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Sie hat eine wunderbare Lache, ein bisschen dreckig und ziemlich laut.
Das muss man aushalten, wenn man Anneke Kim Sarnau trifft, die Schauspielerin, die immer mal lauter Preise abräumt, um dann wieder ein bisschen zu verschwinden.
Claus Peymann hatte sie noch von der Stuttgarter Schauspielschule ans Wiener Burgtheater geholt.
Und bei allen Filmerfolgen liebt sie die Bretter, die die Welt bedeuten, bis heute.
Früher haderte sie damit, nicht die Schönheit zu sein. Heute hat sich Sarnau gerade mit ihrer Sprödigkeit eine eigene Fangemeinde erspielt.
Das liegt sehr an dem Film "Die Hoffnung stirbt zuletzt", in dem sie eine gemobbte Polizistin spielte, die sich am Ende das Leben nimmt.
Preise gab es dafür jede Menge, sie war überrascht, dass die Leute ihr Spiel mögen.
Sie war in Filmproduktionen wie "Fremde Haut" zu sehen.
Für den Fernsehfilm "In Sachen Kaminski" machte sie sich stark, bis er um 20.15 Uhr und nicht irgendwo im Spätprogramm gesendet wurde.
Denn sie kann wirklich lustig sein, ...
... ist aber in der Arbeit ziemlich kompromisslos.
Das hat ihr schon eine Menge spannender Rollen ...
... und nicht zuletzt den Auftritt neben Ralph Fiennes in "Der ewige Gärtner" eingebracht.
Gerade zeigte sie ein wenig mehr von der komischen Sarnau.
An der Seite von Christian Ulmen spielte sie in "Dr. Psycho" ...
... und will am liebsten gleich noch durchgeknallter sein. Gerade wird die zweite Staffel gedreht.
So ein Hauch Anarchie umweht die Sarnau immer.
Privat war sie länger mit Devid Striesow liiert.
Jetzt ist Hinnerk Schönemann der Mann an ihrer Seite.
Seinetwegen ist sie sogar von Hamburg nach Berlin gezogen.
Ihn oder vielmehr sie hat sie mitgebracht, Sailor, der Hund zur Sarnau.
Einerseits ganz freundlich und dann plötzlich ein wenig abweisend, ein bisschen wie das Frauchen.
Sarnau ist eine, die man gern zur Freundin hätte, hat mal ein Journalistenkollege über sie geschrieben.
Da ist was dran, weil es spannend mit ihr ist. Da macht es sich eine nicht leicht.
Sie will was vom Leben und von sich selbst.
Jetzt ist sie bei RTL in einer "Mauerfallgeschichte" zu sehen.
Genauer gesagt ist es eine Vor-Mauerfallgeschichte. "Prager Botschaft" erinnert an die Botschaftbesetzung in Prag im Sommer 1989.
Sie hatte ein bisschen Bedenken, ob sie als Westdeutsche eine so ostdeutsche Rolle spielen kann.
Aber das ist ja schließlich ihr Beruf.
Die Kollegen waren begeistert und sie hat wieder einmal viel von sich selbst in die Rolle gegeben.
Ihre Arbeit beschreibt sie als Versuch, die Aggregatzustände einer Figur auszuloten.
Ihr Lieblingsaggregatzustand ist flüssig, im Wasser, beim Schwimmen fallen die Rollen von ihr ab.
Und heraus kommt Anneke Kim Sarnau, bereit für die nächste Figur, möglichst durchgeknallt soll sie sein.
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