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We can be Heroes - forever and ever!: David Bowie, für immer ein Held

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"Niemand gibt uns eine Chance, doch können wir siegen für immer und immer. Und wir sind dann ...

"Niemand gibt uns eine Chance, doch können wir siegen für immer und immer. Und wir sind dann ...

"Niemand gibt uns eine Chance, doch können wir siegen für immer und immer. Und wir sind dann ...

... Helden für einen Tag." Tatsächlich hat es David Bowie mit "Heroes" - egal, ob in der rein englischen oder der teils deutschen Version - nie in die deutschen Charts geschafft. Dennoch brannte er sich hierzulande nicht zuletzt mit dem Song, ...

... der den Soundtrack zu "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ...

... und dem Drogen-Drama der Christiane F. bildete, in das Gedächtnis einer ganzen Generation. Um nicht zu sagen ...

... in das Gedächtnis ganzer Generationen. Doch natürlich ...

... lässt sich das Schaffen des am 8. Januar 1947 als David Robert Jones in London geborenen Musikers, ...

... der es durch seine zahllosen Wandlungen, sei es rein äußerlich ...

... oder musikalisch stilistisch, ...

... zum "Chamäleon" der Popmusik gebracht hat, bei Weitem nicht darauf beschränken. Vielmehr war David Bowie, ...

... seit er Mitte der 60er-Jahre ins Rampenlicht trat ...

... und Anfang der 1970er seinen großen Durchbruch feierte, ...

... eines der einflussreichsten Aushängeschilder der Popmusik. Ja, man könnte mit Fug und Recht sogar sagen, ...

... das einflussreichste seit den Beatles. Zahlreiche Genres vom Glam-Rock über den Punk und New Wave ...

... bis hin zum Gothic (im Bild: "The Cure"-Sänger Robert Smith bei einem Konzert zu Ehren von Bowies 50. Geburtstag 1997 in New York) ...

... und zahllose Musiker von Madonna (hier bei der Aufnahme Bowies in die "Rock and Roll Hall of Fame 1996) ...

... bis hin zu Lady Gaga wurden zweifelsohne von ihm beeinflusst und mitgeprägt. Vom ...

... "Neue Deutsche Welle"-Star Peter Schilling mal ganz zu schweigen, dessen Welthit "Major Tom" natürlich ein einzige große Referenz an Bowies Song "Space Oddity" war. Dementsprechend ...

... wählte der "New Musical Express" David Bowie 2000 auch tatsächlich zum "einflussreichsten Popmusiker aller Zeiten". Seinen Stern auf dem "Walk of Fame" in Hollywood ...

... bekam Bowie indes schon 1997. Auf ...

... diesem Foto ist Bowie gerade mal 19 Jahre jung. Da machte er bereits seit einigen Jahren als Dave Jay Musik, ...

... unter anderem in der Gruppe "The Kon-Rads", doch eher erfolglos. Aus Sorge, ...

... sein Name könnte dem von Davy Jones (l.), Mitglied der "The Monkees" zu ähnlich sein, ...

... entschied er sich, fortan unter dem Pseudonym David Bowie - angeblich inspiriert vom Namensgeber des Bowiemessers, James Bowie - aufzutreten. 1967 erscheint Bowies selbst betiteltes Solodebüt. Doch der große Erfolg bleibt vorerst weiterhin aus. Zu dieser Zeit ...

... hat der Musiker übrigens schon eines seiner Markenzeichen, das ihm zeitlebens erhalten bleiben sollte - seine beiden unterschiedlichen Augen. Verantwortlich dafür war eine Verletzung seines linken Auges, die er sich 1962 bei einer Schlägerei zugezogen hatte. Mithilfe ...

... der Produzenten Tony Visconti und Ken Scott schafft Bowie Anfang der 70er-Jahre dann aber doch den Durchbruch. Bereits mit der Single "Space Oddity", dem gleichnamigen Album (1969) und dem folgenden Longplayer "The Man Who Sold The World" ...

... gelingen ihm Achtungserfolge. Mit "Hunky Dory" platziert er 1971 erstmals ein Album in den britischen Top Ten. Noch größeres Aufsehen ...

