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Sonntag, 20. August 2017

Zum Tod von Jerry Lewis: Amerikas Oberclown verlässt die Bühne

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Als Schauspieler, Regisseur, Wohltäter und komischer Kauz hat Jerry Lewis einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nun trauern seine Familie, Freunde, Fans und Kollegen. Lewis ist mit 91 Jahren gestorben. (Foto: imago/United Archives)

Als Schauspieler, Regisseur, Wohltäter und komischer Kauz hat Jerry Lewis einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nun trauern seine Familie, Freunde, Fans und Kollegen. Lewis ist mit 91 Jahren gestorben.

Als Schauspieler, Regisseur, Wohltäter und komischer Kauz hat Jerry Lewis einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nun trauern seine Familie, Freunde, Fans und Kollegen. Lewis ist mit 91 Jahren gestorben.

Seine Karriere umfasste sieben Jahrzehnte. Hinterlassen hat er nicht nur ...

... über 80 Kino- und Fernsehfilme, sondern auch zahlreiche Grimassen, wie nur er sie schneiden konnte: ...

... manchmal ganz harmlos, ...

... manchmal an der Grenze zum Wahn- oder zumindest Stumpfsinn, ...

... oder einfach mit allem, was die Gesichtsmuskulatur hergab. Schon in den 1940er Jahren startete Lewis seine Karriere im Showbusiness - damals noch ...

... an der Seite von Dean Martin, mit dem er zehn Jahre lang auf der Bühne stand. Ein Streit beendete die kongeniale Partnerschaft, doch ...

... nach 20 Jahren Funkstille fanden die beiden wieder zueinander. Nach der Versöhnung schrieb Lewis das Buch "Dean and Me - A Love Story". Zwischendurch ...

... machte er aber auch als Solokünstler die große Karriere. Für seine Blödelrollen in "Der verrückte Professor" (1963) oder ...

... "Hallo, Page!" (1960) liebten ihn nicht nur die US-amerikanischen Zuschauer. Jerry Lewis wurde weltweit zum Star. Doch Joseph Levitch, wie Lewis mit bürgerlichem Namen hieß, ...

... hatte viel mehr drauf, als nur dümmliche Grimassen zu schneiden. In über einem Dutzend Filme stand er ...

... hinter der Kamera und führte Regie. Von Charlie Chaplin holte sich Lewis Tipps für das Schneiden seiner Filme, und der alternde Stan Laurel ...

... erzählte ihm viele Abende lang von seinen Frauengeschichten. Doch es gab auch Flops im Leben der Comedy-Legende. Sein Film über einen deutschen Zirkusclown, der nach einem abfälligen Kommentar über Adolf Hitler ...

... ins Konzentrationslager kommt, wo er jüdische Kinder erst zum Lachen bringt und sie dann in die Gaskammern führen soll, kam nie an die Öffentlichkeit.

"The Day The Clown Cried" galt lange als Kino-Mythos und Film-Phantom. "Ich habe schlechte Arbeit abgeliefert, als Autor, als Regisseur, als Schauspieler, als Produzent", sagte Lewis später. "Bei meinem Versuch, ...

... dieses große Menschheitsverbrechen von der Realität in die Fiktion hinüberzubringen, besetzten die Gräuel mein ganzes Denken und Fühlen." Lewis stammte selbst aus einer ...

... russischstämmigen jüdischen Familie. Der Misserfolg beschäftigte ihn so sehr, dass er mehr als zehn Jahre lang keinen Film mehr drehte. Am Ende hat das seinem Ruf aber kaum geschadet.

Regie-Star Martin Scorsese, für dessen Film "The King of Comedy" Lewis (links) 1982 vor der Kamera stand, schwärmte einmal, der Komiker sei seiner Zeit voraus. 2009 bekam Lewis für seinen Einsatz im Kampf gegen ...

... Armut und Krankheiten einen Ehren-Oscar. Drei Jahre zuvor hatte der engagierte Weltstar selbst einen Obdachlosen gespielt - in der US-Serie "Law and Order: Special Victims Unit". Zusätzlich stand er ...

... 45 Jahre lang als Gastgeber einer TV-Mammutshow für Muskelkranke auf der Bühne. Lewis arbeitete auch noch mit über 90. Dem Magazin "GQ" sagte er einmal: ...

"Ich frage mich auch manchmal, wo ich die ganze verdammte Energie hernehme." Womöglich war es schlicht seine Liebe zur Bühne, ...

... sein nahezu unerschöpflicher Fundus an Witzen, oder ...

... die pure Lust am Blödeln. Danke für das Lachen, Mr. Lewis! (jug/dpa)

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