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Goodbye, 007!: Abschied von Roger Moore

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Mit trockenen Martinis kannte sich Roger Moore bekanntlich bestens aus. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Mit trockenen Martinis kannte sich Roger Moore bekanntlich bestens aus.

Mit trockenen Martinis kannte sich Roger Moore bekanntlich bestens aus.

Dazu passte ebenso sein trockener Humor - wie hier 1961 in jüngeren Jahren mit seiner zweiten Ehefrau Dorothy Squires ...

... oder auch im höheren Alter wie hier im Mai 2015 mit seiner vierten Gattin Christina Tholstrup.

Als Moore etwa 2003 nach der Einpflanzung eines Herzschrittmachers gefragt wurde, was sich in seinem Leben verändert habe, erklärte er nur: "Ich ...

... gebe inzwischen mehr Geld für Batterien aus."

Das konnte er sich wohl leisten: Moores insgesamt sieben "James Bond"-Filme haben mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt.

Lange Zeit war der am 14. Oktober 1927 geborene Moore der bestbezahlte Schauspieler Großbritanniens.

Zweifellos haben ihm dazu auch seine legendären Augenbrauen verholfen.

Moores "Fähigkeit, eine davon hochzuziehen und dabei von verschiedenen Winkeln aus amüsiert zu wirken", habe seine Karriere maßgeblich gefördert, spottete einst das britische Männermagazin "Loaded".

Zugleich aber erklärte es den im einfachen Londoner Viertel Stockwell aufgewachsenen Sohn einer Hausfrau und eines Polizisten 1999 zum "Greatest Living Englishman".

Lange stand der Nachfolger von Sean Connery in dem Ruf, keine Affäre, keine Balgerei und keinen Drink auszulassen.

Selbst seine standfestesten Kollegen soll Moore unter den Tisch getrunken haben - und trotzdem am nächsten Morgen pünktlich und gut gelaunt am Set erschienen sein.

Aber das sind freilich Geschichten, die lange zurückliegen.

Später nannte Moore, ...

... der sechs Filme in Folge den Geheimagenten 007 verkörperte, ...

... bei der Frage nach seinen Leidenschaften nicht etwa "Girls", ...

... oder gar Whisky, sondern "schwarze Schokolade und Kaffee-Eis". Hin und wieder ...

... gönne er sich mit Gattin Tholstrup überdies ein Gläschen Champagner, gestand der Schauspieler.

Moore und die Dänin hatten 2002 geheiratet. Seither lebten die beiden ...

... in der Schweiz und in Monaco. Doch auch ...

... als Moore 2007 in Hollywood mit einem Stern auf dem Walk Of Fame geehrt wurde, war sie selbstredend an seiner Seite. Außer mit Tholstrup ...

... und der bereits erwähnten Sängerin Dorothy Squires (im Bild), mit der er von 1953 bis 1968 verheiratet war, ging Moore noch mit zwei weiteren Frauen den Bund der Ehe ein. Schon 1946 trat er mit seiner Jugendliebe Doorn van Steyn vor den Traualtar. 1953, kurz vor dem Eheschluss mit Squires, ließ er sich von ihr scheiden. Moores ...

... dritte Gattin war die Italienerin Luisa Mattioli. Die Ehe mit ihr hielt von 1969 bis 1996. Zugleich ...

... war es die einzige Verbindung des Schauspielers, aus der Kinder hervorgehen sollten. Mit Mattioli ...

... bekam er Tochter Deborah sowie die Söhne Geoffrey (l.) und Christian. Hier sind sie alle auf einem Foto von 2007 mit Tholstrup zu sehen.

Wie man sich die alten Tage eines Mannes vorstellen darf, ....

... der 1973 in "Leben und sterben lassen" seinen ersten und ...

... 1985 in "Im Angesichts des Todes" seinen letzten 007-Streifen drehte, schilderte Moore einmal der Londoner "Times": ...

... Von Durchschlafproblemen ("Mir geht immer viel zu viel durch den Kopf") ...

... und dem Halten einer Diät ("Zum Frühstück gibt es nur Früchte, Tee und Blütenpollen") mal abgesehen, lebte es sich als 007-Pensionär wohl ganz ordentlich. So fand Moore 2009 auch die Zeit, ...

... seine Autobiografie unter dem Titel "Mein Name ist Bond ... James Bond" zu veröffentlichen. Natürlich war das schon eine ziemliche Verkürzung seines Schaffens. Denn auch ...

... wenn alle Welt ihn mit der Paraderolle des Geheimdienstagenten im Dienste ihrer Majestät verbindet, ...

... so wirkte Moore doch auch noch in vielen weiteren Kinofilmen (wie hier 1977 in "Die Wildgänse kommen") und Fernsehproduktionen mit. Unvergessen ...

... bleibt etwa die Serie "Die Zwei", in der Moore an der Seite von Tony Curtis auch sein komödiantisches Talent unter Beweis stellen durfte.

Privat besaß Moore eine riesige Videosammlung, ...

... wobei ausgerechnet der Ex-007 erklärte, keine Streifen mit grober Gewalt und allzu deutlichem Sex zu mögen. Als seinen Lieblingsfilm ...

... bezeichnete er dagegen den Historienschinken "Lawrence von Arabien". Auch ...

... mit Schusswaffen wusste Moore privat nichts anzufangen. Sie jagten ihm dagegen regelrecht Angst ein. Stattdessen ...

... wollte er sich lieber sinnvoll engagieren. Viele Jahre war Moore ...

... Sonderbotschafter des Kinderhilfswerks Unicef. Das sei ...

... das Wichtigste, was er überhaupt getan habe, erklärte er.

Für sein soziales Engagement ernannte ihn die Queen, in deren geheimen Diensten er so oft auf der Leinwand stand, zum Ritter.

In Interviews präsentierte sich Moore bis ins hohe Alter hinein weiter als ein britischer Meister der Selbstironie. So erklärte er etwa auch, ...

... er habe sich bei Bettszenen doubeln lassen. Es sei ...

... ihm peinlich gewesen, dass Filmgeliebte seine Töchter hätten sein können, so der "Älteste aller 007". Als Moore ...

... die Rolle übernahm, war er 46. Mit ...

... 58 gab er sie ab.

1993 hatte Moore eine Erkrankung an Prostatakrebs noch erfolgreich überstanden. Doch nun, ...

... 24 Jahre später und mit stolzen 89 Jahren konnte der Schauspieler den Kampf wohl nicht noch einmal aufnehmen. Er sei ...

... nach kurzer Krebserkrankung gestorben, teilte seine Familie mit. Goodbye, 007! Wir werden ...

... dich gern als James Bond, ...

... aber auch als Mensch in Erinnerung behalten.

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