... erregt jedoch das 1972 erschienene Konzeptalbum "The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars". Damit einher ...

... geht Bowies vorübergehende Verwandlung in das Alter Ego des Gitarre spielenden Rockstars "Ziggy Stardust". Sowohl mit dem Album selbst, das auch zur Grundlage eines Dokumentar- und Konzertfilms wurde, als auch mit seiner Transformation in die fiktive Kunstfigur lieferte Bowie wegweisende Ideen für die spätere Popmusik. An die ...

... Fotoaufnahmen für das Cover des Albums erinnert etwa noch heute eine Plakette in der Londoner Heddon Street. Mit ...

... "Ziggy Stardust" war die Basis für Bowies anhaltenden Ruhm gelegt. In Großbritannien gibt es seither kein unter seinem Namen veröffentlichtes Studioalbum mehr, das es nicht in die Top Ten geschafft hätte. Und das sind sage und schreibe 20 Alben. Seine ...

... international größten Erfolge feiert der Musiker unterdessen zu Beginn der 80er-Jahre mit Singles wie "Let's Dance", "China Girl" und "Blue Jean" sowie den zugehörigen Alben "Let's Dance" und "Tonight". Ausgerechnet, werden da einige Bowie-Enthusiasten stöhnen, ...

... für die die musikalischen Ergüsse des Sängers zu jener Zeit eher zu den schwächeren in seiner Karriere gehören. Doch die Ära der Haartollen und Schulterpolster hat auf jeden Fall ein Gutes. Mit ihr ...

... lässt Bowie endgültig einen eher düsteren Abschnitt seines Lebens hinter sich. Als er 1976 für drei Jahre nach West-Berlin zieht, ...

... tut er dies auch in der Hoffnung, hier von seinem Drogenkonsum wegzukommen. Die Voraussetzungen sind erst einmal schlecht. Während er ...

... dem Kokain zugetan ist, hängt sein Kumpel Iggy Pop, mit dem er eine WG in Schöneberg bewohnt, am Heroin. Doch die Geschichte ...

... hat ein doppeltes Happy End: Beide schaffen am Ende den Entzug - und bleiben ein Leben lang Freunde. In den ...

... 80er-Jahren geht Bowie nun auch vermehrt Kooperationen mit anderen Musikern ein. Mit Queen landet er den Nummer-1-Hit "Under Pressure", mit der Pat Metheny Group nimmt er "This is not America" auf, mit Mick Jagger "Dancing in the Streets" (im Bild) ...

... und mit Tina Turner (im Bild) den Song "Tonight".

1989 geht überdies sein Bandprojekt namens Tin Machine an den Start. Während das erste Album der Formation noch gut ankommt, floppt der darauf folgende Longplayer. So sind Tin Machine drei Jahre nach ihrer Gründung auch schon wieder Geschichte. Wenngleich ...

... Bowies Alben in der Folgezeit bei Kritikern nicht immer höchste Anerkennung finden, ...

... Experimentierfreudigkeit kann man dem Enfant terrible auch weiterhin nicht absprechen - und das ...

... gilt einmal mehr nicht nur für seine Looks. Auf dem ...

... Album "Earthling" von 1997 etwa lässt sich Bowie stark vom Drum and Base beeinflussen, ...

... ehe er in seinen Werken "Heathen" und "Reality" von 2002 beziehungsweise 2003 musikalisch wieder die Brücke zu seinen Frühwerken schlägt. Die alten Fans jubilieren, ...

... doch ihre Freude erhält einen herben Dämpfer. 2004 erleidet David Bowie einen Herzinfarkt - nach einem Auftritt beim "Hurricane Festival" im norddeutschen Scheeßel. In der Folge ...

... zieht er sich für fast zehn Jahre aus dem Musikgeschäft und auch der Öffentlichkeit weitgehend zurück. Erst 2013 ...

... gibt er sein musikalisches Comeback - so rockig wie schon lange nicht mehr, da sind sich die Kritiker einig. Mit dem Album "The Next Day" schafft es Bowie erstmals auch in Deutschland bis an die Spitze der Alben-Charts. Natürlich ...

