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Abgang mit Stil: Caine und Freeman hecken großes Ding aus

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... Morgan Freeman, Michael Caine und Alan Arkin die lebenslangen Freunde Willie, Joe und Al, ... (Foto: AP)

... Morgan Freeman, Michael Caine und Alan Arkin die lebenslangen Freunde Willie, Joe und Al, ...

In Zach Braffs Komödie "Abgang mit Stil" spielen die Oscar-Preisträger ...

... Morgan Freeman, Michael Caine und Alan Arkin die lebenslangen Freunde Willie, Joe und Al, ...

... die das Rentnerdasein in den Wind schießen und erstmals im Leben vom Pfad der Tugend abweichen. Der Grund: Die von ihrer Firma bisher gezahlte Rente löst sich plötzlich in Luft auf.

Als die drei die Rechnungen nicht mehr bezahlen und ihre Familien nicht mehr versorgen können, setzen sie alles auf eine Karte und planen einen halsbrecherischen Coup, um eben jene Bank abzuzocken, die sich ihr Altenteil unter den Nagel gerissen hat.

Caine hat eine Enkelin, die ihn am Leben hält, ...

... Freeman leidet heimlich, still und leise an einer Nierenschwäche, die ihn das Leben kosten könnte, ...

... und Arkin verliebt sich auf seine alten Tage nochmal, als gäbe es kein Morgen.

Sie ist aber auch umwerfend, diese Ann Margret.

Keiner kann dieser 75-Jährigen, die so dermaßen aufs Ganze geht, widerstehen.

Im richtigen Leben plagen die Filmveteranen inzwischen keine Geldsorgen mehr. Und im Interview plaudern Caine, 84, und Freeman, 79, über Selfie-Wahn und Alter und verraten, was sie vom Ruhestand halten.

So viel vorneweg: vom Ruhestand halten sie nicht viel. Freeman sagt: "Ich weiß nicht, was ich sonst im Leben machen sollte. Nichts liegt mir ferner. Wenn das Telefon für mich als Schauspieler irgendwann nicht mehr klingelt, dann will ich Regisseur sein oder Produzent." Und Caine: "Ich werde immer nur Schauspieler bleiben, weil ich gern früh Feierabend mache. Und als Regisseur muss man immer noch länger bleiben."

Die beiden drehen offenbar gern miteinander. Was macht die gute Zusammenarbeit aus?

"Die Gelassenheit zwischen uns."

"Ja, genau, das ist wie eine Komfortzone."

Caine: "Das ist anders, als wenn zwei junge Schauspieler an einem Film zusammenarbeiten. Ich erinnere mich an früher, da gab es große Spannungen. Und diese Entspannung zu erreichen, machte drei Viertel des Schauspieljobs aus. Das konnten wir uns jetzt sparen. Wir kennen uns seit Jahren und haben sechs Filme zusammen gemacht. Wir mögen uns sehr und es ist ein Wunder, dass sie uns überhaupt dafür bezahlen." Freeman: "Das stimmt." Sie lachen beide.

Empfinden die beiden noch so etwas wie Konkurrenz am Set? Freeman: "In unserem Alter nicht mehr." Caine: "Nein. Uns fehlt es ja an nichts. Mir fällt nichts ein, was einer von uns hat, was der andere nicht hat?" Freeman: "Ich hab Urenkel." Caine: "Was hast du?" Freeman: "Urenkel!" Caine: "Ja! Ich hab' nur Enkel. Und er hat Urenkel." Wieder lachen sie.

Und wie sieht es mit Druck aus? Freeman: "In der Öffentlichkeit empfinde ich Druck. Denn ich kann nicht mehr die Straße entlanggehen, nicht mehr einkaufen und nicht mehr spazieren gehen. Das ist für mich eine Belastung." Caine: "Ich gehe noch spazieren. Ich setze eine Baseballmütze auf und dann erkennt niemand, wer ich bin."

Im Film gibt es eine Szene, in der die beiden Herren gemeinsam mit Alan Arkin die Reality-TV-Sendung "The Bachelor" schauen - in Wirklichkeit hatten die beiden noch nie vorher von der Sendung gehört. Freeman: "Jeder spricht uns auf diese Szene an." Caine: "Das ist wirklich erstaunlich." Caine: "Ich wusste nicht mal, was das für eine Sendung ist. Aber ich mag das Mädchen. Mir gefällt ihr Kleid."

Im Film sprechen die fidelen Freunde offen über das Altern und den Tod. Ist das etwas, was sie auch im richtigen Leben beschäftigt und vielleicht sogar besorgt? Freeman: "Ob ich mir über den Tod Sorgen mache? Kein Stück. Warum sollte ich?"

Caine: "Um Himmels Willen, nein. Du musst sowieso irgendwann abtreten. Das ist überhaupt nicht wichtig."

Freeman hasst Selfies übrigens, Caine findet sie nicht schlimm, er hasst dafür Autogramme geben, weil er weiß, dass die dann im Internet für viel Geld verkauft werden. Regisseur Zach Braff lassen diese Eigenheiten und auch die Kritik an seinem Film, einem Remake, kalt.

Es sieht so aus, als hätten alle beim Dreh großen Spaß gehabt. Ob das jeweils die beste Rolle ihres Lebens ist? Sicher nicht, dafür haben alle schon in zu hochkarätigen Filmen mitgespielt, aber amüsant ist "Going in Style", wie der Film im Original heißt, auf jeden Fall. (soe/dpa)

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