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Pausen kommen extra teuer: So viel Strom verbrauchen iPhone und Co.

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Strom wird immer teurer. In den vergangenen 6 Jahren stieg der Strompreis für private Haushalte in Deutschland durchschnittlich um 38 Prozent. (Foto: AP)

Strom wird immer teurer. In den vergangenen 6 Jahren stieg der Strompreis für private Haushalte in Deutschland durchschnittlich um 38 Prozent.

Strom wird immer teurer. In den vergangenen 6 Jahren stieg der Strompreis für private Haushalte in Deutschland durchschnittlich um 38 Prozent.

Im Herbst 2014 lag der Strompreis bei 29,4 Cent pro Kilowattstunde (kWh). 2015 sollen die Preise zwar sinken, profitieren wird davon aber wohl nur rund ein Drittel der deutschen Stromkunden.

Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft verbraucht ein Einpersonenhaushalt im Durchschnitt 2050 kWh pro Jahr, das entspricht rund 600 Euro. Ein Dreipersonenhaushalt verbraucht Strom für rund 1190 Euro (4050 kWh).

Um die Kosten im Griff zu behalten, muss man Großverbraucher erkennen ...

... und notfalls den Stecker ziehen.

Gehören Smartphones auch dazu? Schließlich hängen sie täglich mehrere Stunden am Ladegerät.

Und wie viel Strom verbrauchen all die anderen elektronischen Gadgets, die aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind?

In Umfragen haben viele Verbraucher die jährlichen Kosten für ein Smartphone auf 100 Euro oder mehr geschätzt.

Tatsächlich kostet es weniger als zwei Euro im Jahr, sein Smartphone täglich aufzuladen.

Das Samsung Galaxy S5 zum Beispiel verbraucht bei einer kompletten Ladung 10,78 Wattstunden (Wh). Im Jahr wären das bei einer täglichen Komplettladung rund 3,9 kWh und damit rund 1,16 Euro pro Jahr.

Das iPhone 6 Plus verbraucht etwas mehr als das Samsung-Gerät, das iPhone 6 ist mit seinem kleineren Akku ein bisschen sparsamer: Eine volle Ladung pro Tag kostet nur rund 75 Cent im Jahr.

Beim Laden über ein Netzteil fallen zwar immer auch Verluste an, der Energiebedarf steigt dadurch. Die Energieeffizienz moderner Geräte ist aber recht hoch und liegt zum Beispiel beim Netzteil des iPhone 6 bei 74 Prozent.

Da die Geräte außerdem nur selten komplett leer an die Strippe kommen und nicht jeden Tag voll aufgeladen werden, zahlen die meisten Nutzer noch weniger.

Smartwatches haben wesentlich weniger Akkukapazität als Smartphones, entsprechend ist auch der Energieverbrauch geringer. Für eine volle Ladung des Akkus braucht die Asus Zenwatch nur 0,13 Wh - das entspricht bei täglicher Ladung rund 0,5 kWh pro Jahr und damit nur 15 Cent.

Die Pebble Steel muss nur alle 5 Tage aufgeladen werden. Im Jahr kostet das gerade einmal 1 Cent.

Erstaunlich, oder?

Tablets sind zwar deutlich größer, aber ebenfalls auch keine Großverbraucher. Ihr Anteil an der jährlichen Stromrechnung beträgt unter vier Euro.

Das iPad Air 2 zum Beispiel verbraucht pro Ladung 27 Wh und kann damit schon für rund 3 Euro pro Jahr täglich einmal komplett aufgeladen werden.

Laptops sind da schon etwas energiehungriger. Sie kosten aber auch kaum mehr als zehn Euro pro Jahr, wenn man sie täglich vier Stunden lang nutzt.

Sparsamere Chips drücken die Kosten bei manchen Laptops sogar fast in den Tablet-Bereich.

Genügsame Desktop-Rechner verbrauchen bei einem täglichen Einsatz von vier Stunden etwa 50 Kilowattstunden im Jahr, was knapp 15 Euro entspricht.

