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Kind da, Vater weg: Baby Sarkozy beflügelt Franzosen

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Finalement! Es ist da, das Präsidentenbaby! (Foto: dpa)

Finalement! Es ist da, das Präsidentenbaby!

Finalement! Es ist da, das Präsidentenbaby!

Seit Tagen und Wochen schon belagerten Journalisten und Fotografen das Krankenhaus La Muette in Paris.

Nun endlich, am 19. Oktober, war es soweit, und die jungen Eltern strahlen.

Ein Mädchen soll es sein, und angeblich wird es auf den Namen Daliah hören. Das wurde aber nicht bestätigt.

Genauso wurde ja aber auch nie bestätigt, dass Madame überhaupt schwanger ist ...

Was war das für ein Rätselraten!

Sie ist schwanger, ...

... nein, ist sie nicht, ...

... doch, ist sie schon ... Wochenlang brodelte die Gerüchteküche, dass Frankreichs First Lady Carla Bruni ein Kind erwartet. Das ging sogar so weit, ...

... dass eine Autovermietung in ihrer Werbung fragte: "Sehr geehrte Madame Bruni, brauchen Sie einen Familienwagen?" Doch die Angesprochene selbst hielt sich in der Frage die ganze Zeit bedeckt - irgendwie ...

... durchaus ungewohnt für die 43-Jährige. Einen Tag, bevor der Vater ihres Mannes, Pàl Sarkozy, das Gerücht endgültig bestätigte, ...

... spielte sie in einem Fernseh-Interview mit einem Journalisten noch Katz und Maus. "Ich weiß, dass Sie es hassen, über Ihr Privatleben zu reden, aber ich habe gerade einfach Lust, Ihnen zu gratulieren", sagte der Fragensteller. Schlagfertig ...

... konterte die Präsidentengattin: "Ich gratuliere Ihnen auch", ohne auf den Hintergrund für die Glückwünsche einzugehen.

Doch Pàl Sarkozy konnte offenbar nicht länger an sich halten und verplapperte sich: "Ich freue mich auf mein Enkelkind", sagte er der "Bild"-Zeitung ...

... und fügte hinzu: "Die beiden wollen das Geschlecht vorher nicht wissen, aber ich bin mir sicher, es wird ein Mädchen und schön wie Carla."

Da ist aber einer mächtig stolz auf seinen Sohn, den Präsidenten!

Mit dem neuen Baby wurde die Patchwork-Familie des ehemaligen Models und des französischen Präsidenten um ein weiteres Mitglied reicher. Bruni hat aus einer ehemaligen Beziehung bereits einen Sohn, ...

... Nicolas Sarkozy brachte in die Verbindung drei Kinder - allesamt ebenfalls Jungen - aus zwei früheren Ehen mit. Da kommt ein kleines Mädchen ja gerade recht!

Die am 23. Dezember 1967 in Turin geborene Bruni machte nie einen Hehl daraus, dass sie mit Sarkozy gerne noch ein weiteres Kind hätte. Einzig ihr Alter machte ihr Bedenken, so dass sie nach eigenem Bekunden ...

... eine Adoption - wie es auch ihre ältere Schwester Valeria Bruni Tedeschi gerade machte - in Betracht zog. Das dürfte sich nun jedoch erledigt haben, ebenso wie möglicherweise ...

... ihr lange Zeit unsteter Lebenswandel. "Monogamie langweilt mich fürchterlich", sagte sie früher einmal. Und: "Liebe hält lange, aber brennendes Verlangen nur zwei oder drei Wochen." Zahlreiche Affären ...

... mit älteren Herren wurden ihr damals nachgesagt - von Rockmusikern wie Mick Jagger ...

... und Eric Clapton ...

... über Hollywood-Schauspieler wie Kevin Costner ...

... bis hin zu Wirtschaftmagnaten wie Donald Trump. Dabei ...

... legte die gebürtige Italienerin, die 2008 die französische Staatsbürgerschaft annahm, nicht immer die feine französische Art an den Tag. Während einer Beziehung mit dem Autor Jean-Paul Enthoven ...

... begann sie zeitgleich eine Affäre mit dessen Sohn Raphael (im Bild), aus der auch ihr bisher einziges Kind hervorging. Keine Frage, Bruni ...

... war nie ein Kind von Traurigkeit und fühlte sich seit jeher von Männern mit Macht, Einfluss ...

... und einem gewissen Bekanntheitsgrad angezogen (hier im Bild mit Rocksänger Iggy Pop). Und das nicht etwa, ...

... weil sie das unbedingt nötig gehabt hätte. Schließlich stammt sie nicht nur aus einer schwerreichen italienischen Industriellenfamilie, ...

... sondern zählte in den 90er Jahren zu den bestbezahlten Models überhaupt.

Ein bisschen mehr ...

... oder weniger bekleidet ...

... lief sie für so ziemlich alles, was Rang und Namen in der Modeszene hat, über den Laufsteg, ...

... von Paco Rabanne über Christian Dior, Christian Lacroix, Karl Lagerfeld, John Galliano, Chanel und Versace ...

... bis hin zu Yves Saint-Laurent. Zu ihrer Hochzeit in dem Business ...

