konnte sich der Empfang verschlechtern.

Jobs stritt in einer eilig einberufenen Pressekonferenz das Problem ab und offerierte den Versand kostenloser Handy-Schutzhüllen an Betroffene.

Das iPhone 4 wurde schließlich zum Megaseller und sorgte dafür, dass Apple sich zum wertvollsten Unternehmen der Welt entwickelte.

"Antennagate" war bei der Vorstellung des iPhone 4s kein Thema mehr.

Steve Jobs starb einen Tag nach der Präsentation des Gerätes, am 5. Oktober 2011.

Mit dem iPhone 5 verabschiedete sich Apple vom 3,5-Zoll-Display und ließ den Bildschirm auf 4 Zoll anwachsen.

Das iPhone 5c war Apples mehr oder weniger gelungener Versuch, mit bunten Plastik-Versionen des Kult-Smartphones jüngere und weitere Käufergruppen hinzuzugewinnen.

Ein gutes Beispiel für oft unterschätzte S-Updates: Der Fingerabdrucksensor des iPhone 5s im Home-Button war 2013 wegweisend für die Smartphone-Branche.

Ein Jahr später gab Apple dem Trend nach noch größeren Bildschirmen nach und stellte erstmals zwei Geräte vor: das iPhone 6 mit 4,7-Zoll-Display und das iPhone 6 Plus mit 5,5-Zoll-Display.

Mit den 6s-Modellen kam 2015 3D-Touch aufs iPhone, bei dem das Display nach einem stärkeren Druck ein Zusatzmenü anzeigt.

Weil viele Nutzer wieder nach kleineren Smartphones verlangten, brachte Apple im März 2016 das iPhone SE heraus. Bei ihm steckt größtenteils die Hardware des 6s in einem 5er-Gehäuse.

Das aktuelle iPhone-7-Duo weist drei große Neuerungen auf: Die Geräte sind wasserdicht, Apple hat die Klinkenbuchse abgeschafft und das große Plus hat eine Dual-Kamera. Was kommt wohl als nächstes?

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