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Sex, Drogen, Rock'n'Roll und der "Klub 27": Das kurze Leben des Jim Morrison

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Und dann auch noch Jim Morrison. (Foto: AP)

Und dann auch noch Jim Morrison.

Und dann auch noch Jim Morrison.

Am Morgen des 3. Juli 1971 stirbt der Poet und Sänger der Band "The Doors" in Paris. Offiziell ist von einem Herzstillstand die Rede. Allerdings sind die Umstände bis heute nicht völlig geklärt.

Morrison wird durch den frühen Tod zur Legende. Mit 27 Jahren tritt er zudem einem unrühmlichen "Klub" bei.

Denn nur wenige Monate vorher mussten die Rockfans bereits den Tod einiger ihrer Idole verkraften, die alle im gleichen Alter starben.

Jimi Hendrix war im September 1970 an seinem Erbrochenen erstickt.

Davor hatte er eine Überdosis von Alkohol und Schlaftabletten.

Nicht mal einen Monat später erlag Sängerin Janis Joplin im Oktober 1970 einer Überdosis.

Sie hatte zu viel Heroin und Alkohol konsumiert.

Und auch der Tod von Brian Jones, dem Gründungsmitglied der Rolling Stones (hier mit Mick Jagger, r), lag noch nicht so lange zurück.

Er ertrank im Juli 1969 in einem Swimmingpool - mit 27 Jahren.

Nun also auch Jim Morrison.

Der Poet, das Sexsymbol, der "Lizard King" - der "König der Eidechsen", mit der engen Lederhose, der wilden Mähne und dem verträumten Blick.

Morrison ist der Sohn eines Admirals, doch er rebelliert früh. Seine Liebe gilt den Gedichten, die er auch vertont.

Schließlich begegnet er Ray Manzarek, mit dem er eine Band gründet: "The Doors", benannt nach dem Essay "Die Pforten der Wahrnehmung" von Aldous Huxley.

Auftritte im "Whisky a Go Go" in Los Angeles folgen. Auch Hits bleiben nicht aus: "Light my Fire", "Break on Through", "Strange Days", "Riders on the Storm" und das skandalöse "The End".

Auf der Bühne geht es Morrison aber nicht nur um Rockmusik - gern rezitiert er auch seine Gedichte.

Er gibt sich immer mysteriös, geheimnisvoll, unnahbar, aber auch provokativ. In seinen Songs verarbeitet er Visionen, Träume und Ängste.

Dass es dabei auch um Inzest und Vatermord geht, erregt in den USA der 60er Jahre natürlich Anstoß. Mehrfach wird Morrison von der Polizei von der Bühne geholt.

Und da ist der "Miami"-Vorfall. Morrison soll angeblich sein Geschlechtsteil entblößt haben. Ein Gericht verurteilt ihn zu gemeinnütziger Arbeit, später wird er begnadigt - im Dezember 2010.

Seiner Generation wird der Sänger und Poet dagegen zum Vorbild. Auch weil er sein Leben exzessiv lebt. Selbstzerstörerisch, könnte man auch sagen.

"Mich interessiert alles, was mit Revolte, Unordnung, Chaos zu tun hat - ganz besonders Handlungen, die scheinbar keinen Sinn haben", sagt Morrison.

Das trifft die Herzen der Blumenkinder, der rebellierenden Jugend.

Aber der Sommer der Liebe dauert nicht ewig. Morrison kämpft mit gesundheitlichen Problemen - eine Folge von Alkohol und Rauschgift. Das Sexsymbol bekommt einen Bauch und strähnige Haare. (Bild: Woodstock-Veteranen freuen sich 2009 auf eine Neuauflage des Festivals.)

Schließlich landet er in Paris, mit seiner Freundin Pamela. Am 3. Juli hört sie ihn im Schlaf röcheln - was dann passiert, ist unklar.

Morrison stirbt in der Stadt der Liebe. Sein reich geschmücktes und bemaltes Grab auf dem Pariser Friedhof Pere Lachaise ist ein Anziehungspunkt für Touristen.

Ray Manzarek (r) und "Doors"-Gitarrist Robby Krieger (l) touren derweil weiter. Den Namen "The Doors" dürfen sie allerdings nicht verwenden.

Wie heißt es doch in einem "Doors"-Hit: "When the Music's over – Turn out the Lights."

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