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Über Tom Cruise mag man ja denken, was man will.
Man kann finden, dass er ein guter ...
... Schauspieler ist.
Oder eben ein ...
... schlechter.
Dass er ein Womanizer ist.
Ein Ehebrecher.
Oder ein treusorgender Familienvater.
Einer, der sich um seine Fans kümmert.
Einer, der eitel ist.
Aber auch einer, der sich extrem in seine Rollen einlebt.
Man darf aber auch von Tom Cruise denken: "Mein Gott ist der winzig!"
Ebenso ist es erlaubt zu finden, dass Scientology "scheiße ist" (wir lehnen uns da an ein Zitat seines Kollegen Sky Dumont an, der mit ihm in "Eyes Wide Shut" spielte).
Anyway, man darf sogar finden, dass der eigene Vater posthum möglichst nicht verunglimpft werden sollte. So sagte Berthold Schenk Graf von Stauffenberg der "Süddeutschen Zeitung" laut AP: "He should keep his fingers off my father, ...
... and adding he feared the movie would be 'terrible kitsch.'" Und man darf auch meckern, wenn man eigentlich selbst gerne den Stauffenberg gegeben hätte, dann aber zuerst nicht mal gefragt wird, ob man mitspielen will, ....
... dann aber doch wahrscheinlich eine Nebenrolle bekommt. Wenn man sie dann annimmt, hört man ja automatisch auf zu meckern, denn man will sich auf dem Set bestimmt keinen Stress mit dem Mega-Star aus Hollywood einhandeln.
Und wer weiß, wozu es gut ist.
Vielleicht denkt unser Oberdonnersmarckiger Graf von und zu Henckel ja das nächste Mal an einen, wenn er in Hollywood was zu besetzen hat.
Und jetzt mal ehrlich - es hätte wirklich schlimmer kommen können!
Man stelle sich nur mal vor, Ben Becker würde gerne den Stauffenberg spielen.
Undenkbar! Erstens wegen nicht vorhandener Ähnlichkeiten, ...
... die bei Cruise tatsächlich zumindest optisch da sind, ....
... und sorry aber zweitens: Ben Becker hat jetzt auch keine so lupenreine Vita. Er soll mal hier und da was trinken. Oder rumpöbeln.
Und hätten Sie es vielleicht besser gefunden, wenn - jetzt auch nur beispielsweise - Steven Seagal oder ...
... "Borat" diese Rolle mit Leben hätten ausfüllen wollen?
Also - Hand auf's Herz - wissen wir, was die Stars sonst so privat treiben?
Ob sie ihre Kinder schlagen?
Ihre Frau betrügen?
Ihren Mann ausnehmen?
Nein, wissen wir nicht, und deswegen lassen wir den Herrn Cruise jetzt auch in den Steppen der brandenburgischen Weiten ...
... und an historisch relevanten Orten in und um Berlin drehen, ...
... und wenden uns seiner süßesten Seite zu: Suri.
Lästerten Spötter anfangs noch, dass er die doch gar nicht gemacht haben kann und sie adoptiert ist, ...
... müssen Neider jetzt feststellen, dass eine gewisse Ähnlichkeit - zumindest zu Mama Katie - durchaus vorhanden ist.
Suri feierte in Los Angeles Onkel Becks' Debut, wenn auch nur kurz, bei den Los Angeles Kickern, ...
... und knüpfte erste zarte Bande zu Brooklyn Beckham.
Auch Oma Cruise und Starmacher Simon Fuller waren dabei, ...
... als David seinen 12,5-minütigen Einstand gab.
Als dann auch noch Spice-Tante Posh auf der Promi-Tribüne erschien, ...
... gab es für die Fans kein Halten mehr.
Sie jubelten, als der Brite auf den Platz rannte. Und, als seine Gattin erschien.
Beckham war das ganze fast ein bisschen peinlich, aber abends, als er in der Stadt der Engel seinen Einstand feierte, ...
... war alles wieder im Lack. Die Smith' waren da, Demi Moore, Ashton Kutcher, Jim Carey etc. Und wer hat die Party geschmissen? Tom und Katie natürlich.
Was lernen wir von diesem geballten Star-Aufmarsch, den noch kein anderer Fußball-Novize in Football-Land für sich beanspruchen kann?
Dass der Herr Cruise ein netter Typ ist, der für seine Freunde Partys gibt, dass er seinen Film so oder so drehen wird, ...
... dass ein paar Arbeitsplätze mehr, wenn auch auf Zeit, unserem Land nicht schaden können, ...
... dass das Leben kein Wunschkonzert ist (und wer hätte das besser wissen können als Claus Schenk Graf von Stauffenberg?), ...
... dass ein bisschen Laissez-faire uns gut zu Gesicht stehen würde und keine verbissene Diskussion à la Klaus Uwe Benneter, ...
... der findet, dass "Scientologen wie Cruise nicht gesellschaftsfähig seien und es nicht verdient hätten, öffentlich als Helden und "coole Superstars" bezeichnet zu werden.
Ist das nicht ein bisschen viel Aufregung und kostenlose PR für einen Hollywood-Film?
Wir begrüßen doch eigentlich die Glaubensvielfalt, oder?
Also - wir machen ganz einfach weiterhin einen Bogen um Scientologen-Häuser ...
... und wenn uns der Herr Cruise bei unserem nächsten Treffen missionieren will, sagen wir freundlich aber bestimmt: ...
"Vielen Dank, Mister, aber nein danke!" und gehen ganz einfach unserer Wege.
Viel lieber halten wir sowieso Ausschau nach Katie und Suri im Tiergarten. Da können wir Frau Holmes dann mal fragen, ob die Kleine auch solche Probleme beim Zahnen hat, ...
... und ob sie Papa Daddy oder Tom nennt. (Bilder:ap/dpa; Text: S. Oelmann)
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