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"Color"-Ausstellung in Berlin: Aber bitte mit Farbe!

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Schwarz-Weiß-Bilder haben ihren ganz besonderen Reiz. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Schwarz-Weiß-Bilder haben ihren ganz besonderen Reiz.

Schwarz-Weiß-Bilder haben ihren ganz besonderen Reiz.

Farbfotografien auch.

Das beweist die Gruppenausstellung "Color" in Berlin mit teils schrillen, ...

... teils dezenteren Farben, aber nicht weniger wirksamen Motiven.

In über 100 Bildern geben die Kuratoren einen Einblick in die Entwicklung der Farbfotografie, ...

... die sich in den 1930er Jahren zuerst in der Mode- und Werbefotografie etablierte und dort auch heute noch einen ihrer größten Effekte erzielt.

So zum Beispiel bei Russell James. Der Hauptfotograf für "Victoria's Secret" arbeitet mit weltberühmten Models, wie Karolina Kurkova, zusammen und inszeniert sie in glitzernden, knappen Outfits, …

… während sie sich gerne mal vor einer funkelnden Großstadtsilhouette räkeln.

Nicht weniger sexy, dafür um einiges bunter geht es bei Albert Watson zu.

Der Hoffotograf von Marokkos König Mohammed VI. ist vielseitig unterwegs, neben seinen Marokko-Bildern zählen Tieraufnahmen ...

... und eine Las Vegas-Serie zu seinen bekanntesten Arbeiten.

Auch Michel Comte verwendet die Farbe als dominierendes Mittel. Er bettet die Motive in großflächige Farbebenen ein und zaubert dadurch eine ganz eigene Ästhetik, ...

... mit der er auch Carla Bruni ins bunte Licht rückt - aufgenommen übrigens vor ihrer Heirat mit dem französischen Ex-Präsidenten Sarkozy in ihrer "wilden Zeit" als Model.

Apropos wild: Der Fotograf Luciano Castelli, einer der Hauptvertreter der Künstlergruppe "Neue Wilde", setzt sich selbst in Szene - als Indianer.

Der teilweise fast grelle Einsatz von Farbe in der Fotografie ist nicht zuletzt auf den Einfluss der Pop Art zurückzuführen. Deswegen darf Andy Warhol, die Ikone dieser amerikanischen Kunstrichtung, natürlich nicht fehlen - abgelichtet von Thomas Hoepker in seinem New Yorker Atelier, der "Factory".

Auch der kanadische Architekturfotograf Robert Polidori berauscht sich an Farben. Und das in einem besonders eleganten Ambiente: Er sucht sich seine Motive, zum Beispiel das Zimmer von Napoleon Bonapartes Ehefrau Marie-Louise, im Schloss Versailles.

Die Bilder entstanden während der aufwändigen Renovierungsarbeiten, die seit 2003 durchgeführt werden.

Auf den ersten Blick geht es auch bei Jean-Baptiste Huynh etwas unaufgeräumt zu. Seine Stillleben sind allerdings bis ins letzte Detail arrangiert und rücken vor schwarzem Hintergrund die Farblichkeit der Objekte in den Fokus.

Es müssen aber nicht immer grelle Farben sein, die dem Betrachter entgegenspringen, wie ein Städtepanorama von Jerusalem ...

... und eine ostalgisch angehauchte Parkplatzsuche zeigen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 1. Dezember 2012 in der CWC Gallery im Gebäude der ehemaligen jüdischen Mädchenschule in Berlin zu sehen. (kse)

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