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Plus-Size-Ikone Beth Ditto: Big Is Beautiful

 
Plus-Size-Ikone Beth Ditto: Big Is Beautiful

Big is beautiful.

Das hat sich sicher auch Beth Ditto gesagt.

Das "Anti-Model", das mittlerweile Muse vieler Designer ist (hier mit Jean Charles de Castelbajac), setzt neue Maßstäbe. Zeit, sie sich mal näher anzugucken.

Die, die sagen, sie sei fett, haben ja keine Ahnung.

Sie ist imposant.

Vollschlank vielleicht.

Üppig.

Aber niemand behauptet ernsthaft, sie hätte einen fetten Hintern. (Das traut sich keiner ...)

Beth Ditto ist vielleicht so etwas wie eine Naturgewalt.

Keiner sagt, dass ein Tornado schön ist oder die Arktis gemütlich. Aber man ist fasziniert. Neugierig.

"Queen of Cool" titelte das britische Musikmagazin "New Musical Express" letztes Jahr, ...

... seitdem vergeht kein Monat ohne Beth Ditto auf dem Titelblatt eines Musik- oder Modemagazins.

Die Frau widerspricht allen Regeln der Mode- und Pop-Industrie: Sie hat Achselhaar, ...

... verachtet Deo (sie benutzt höchstens mal "Chanel No. 5") ...

... sie hat unästhetische Tattoos - und trotzdem sitzt sie bei den relevanten Modeschauen in der ersten Reihe.

Sie trinkt Bier statt Mineralwasser, ...

... lächelt sogar noch den Paparazzi zu, ...

... sie ist albern ...

... und sie trägt Unterhosen in einer Größe, die andere locker als Zelt benutzen würden.

Sie hat was von Schneewittchen.

Haut so weiß wie Schnee, ...

... Haare schwarz wie Ebenholz, ...

.... und Lippen so rot wie Blut.

So, und jetzt genug der Schwärmerei und zu den Fakten: ...

Mollige Frauen haben ein neues Idol. Auch wenn die Idole der Beth Ditto - u.a. Sarah Jessica Parker und Madonna in speziellen Looks - durchaus dem Figurwahn verfallen sind, so wie auch ihre Freundin Kate Moss, macht Ditto alles, was diese dünnen Sport-Spargel machen, ebenfalls: ...

... Sie trägt (zu) kurze Kleider, ...

... (zu) enge Kleider ...

... und (zu) durchsichtige Kleider.

Ihr doch egal!

Sie steht auf Frauen, redet wie ein Mann, ist verrückt nach Mode und macht sich über alles lustig, was ihr in den Sinn kommt.

Beth Ditto beweist in Zeiten, in denen Mädchen sich zu ihrem 18. Geburtstag eine neue Nase, Fettabsaugen oder neue Brüste wünschen, ...

... dass zumindest in der Musikindustrie noch einiges mehr drin ist als nur Britneys, Hannahs oder Rihannas.

Übergewichtige Sängerinnen gab es zwar schon immer: Aretha Franklin oder die Weather Girls sind der beste Beweis, ...

... aber selten hat sich eine Sängerin so ungehemmt in ihrem ganzen Fleisch präsentiert wie sie.

Und selten war es so, dass Designer Schlange standen, um Meter um Meter Stoff um den massigen Körper einer so gar nicht den Schönheitsidealen der Fashion-Industrie entsprechenden Frau zu wickeln.

Ach, nicht vergessen zu erwähnen wollen wir, dass Beth Ditto mit ihrer Band exzellente Musik macht. "Music for Men" erreichte Gold-Status, d.h., die Indie-Band entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zum absoluten Chart-Stürmer.

Ihre Fans reichen von Schulmädchen über echt harte Jungs bis zu verzweifelten Hausfrauen.

Das dicke Mädchen aus dem Trailerpark hat es also weit gebracht, so schreibt sie auch Kolumnen (z.B. für den "Guardian", der Titel dort lautet "What would Beth Ditto do?")

Tja, was würde Beth Ditto also tun, wenn, ja wenn beispielsweise jemand sie blöd anmacht? Sie würde vielleicht darauf verweisen, dass sie etliche Titelblätter von Mode- und Musikmagazinen geschmückt hat, einige sogar nackt (verdeckt an den relvanten Stellen), oder damit punkten, ...

... dass sie bereits eine eigene Kollektion entworfen hat.

Wir freuen uns jedenfalls auf mehr von Nathan Howdeshell, Hannah Billie und Beth Ditto, kurz Gossip.

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