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Bis(s) zum Umfallen: Blut und Sex im Zwielicht

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Er sieht immer ein bisschen so aus, als hätte er in eine Steckdose gefasst. (Foto: AP)

Er sieht immer ein bisschen so aus, als hätte er in eine Steckdose gefasst.

Er sieht immer ein bisschen so aus, als hätte er in eine Steckdose gefasst.

Der süffisante Blick, ...

... das Haar wie ein Vogelnest, ...

... ein ziemlicher Kontrast zu seinem geschniegelten Kontrahenten (zumindest im Film) Taylor Lautner.

Lautner, der Schönste aller Werwölfe ...

... und alles andere als blutleer im Gegensatz zu seinem Mit- und Gegenspieler, dem Vampir Edward Cullen (Robert Pattinson), ...

... ist natürlich ebenfalls Everbody's Darling, ...

... aber sehr zu seinem - beziehungsweise Jacobs - Verdruss ...

... bekommt am Ende trotzdem ER das schöne Menschenkind Bella.

Der absolute Mädchenkiller ist und bleibt aber die Kombination der beiden. Und das wissen sie.

Supersympathisch kommen sie rüber, stehen geduldig Rede und Antwort, wirken total geerdet und sagen Sachen wie: ...

"Robert, dein Hosenstall steht offen!"

Und Robert sagt: "Ehrlich?"

Dann schließt er das gute Stücke einfach ...

... und widmet sich wieder den Fans.

Natürlich sagt er aber auch so grundsolide Dinge wie: "Ich bin total dankbar für diese Rolle und auch dankbar, dass meine Fans mich noch in anderen Filmen sehen wollen."

Damit weist Pattinson darauf hin, dass er auch in "Remember Me" zu sehen war oder auch in "Water for Elephants", wo er an der Seite von Reese Witherspoon und Christoph Waltz gespielt hat und somit allen Kritikern den Wind aus den Segeln nimmt, die behaupten, dass er nur Vampire spielen könne.

Jetzt nähert sich die Twilight-Saga um die Cullens-Vampire und die Quileute-Werwölfe also dem Ende.

Und das ist wohl das, was man im allgemeinen als bittersüß bezeichnet, denn auf der einen Seite wird das Ende herbeigesehnt - Hochzeit, Kuss, Sex, Baby, und wenn sie nicht gestorben sind, dann ... usw. - auf der anderen Seite ...

... möchte der echte Fan natürlich am liebsten, dass so ein Buch oder so ein Film EWIG dauert.

Aber - und das ist das Harte - das gibt's nicht. Ein kleiner Trost mag sein, dass das Ende der Geschichten von Stephenie Meyer, die 116 Millionen Bücher verkauft hat und 50 Millionen Dollar im Jahr verdient, immerhin in zwei Teilen gedreht wurde/wird.

"Das wäre zu viel Material für einen Film gewesen", so Regisseur Bill Condon, der für die letzten beiden Folgen verantwortlich ist.

Doch warum nur sind so viele Menschen fasziniert von dieser Vampir-Geschichte?

Robert Pattinson selbst sagt sogar, dass er Vampire gar nicht leiden kann.

Aber es geht um die Liebe! Und zwar um die von der komplizierten Sorte, denn die schöne Bella liebt zwei Männer.

Natürlich nicht einfach irgendwelche Männer, sondern eben einen Vampir und einen Werwolf.

Sie erwählt, wie inzwischen alle wissen dürften, den blassen Jüngling (er ist erst 109 Jahre alt).

Die Entscheidung war schwer, denn ihre Gefühle für den Werwolf-Mann sind durchaus echt. Dass seine Liebe auf eine harte Probe gestellt wird, zeigt der aktuelle Teil der Saga.

Nach der Hochzeit des Filmtraumpaares - es ist ein offenes Geheimnis, dass die beiden im wahren Leben zusammen sind, auch wenn sie es gerne bestreiten - wird Bella dann auch prompt schwanger, obwohl Edward lange gegen sein Verlangen angekämpft hat, denn er will Bella nicht zum Vampir machen.

Allerdings stimmt etwas mit dem Baby nicht. Halb Vampir, halb Mensch, wächst da in ihr heran. Bella wird immer magerer, ihr Bauch immer riesiger.

"Ich mochte es gar nicht, wie Kristen zu dieser Zeit der Dreharbeiten aussah", verriet Pattinson bei der Pressekonferenz. "Sie hat mir überhaupt nicht gefallen", sagte er und lächelte äußerst verschmitzt.

Ist doch wohl sonnenklar, dass da was läuft, oder?

Nach vielem Hin und Her und Schmerzen und Problemen mit Werwölfen (im Bild, ganz hübsch eigentlich, oder?) kommt ihre Tochter jedoch endlich zur Welt.

Im Film machen die beiden alles der richtigen Reihenfolge nach, und zu sehen gibt es fast nichts, was die Buch-Autorin wegen ihrer mormonischen Prägung freuen dürfte.

Den Namen, den Bella ihr gibt, findet selbst Edward etwas schräg: Renesmee - eine Mischung aus den Namen Renée und Esme, den beiden Großmüttern.

Weil sie die blutreiche Geburt fast nicht überlebt, macht Edward seine Frau mit einem herzhaften Biss letztendlich doch noch zum Vampir.

Renesmee findet derweil schon in ihren ersten Stunden den Mann fürs Leben: Werwolf-Mensch Jacob verliebt sich in das Baby.

Im allerletzten Teil wird die illustre Familie ihr Glück schwer verteidigen müssen - der aber erscheint ja aber erst im November 2012.

Ob es nun Absicht ist oder nicht: "Bis(s) zum Ende der Nacht" hat durchaus Humor.

So dauert es gerade mal 30 Sekunden in den Film hinein, bis Teenie-Schwarm Jacob sich das T-Shirt auszieht und seinen weltweit begehrten Oberkörper zur Schau stellt.

Bellas Hochzeits-Lampenfieber ist durch einen schmachtenden Blick ihres bleichen Bräutigams in einem Atemzug geheilt, und die Hochzeitsnacht ist voller Mondenschein.

Auch erfährt man, dass der eigentlich ziemlich blutleere Vampir Edward einst Menschen gejagt und getötet hat. Sein Gewissen plagt ihn noch hundert Jahre später - dabei hatte er sich extra auf Mörder konzentriert, deren Gedanken er lesen konnte und die er mit dem Todesbiss von ihren Taten abhielt.

In den kommenden Wochen werden jedenfalls Millionen von Menschen, ...

... vor allen wohl weibliche Teenager, in die Kinos strömen, ...

... und egal, wie wirr die Geschichte sein mag ...

... und auch wie blutrünstig: ...

... Regisseur und Oscar-Preisträger Bill Condon hat versucht, zum Beispiel den Sex und die Geburt so realistisch wie nötig, aber auch so ...

... harmlos wie möglich darzustellen, um die jungen Fans nicht zu verstören.

Schon in den ersten Tagen war der Film in den USA der Renner, auch in Deutschland gibt es vor dem Kinostart am 24. November bereits ausverkaufte Vor-Premieren.

Eigentlich sind die Filme und Bücher für Jugendliche gemacht, aber das Twilight-Fieber kennt keine Altersgrenze.

Zum Schluss also noch ein Tipp! Den Abschied auf Raten genießen und immer daran denken: ...

...Die Harry-Potter-Fans haben es auch überlebt. (soe/dpa)

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