... verdiente sie schätzungsweise bis zu 7,5 Millionen Dollar im Jahr.

1998 beendete Bruni ihre Model-Karriere, auch wenn sie ...

... in der Folge - wie bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin - hier und da noch mal die Aufgabe des Schaulaufens übernahm. Eigentlich aber ...

... verlegte sie sich ab der Jahrtausendwende auf die Musik. 2002 erschien ihre Debüt-CD mit Chansons. Als 2008 ...

... ihr drittes Album veröffentlicht wurde, war sie bereits mit Nicolas Sarkozy verheiratet und somit "Première Dame" von Frankreich. Zudem ...

... übernahm sie 2009 eine kleine Nebenrolle in dem Streifen "Mitternacht in Paris" ...

... von Regielegende Woody Allen an der Seite von Frauenliebling Owen Wilson (Mitte). Klar, ...

... dass es sich der französische Präsident da nicht nehmen ließ, auch mal persönlich am Set nach dem Rechten zu sehen. Schließlich war seine Ehe mit Bruni, ...

... die am 2. Februar 2008 unter Ausschluss der Öffentlichkeit in einer kleinen Zeremonie im Elysee-Palast geschlossen wurde, auch nicht immer gänzlich frei von Affären-Gerüchten. So wurde etwa Anfang 2010 gemunkelt, ...

... die Präsidentengattin habe ein Techtelmechtel mit dem französischen Sänger Benjamin Biolay, was dieser jedoch strikt dementierte. Und auch ...

... Sarkozy und Bruni ließen sich zumindest nach außen hin nicht anmerken, dass in ihrer Beziehung möglicherweise der Wurm drin ist. Seit sie ...

... sich Ende 2007 bei einer Ägypten-Reise erstmals als Paar präsentierten, geben sich die beiden ...

... in der Öffentlichkeit bewusst harmonisch. Damit nicht zu sehr auffällt, ...

... wie sehr die 1,78 Meter große Bruni ihren 13 Zentimeter kleineren Mann überragt, ...

... zieht sie ihm zuliebe bei gemeinsamen Auftritten nur flache Schuhe an. Zwar ...

... verfolgt sie mit ihrer Musik und sozialem Engagement beispielsweise für den Kampf gegen Aids auch ihre eigenen Projekte, ...

... doch in Sachen Politik beschränkt sie sich auf die Rolle der Frau an seiner Seite. Sie und ihr Mann sprächen selten über politische Fragen, ...

... verriet sie. "Um so besser. Denn wenn ich ein Lied schreibe, dann frage ich ihn auch nicht, ob ich es in C-Dur komponieren soll." Ihr Erfolg als Sängerin sei ihr dabei gar nicht so wichtig, ...

... erklärte die Präsidentengattin in einem Interview mit dem "Parisien". "Was ich als Erinnerung zurücklassen will, ist mein humanitäres Engagement und das Bild von jemand Sympathischem." Doch auch wenn Bruni bei der französischen Bevölkerung äußerst beliebt ...

... und bei Staatsbesuchen ein gern gesehener Gast ist, ...

... steht heute wohl noch nicht so ganz fest, welches Bild von ihr überdauern wird. Denn die schöne Brünette hat sich in ihrem Leben nicht nur Freunde gemacht. In einer ...

... 2010 erschienenen Biografie über sie wird sie als durch und durch berechnend, selbstverliebt, eiskalt und "Raubtier" dargestellt. Der Designer Jean-Jacques Picart beschreibt sie darin mit den Worten: "Verführerisch wie eine Katze, schlau wie ein Affe und kalt wie eine Schlange."

Kein Wunder, dass manchen somit vor allem der Zeitpunkt der Schwangerschaft von Bruni auffiel - pünktlich zum Präsidentschaftswahlkampf von Nicolas Sarkozy.

Denn klar ist: Schaden werden Baby-Bilder dem Amtsinhaber beim Buhlen um die Gunst der Wähler nicht. Aber Moment, ...

... liebe Kritiker: In der Wahlkabine gezeugt wurde das Kind ja nun ganz sicher nicht. Darum sagen wir an dieser Stelle ...

... doch einfach mal nur: Glückwunsch, Herr und Frau (Bruni-)Sarkozy.

Viel Zeit zum Entspannen oder Baby-Genießen wird zumindest dem Präsidenten nicht bleiben.

Er hetzt von Termin zu Termin.

Angela wartet, ...

... Frankreich will gerettet werden, ...

... der Euro zickt weiter, ...

... und die Gattin wird sich in der postnatalen Phase vielleicht auch mal fragen: ....

... "Kannst du nicht auch mal die Windeln wechseln, Cheri?"

Wir dürfen keine Fotos des Babys erwarten, denn Madame Sarkozy will alles ganz anders machen als bei ihrem Sohn, den sie ungeniert den Medien zum Fraß vorwarf, als die Verbindung der beiden amtlich wurde.

Im Moment zerfleischt der junge Vater sich also zwischen seinen vielen Aufgaben, ...

... wir wünschen viel Kraft und Ausdauer für die nächste Zeit. (Text: Probst/Oelmann)

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