... denkt alle Welt bei Bowie erst einmal an den Musiker ...

... und Sänger. Doch vor allem ...

... in jüngeren Jahren (und später auch noch in einigen kleineren Rollen) versucht sich der Brite ...

... auch als Schauspieler. Und das vielfach - wie etwa 1976 im Science-Fiction-Streifen "Der Mann, der vom Himmel fiel" - gar nicht schlecht. Dabei stellt Bowie ...

... auch als Darsteller seine Wandlungsfähigkeit mehr als nur einmal unter Beweis, sei es in dem Drama "Schöner Gigolo, armer Gigolo" (1979), ...

... dem Vampir-Film "Begierde" an der Seite von Catherine Deneuve (1983), ...

... dem Kriegsfilm "Furyo - Merry Christmas, Mr. Lawrence" (1983), ...

... dem Fantasy-Abenteuer "Die Reise ins Labyrinth" (1986) ...

... oder der Biografie "Basquiat" (1996) über den US-Künstler Jean-Michel Basquiat, in der Bowie in die Rolle von Andy Warhol schlüpft. Auch ...

... in der Leinwandversion von "Twin Peaks", die unter der Regie von David Lynch nach der gleichnamigen TV-Kultserie 1992 in die Kinos kommt, spielt er eine kleine Rolle. Und als wäre es damit noch nicht genug, ...

... kann man Bowie schon 1980 auch auf der Bühne am Broadway bestaunen. Hier spielt er die Titelrolle ...

... im Theaterstück "The Elephant Man" über den als "Elefantenmenschen" zu tragischer Berühmtheit gelangten Joseph Merrick. Privat ...

... ist der Musiker zweimal verheiratet. 1970 gibt er Angela Barnett das Ja-Wort. Zehn Jahre ...

... hält ihre Ehe, aus der ...

... der Sohn Duncan Zowie Bowie hervorgeht, der sich jedoch lieber unter seinem bürgerlichen Namen Duncan Jones ansprechen lässt. Er arbeitet heute als Filmregisseur. Zum zweiten Mal ...

... tritt David Bowie 1992 vor den Traualtar. Seine Auserwählte ...

... ist das aus Somalia stammende Model Iman Abdulmajid, ...

... bekannt nur unter ihrem Vornamen Iman. Mit ihr ...

... freut sich Bowie im August 2000 über ein weiteres Kind - die Tochter Alexandria Zarah, die wir aufgrund ihres noch jugendlichen Alters an dieser Stelle nicht zeigen. Die beiden ...

... führen über viele Jahre eine skandalfreie ...

... und scheinbar äußerst glückliche Vorzeigeehe. Doch nun ...

... müssen nicht nur Iman und ihre Tochter, ...

... sondern auch die vielen Fans des Sängers weltweit mit der traurigen Nachricht von Bowies Tod fertigwerden. Der Star verliert am 10. Januar 2016 ...

... mit 69 Jahren den Kampf gegen den Leberkrebs, der 18 Monate zuvor erstmals bei ihm diagnostiziert worden war. Der ...

... Öffentlichkeit hat er seine Krankheit verschwiegen. Stattdessen ...

... erscheint nur drei Tage vor seinem Tod sein Album "Blackstar", das nun wie ein triumphaler Schlussakkord seines musikalischen Vermächtnisses anmutet. Doch die Welt ...

... wird sich bei Weitem nicht nur deshalb noch lange an ihn erinnern. Und auch nicht nur ...

... wegen der umfangreichen Ausstellung zu seiner Person, die 2013 konzipiert wurde ...

... und 2014 auch in Berlin zu sehen war. Nein, ...

... die Welt wird sich an das Genie David Bowie erinnern, ...

... zwischen "Ziggy Stardust" ...

... und "Thin White Duke" ...

... und stets mit einem Hauch der Androgynie. Und daran, ...

... einen ihrer ganz großen Künstler verloren zu haben. Aber seit Bowie wissen wir ja: "There's a Starman waiting in the sky." (vpr)

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