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Ausgerechnet eine Lady aus den USA ist die große Gewinnerin der 30. Verleihung der Brit Awards.
Mit übergroßer Perücke, Maske und …
… im weißen Engelskostüm, das sie auf der Bühne ablegt und …
… ein besticktes transparentes Nichts zum Vorschein bringt, holt sich Lady Gaga in London drei Musikpreise ab.
Die anderen Damen, ...
... aber auch Meat Loaf können sich noch so ins Zeug legen, …
... mit ihrer Kleiderwahl, ...
... mit freien Rücken ...
... und Stöckelschuhen, ...
… die Lady bleibt das Maß aller Dinge.
Lily Allen probiert's mit rosa Soldaten …
… Flugobjekt …
… und frisurähnlichen Haaren, …
… Cheryl Cole hebt hier mal ein Bein, …
… und zeigt da mal viel Haut, …
… doch wenn Lady Gaga auf der Bühne loslegt, sind alle anderen nur noch Chorknaben.
Die Skandal-Sängerin wird als beste internationale Künstlerin …
… und als "Breakthrough Act" des Jahres ausgezeichnet.
Zudem erhält die 23-jährige New Yorkerin den Preis für das beste Album ("The Fame"). Das Debütalbum war nach Susan Boyles Cover-Album die weltweit erfolgreichste Platte des vergangenen Jahres.
Überraschend ist dabei vor allem die aufgelöste Fassung der sonst so selbstbewussten, resoluten 23-Jährigen, die wegen ihrer exzentrischen Auftritte als neue Madonna gefeiert wird.
Zitternd und unter Tränen dankt Stefani Joanne Germanotta alias Lady Gaga ihren Fans. "Ich habe die ganzen Kämpfe hinter mir, all die Zurückweisungen", sagt die Pop-Prinzessin. "Das war verdammt harte Arbeit", schluchzt sie, ...
… und performt auch noch ihren Hit "Telephone".
"Sie ist der beste Popstar weit und breit", lobt Ex-Spice-Girl Geri Halliwell.
Ihren Auftritt widmet Lady Gaga dem verstorbenen Stardesigner Alexander McQueen. Der für seine grellen Entwürfe bekannte Designer war …
… in der vergangenen Woche tot in seiner Londoner Wohnung aufgefunden worden. Medienberichten zufolge hat sich der 40-Jährige knapp eine Woche nach dem Tod seiner Mutter erhängt.
Als bester internationaler Künstler wird US-Rapper Jay-Z geehrt, …
… der mit Sängerin Alicia Keys die gemeinsame Pophymne "Empire State of Mind" singt.
Den Preis für die beste britische Künstlerin räumt Lily Allen ab, …
… das war die mit der rosa Armee.
Zur besten britischen Band wird die Rockgruppe Kasabian, …
… zum britischen "Breakthrough Act" die Band JLS gekürt.
Bester britischer Solo-Künstler wird der Rapper Dizzee Rascal, …
… der mit Florence Welch auf der Bühne steht.
Einen Ehrenpreis für seine Verdienste um die Musik erhält Robbie Williams. Das ehemalige Mitglied der Boyband Take That bedankt sich für die Auszeichnung …
… mit einem Live-Medley seiner größten Solo-Hits - darunter "Let Me Entertain You" und "Angels".
Williams, der am vergangenen Samstag 36 Jahre alt wurde, scherzt auf dem roten Teppich: "Ich fühle mich so, als ob ich Geburtstag habe."
Die Veranstalter spendieren zum – allerdings verregneten – runden Geburtstag zudem zwei Sonderpreise.
Die Britpopper von Oasis nahmen nach Ansicht der Jury mit "(What's The Story) Morning Glory" das beste britische Album der vergangenen 30 Jahre auf. "Hört mal Kinder, die beste Band auf der verdammten Welt …
… lebt für immer", sagt Liam Gallagher. Sein Bruder Noel hatte die Band im Geschwisterstreit im vergangenen August verlassen. Als Liam Gallagher sein Mikrofon in die Menge wirft, raunt Moderator Peter Kay: "Was für ein Schwachkopf!".
Die Spice Girls wurden für die Darbietung ihrer Hits "Wannebe" und "Who Do You Think You Are" im Jahr 1997 ausgezeichnet. Ach, nein, das sind sie gar nicht.
Denn nur Scary Spice (Melanie Brown) und Ginger Spice (Geri Halliwell) nehmen den Preis stellvertretend für die Girl-Band entgegen.
Allerdings vergessen sie bei der Danksagung völlig ihre früheren Bandmitglieder Baby Spice (Emma Bunton), Posh Spice (Victoria Beckham) und Sporty Spice (Melanie Chisholm). Kann ja mal passieren, ...
… bei so einer Gaga-Veranstaltung.
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