Computerspieler, die ihre Kisten auf Höchstleistung trimmen, erhöhen bei täglicher Nutzung von 4 Stunden mit ihrem PC die Stromrechnung dagegen locker um 80 bis 90 Euro.

Wer kein Geld verschwenden möchte, sollte die PC-Leistung immer seinen Bedürfnissen anpassen.

Rund ein Viertel des Stromverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts geht auf das Konto von Fernsehern und Computern. Doch auch TV-Geräte sind längst nicht mehr so kostspielig im Unterhalt, wie viele glauben.

Die Bildschirme werden immer größer, doch der Verbrauch sinkt. Das Öko-Institut hat ermittelt, dass ein sparsames Gerät (A+) mit 80-Zentimeter-Diagonale 60 Kilowattstunden jährlich verbraucht, wenn es täglich vier Stunden läuft. Kosten: knapp 18 Euro.

Mit Effizienzklasse B steigt der Verbrauch auf rund 23 Euro im Jahr, ältere Fernseher fressen für etwa 40 Euro Strom.

Auch bei Spielekonsolen hat sich einiges getan.

Wer beispielsweise mit der acht Jahre alten PS3 "Fat" täglich fünf Stunden zockt, muss laut PlayStation-Forum rund 85 Euro im Jahr berappen.

Mit der PS3 Slim aus dem Jahr 2011 sinken die Kosten auf weniger als die Hälfte.

Änlich sieht's bei der Xbox 360 aus. Ältere Modelle schlagen mit rund 73 Euro zu Buche, ...

... die Slim kostet lediglich 36 Euro im Jahr.

Die neuen Generationen sind aber leider wieder hungriger, weil die Konsolen deutlich leistungsfähiger als ihre Vorgänger sind.

Angeblich verbrauchen die Geräte zwei bis drei Mal mehr Strom. Besonders ärgerlich: 40 Prozent davon sollen im Standby-Modus verschleudert werden. Bei der PS4 maß eine US-Umweltorganisation 8,5 Watt, ...

... bei der Xbox One mit angeschlossener Kinect sogar 15,7 Watt. Auch beim Film-Streamen sollen die Konsolen viel zu verschwenderisch sein.

Grundsätzlich gilt: Wird ein Gerät länger nicht genutzt - Stecker raus. Denn dann ist Standby immer Geldverschwendung.

Bei einem Stromverbrauch von 3000 kWh pro Haushalt und Jahr entfallen allein rund 760 kWh auf Geräte aus der Kategorie TV/Audio und Büro – dazu zählen Fernseher und Stereoanlagen, aber auch Faxgeräte, Modems, Router und Drucker, die besonders häufig im Standby-Modus sind.

Der Elektro-Verband VDE gibt an, dass alleine eine Hifi-Anlage, die eine Standby-Leistung von 10 Watt hat, bei 20 Stunden täglicher Bereitschaft im Jahr 50 kWh verbraucht. Das entspricht rund 15 Euro.

Kühl- und Gefriergeräte werden immer sparsamer. Geräte der Energieklasse A+++ verbrauchen rund 70 Prozent weniger als Altgeräte mit dem Baujahr 2000 und nur die Hälfte eines A+-Geräts.

Eine effiziente Kühl- und Gefrierkombination kostet pro Jahr rund 36 Euro, das sind 80 Euro weniger als ein Altgerät.

Wer den Verbrauch seiner Geräte selbst ausrechnen möchte, geht wie folgt vor:

Auf jedem elektronischen Gerät findet sich hinten die Leistungsangabe in Watt (W). Um den jährlichen Stromverbrauch in kWh auszurechnen, multipliziert man die Wattzahl mit den durchschnittlichen Nutzungsstunden sowie den Nutzungstagen und teilt das Ergebnis durch 1000. (W x Stunden x Tage/1000 = Stromverbrauch).

Übrigens: Wenn die Nennleistung nicht angegeben ist, lässt sie sich aus dem Angaben zu Volt (V) und Ampere (A) ermitteln: Watt = Volt x Ampere.

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