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Ein Rollenspiel ist für viele Entwickler ein Problem. Die zu beachtenden Details sind schier endlos, der Erfolg ungewiss.
Bei Skyrim, dem fünften Teil der Videospiel-Reihe "Elder Scrolls", war das anders.
Schon die gemalten Bilder für die Kultreihe riefen bei Spielern sehnsüchtiges Jauchzen hervor.
Die Gewissheit war da: Bethesda lag bislang immer richtig mit ihren Elder-Scrolls-Konzepten.
Im Jahr 1994 kam der erste Teil auf den Markt - ohne "Pen & Paper"-Vorlage, wie etwa die drei legendären "Eye of the Beholder"-Titel von 1990 bis 1993, denen Dungeons & Dragons als Basis diente.
Bethesda schuf eine eigene Welt und darin den Kontinent Tamriel.
Im eisigen Norden der Landmasse liegt die Region Skyrim, Himmelsrand.
Rund 300.000 Spieler zugleich lockte das Rollenspiel am Tag der Veröffentlichung an den PC.
Ein einsamer Rekord - der davor bestehende lag bei einem Drittel davon.
Der König ist tot, ermordet. Streit bricht aus, ob die Provinz Teil des Imperiums bleiben soll. Doch das ist nicht das lebensbedrohende Problem der Bevölkerung.
Die Drachen sind zurück. 200 Jahre nach den Vorkommnissen des vierten Teils, Oblivion, sind die vermeintlichen Fabelwesen eine Plage. Jahrhunderte lang galten sie als ausgestorben.
Ihr Auftauchen ist zum Teil in Echtzeit berechnet. Doch zu Beginn der Geschichte von Elder Scrolls V ist der Angriff eines riesigen Lindwurms die Rettung des Spielers.
Eigentlich ist er auf dem Weg zu seiner Hinrichtung - doch findet sich nach dem Kampf gegen das Monster in Freiheit wieder.
Die Weite der Spielwelt, das ist eine der großen Stärken von Skyrim.
Andere Titel schwächeln hier häufig oder bieten nur eine Handlung wie auf Schienen. Ohne die Möglichkeit für den Akteur, ...
... andere Dinge auszuprobieren, wie bei der individuellen Erstellung der eigenen Figur.
Dabei verzichtet Skyrim auf Klassen mit definierten Fertigkeiten und überlässt es dem Spieler, in welche Richtung er seine Figur entwickeln will.
Und in welcher Gestalt. Auch Hochzeiten über ethnische Grenzen hinweg sind möglich.
Wie in anderen Fantasy-Rollenspielen ist Magie ein wichtiges Element, ...
... und der Nahkampf ohnehin.
Die Erkundung des Kontinents ist entweder in erster oder dritter Person möglich. Inzwischen haben findige Spieler entdeckt, ...
... dass auch andere Provinzen Tamriels, Morrowind und Cyrodiil, dem Schauplatz von Oblivion, im Spiel enthalten sind - wenn auch nicht spielbar und mit wesentlich weniger Detailreichtum.
Neben weitläufigen Landschaften, durch die der Spieler stundelang laufen kann, ohne eine Stelle zweimal zu sehen, gibt es auch Städte - und damit viele Aufgaben.
Der Spieler gehört zu den sogenannten Drachenblütern, der gegen die gefährlichen, feuerspeienden Riesen die Oberhand behalten kann.
Also wird er derjenige, der Himmelsrand von der Heimsuchung befreien soll. Um den Hauptwidersacher Alduin zu vernichten, muss sich der Spieler auch zeitweise mit einem Drachen arrangieren, ...
... auf dessen Rücken er übers Land reist. Laut Prophezeiung wird der riesige Drachengott den Kontinent Tamriel vernichten - deshalb auch das plötzliche Auftauchen seiner Untergebenen, die ihm offenbar dabei helfen.
Der Spieler soll das verhindern ...
... und kämpft sich durch das unwirtliche Nordland des Kontinents.
Er trifft auf Riesen ...
... oder Yeti-ähnliche Wesen. Waffen und Ausrüstung nutzen nicht mehr ab oder werden irgendwann unbrauchbar - auch das ist in Skyrim neu.
Weniger Gegner stellen sich dem Spieler deshalb nicht in den Weg.
Die Kämpfe, gepaart mit dem Freiheitsgefühl bei der Erkundung und der Vielseitigkeit der Figurgestaltung - das macht das fesselnde Abenteuer in Himmelsrand zu einem der besten Spiele des Jahres. Mindestens.
Und: The Elder Scrolls V: Skyrim ist für lange Winterabende in der passenden Klimazone angesiedelt.
Das Spiel ist dür PC, X360 und PS3 erschienen, erhältlich ab 45 Euro.
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