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Der laut einer Umfrage beliebteste Schauspieler des deutschen Films feiert Geburtstag: Mario Adorf. Dabei ist der Jubilar weit mehr als "nur" ein Filmschauspieler.
Er ist Sänger, ...
... Autor, ...
... Karnevalsclown, ...
... Theaterschauspieler ...
... und Bartträger des Jahres 2008.
Adorf schwebt einfach über allen. Seine Beliebtheit bei ...
... den Mächtigen, ...
... den Schönen ...
... und den Massen ist scheinbar grenzenlos. Doch Adorf war nicht immer so ein Glückskind.
Der uneheliche Sohn eines italienischen Chirurgen und einer deutschen Arzthelferin wurde von seiner Mutter in dem Eifelstädtchen Mayen großgezogen, deren Ehrenbürger Adorf heute ist.
Als Jugendlicher vertrieb er sich die Zeit auf dem Fußballplatz, Position: Torwart (allerdings nicht der im Bild). Lederbälle und Sportkleidung waren Mangelware, der junge Adorf fuhr mit seiner Mannschaft auf rußenden Lastwagen zu den Auswärtsspielen. Nach dem Abitur ...
... studierte Adorf zunächst in Mainz, später in seiner Geburtsstadt Zürich. Währenddessen arbeitete er für das Theater und brach bald sein Studium ab, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen. Nach einer Ausbildung an einer Münchener Schauspielschule und einem Engagement an den Kammerspielen (im Bild) gelang Adorf der große Durchbruch mit ...
... Robert Siodmaks Film "Nachts, wenn der Teufel kam" aus dem Jahr 1957. Adorf spielte den brutalen Massenmörder so gut, dass er fortan vor allem als Bösewicht engagiert wurde. 1960 war er ...
... gemeinsam mit Ingrid von Bergen in dem Gangsterstreifen "Bumerang" zu sehen. In seiner Rolle als "Santer" ...
... erschoss er Winnetous Schwester im ersten Teil der legendären Trilogie. In den sechziger Jahren ...
... spielte Adorf vor allem in ausländischen Filmen. Das Sprachtalent stand in Hollywood, Italien und Frankreich vor der Kamera. Um ein Haar hätte Adorf sogar ...
... in "Der Pate" mitgewirkt. Aber als Regisseur Francis Ford Coppola bei Adorf anfragte, bestand dieser darauf, Sonny Corleone zu mimen, obwohl dessen Rolle bereits vergeben war. Dem deutschen Film wandte sich Adorf erst wieder ...
... Mitte der siebziger Jahre zu. In "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" war er Kommissar Beizmenne und in ...
... der oscarprämierten Verfilmung der "Blechtrommel" stellte er Alfred Mazerath dar. Adorf war sich aber auch für Fernsehproduktionen nicht zu schade.
Er trat in Helmut Dietls ARD-Serie "Kir Royal" auf und spielte 1993 den Patriarchen in "Der große Bellheim" (im Bild). Wenige Jahre später ...
... erschien der fünfteilige Fernsehthriller "Der Schattenmann" von Dieter Wedel, in dem neben Adorf unter anderem Stefan Kurt und Jennifer Nitsch mitspielten.
In "Alles nur Tarnung" trat Adorf neben Ben Becker auf. Eine Nebenrolle kam Adorf in dem deutsch-skandinavischen Film ...
... "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" zu. Wie auf den Leib geschneidert war ihm ...
... die Rolle des Bausenators Walter Wegener in "Die Affäre Semmeling" von Regisseur Dieter Wedel (im Bild) 2002.
Adorf (hier neben Iris Berben) bringt es in seiner Karriere auf bislang mehr als 120 Filme, für die er ...
... zahllose Auszeichnungen erhielt, darunter ...
... der Deutsche Filmpreis, der Bundesfilmpreis, der Adolf-Grimme-Preis, die Goldene Kamera, der Bayrische Fernsehpreis und der Bambi (im Bild). Trotz seiner Erfolge ...
... hat er noch einen unerfüllten Traum: Seit Jahren kämpft er darum, einmal Karl Marx zu spielen - bisher vergeblich. Stattdessen ...
... schlüpfte er jüngst wieder in eine Paraderolle: In "Der letzte Patriarch" ist er an der Seite von Hannelore Elsner zu sehen. Apropos Patriarch: Adorf kann ...
... ganz schön austeilen - auch verbal: "Zuerst hat man eine Frau im Herzen, dann auf den Knien, dann im Arm und dann am Hals", lautet einer seiner Macho-Sprüche. Dabei ist der Grandseigneur ...
... für Schauspielerverhältnisse eigentlich privat recht brav. Mit seiner zweiten Frau Monique ist Adorf seit 25 Jahren verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit der Schauspielerin Lis Verhoeven stammt seine Tochter Stella. Über den Bund des Lebens ...
... sagte Adorf einmal: "Es gibt kein Rezept für eine glückliche, funktionierende Ehe. Nur einfach Liebe." Das klingt doch schon versöhnlicher. Der Halbitaliener ist eben einfach ...
... ein nachdenklicher Mensch. Auch sein Nachruhm beschäftigt ihn. Wenn von seinen Filmen, so Adorf, eine Handvoll in Erinnerung blieben, wäre er bereits zufrieden. Dabei hat er doch ...
... noch jede Menge Zeit, an seinem Erbe zu arbeiten. Noch wirkt der sportbegeisterte Adorf jedenfalls sehr fit. Ein paar Lieder, Bücher und Filme werden schon noch möglich sein. In diesem Sinne ...
... alles Gute zum Achtzigsten, Herr Adorf. Wir trinken ein Gläschen ...
... auf Ihr Wohl.
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