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Wir befinden uns im Jahr 1959 n. Chr., und die Römer haben sich schon seit längerer Zeit aus dem ehemaligen Gallien zurückgezogen.
Zwei Freunde, der Comic-Autor René Goscinny, ...
... und der Illustrator Albert Uderzo kreieren in einem Pariser Bistro (jaja, einer ehemaligen Taverne in Lutetia!) einen neuen Nationalhelden. Das Ganze geschieht innerhalb von 15 Minuten. "Wenn wir unseren Erfolg geahnt hätten, hätten wir uns vielleicht etwas mehr Zeit gelassen", sagt Uderzo heute.
Doch der Würfel war gefallen. Asterix war geboren ...
... und mit ihm sein dickster Freund: Obelix.
Wobei - das versteht sich von selbst - Obelix nicht dick ist.
Er ist nur nicht so verkümmert wie die anderen Gallier.
Julius Caesar ist ein guter Bekannter der beiden.
Wie wir wissen, kam Caesar, sah und siegte. Und das in ganz Gallien.
In ganz Gallien? Nein! Schließlich leben Asterix und Obelix in einem von unbeugsamen Galliern bevölkerten Dorf, welches dem römischen Eindringling erfolgreich Widerstand leistet.
Kein Wunder, denn den Tapferen hilft das Glück. Oder ihr Druide. Der nämlich ist in der Lage, einen Zaubertrank zu brauen, der übermenschliche Kräfte verleiht.
Nur einer hat diesen Trank nicht nötig: Obelix. Er ist so stark, dass er ...
... Hinkelsteine tragen kann.
Selbst bei gelegentlichen Anflügen von Schwäche bleibt es ihm verwehrt, von dem Gebräu zu kosten. Denn, wer als Kind in den Kessel gefallen ist ... Sie kennen die Geschichte.
So fürchten die Gallier aus dem idyllischen Dorf in Aremorica ...
... nichts weiter, als dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte.
Und wenn es dort wieder einmal geruhsam ...
... und beschaulich zugeht, ...
... - für manche zu geruhsam ...
... und zu beschaulich ...
... - viel zu beschaulich sogar -, ...
... dann nutzen die Dörfler gern jede Gelegenheit, um die Römer das Fürchten zu lehren. Denn in einem sind sich die Gallier einig: ...
... Die spinnen, die Römer!
Mit dem "Dorf der Verrückten" und den Abenteuern, die Asterix und Obelix gemeinsam bestehen, haben Goscinny und Uderzo (im Bild) ein Denkmal errichtet, dauerhafter als Erz.
Allein bis 1977, dem Jahr in dem Goscinny starb, ...
... veröffentlichte das rastlose Duo 22 Alben.
Inzwischen sind es 33, und Uderzo hört nicht auf, die tapferen Gallier durch die Welt schicken.
Am 25. April 2007 feierte der Grandseigneur des europäischen Comics seinen 80. Geburtstag.
"So lange ich noch kein Bein im Grab habe, mache ich weiter", sagt Uderzo.
"Asterix und Obelix sind Teil meines Lebens. Es sind meine Kinder, die mich zudem gut ernähren." (Denn, wie Asterix einmal erklärt: Mit Sesterzen kann man Zwiebelsuppe kaufen!)
Die Sippe um Asterix hat die beiden Comic-Autoren zu Millionären gemacht. Weit mehr als 320 Millionen Exemplare der Gallier-Geschichten sind bis heute verkauft worden.
Der gallische Witz ist in rund 100 Sprachen und ...
... Dialekte übersetzt worden. So gibt es zum Beispiel Ausgaben auf Hamburgisch, ...
... Platt, ....
... Berlinerisch, ...
... Bayerisch, ...
... Alemannisch und ...
... Saeggssch.
Nach dem Tod Goscinnys setzte Uderzo, der übrigens als Sohn eines französischen Geigenbauers im französischen Fismes geboren wurde, ...
... das Gallier-Unternehmen als Texter und Zeichner alleine fort - jedoch in einem langsameren Rhythmus.
"Natürlich fällt mir das Zeichnen leichter als das Texten", sagt Uderzo.
"Immerhin greife ich nun schon seit 62 Jahren zum Zeichenstift."
Schon als Kind träumte Uderzo davon, Comic-Zeichner zu werden. "In meinen Tagträumen sah ich mich im Disney-Studio neben Mickey sitzen." Heute ist Uderzo jedoch froh, nicht in den amerikanischen Studios gelandet zu sein.
"Ich liebe meine Unabhängigkeit - so wie Asterix."
Uderzo wurde zum erfolgreichsten lebenden Comic-Zeichner - ....
... und das, obwohl er rot-grün-blind ist.
Auf ganz simple Art und Weise gelang es ihm schon als Junge, mit der Fehlsichtigkeit umzugehen: Er markierte seine Stifte und nummerierte die Farbtuben.
Das Zeichentalent scheint Uderzo in die Wiege gelegt zu sein, ...
... denn zu keiner Zeit besuchte er eine Kunstakademie.
Nein, ein Zaubertrank ist da nicht im Spiel. "Ich kenne das Rezept für einen Zaubertrank nicht", sagt der Zeichner.
"Meine Kraft kommt aus dem Vergnügen und der Leidenschaft, die ich für meinen Beruf habe. Es ist wahr, ich bin in einem fortgeschrittenen Alter und könnte langsam daran denken, mich zur Ruhe zu setzen. ...
... Aber ich fühle, dass ich noch nicht das Recht habe, mich zur Ruhe zu setzen. Ich möchte noch weitermachen mit dem Zeichnen, wenn das möglich ist, und zwar solange es meinen Lesern gefällt."
Und - beim Teutates! - wir sind gespannt auf das nächste Abenteuer der beiden Gallier.
Die letzten Vorbereitungen rasch getroffen, ...
... und los geht's!
Lasst uns feiern! Lasst uns fröhlich sein!
"Für mich gehört zum Geburtstag ein Bankett wie die Faust auf das Auge eines Römers!", sagt Obelix. Nun denn ... Bon anniversaire, Monsieur Uderzo!
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