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Keine Zukunft ohne neue Haarfrisur: Den Trend verpennt?

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Wie es die Ärzte dereinst schon sangen: Ich scheiß auf ihre Maße, ich scheiß auf ihr Gewicht, ... (Foto: picture-alliance / dpa)

Wie es die Ärzte dereinst schon sangen: Ich scheiß auf ihre Maße, ich scheiß auf ihr Gewicht, ...

Wie es die Ärzte dereinst schon sangen: Ich scheiß auf ihre Maße, ich scheiß auf ihr Gewicht, ...

... ich scheiß auf ihre Nase, und ich scheiß auf ihr Gesicht. Ist ...

... das Kinn zu weit hinten und die Zähne zu weit vorn, ...

... hat sie viel zu große Füße oder viel zu kleine Ohren. Ich ...

... scheiß auf ihre Blödheit, ich bin ja selber dumm. Und ...

... ihre schiefen Knie, die nehm ich ihr nicht krumm. Ich ...

... scheiß auf ihre Beine, ich scheiß auf die Figur. Für mich zählt nur das eine: ...

... DIE ...

... FRI- ...

... SUR!!! Oder anders ausgedrückt: Keine ...

... Zukunft ohne neue Haarfrisur! Aber Obacht! Der Irokesenschnitt mag ja in der einen ...

... oder anderen Variante möglicherweise ein unvergänglicher Klassiker sein. Aber ...

... ist es auch der Wischmopp, ...

... der Pömpel ...

... oder die Yuccapalme auf dem Kopf? Da kann man doch ganz schnell ...

... tierisch danebenliegen. Und auch ...

... mit einer schnöden Spülung ist die Sache noch nicht immer gleich getan. Damit man also ...

... nicht längst vergangenen Moden aufsitzt, ...

... sich als Pussykatze ...

... oder Hui Buh lächerlich macht, ...

... dem Markenwahn verfällt, ...

... sich eine Pomadenfrisur abkupfert ...

... oder gar stundenlang über das eigene Haupthaar ins Grübeln kommt, ...

... informiert uns das Friseurhandwerk dankenswerterweise regelmäßig darüber, was die neuesten Trends auf unserer Kopfhaut sind. Sie dachten ja wohl nicht, ...

... das Frisuren-Thema sei bloß die pure Haarspalterei. Nein! Wie auch sonst in der Mode ...

... prognostizieren die Coiffeure Jahr für Jahr messerscharf, was in der kommenden Saison so angesagt ist. Es gibt nicht nur diverse Verbände, ...

... die sich immer wieder des haarigen Themas annehmen, ...

... sondern auch die unterschiedlichsten Messen, Veranstaltungen und Wettbewerbe. Ja, ...

... sogar regionale Unterschiede werden mit Blick auf die Trends gemacht, dann zum Beispiel, wenn im Süden der Republik die Fachmesse "Bayern Hair" das interessierte Publikum anlockt. Aktuell ...

... oblag es jedoch dem Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks, mal wieder seine pfiffigsten Kreationen für die kommende Frühjahr-Sommer-Saison zu präsentieren. Woran denken Sie ...

... bei "Dr. Bob", ...

... "Future Perfect", ...

... "Criss Cross", ...

... "Glamourelfe", ...

... "Kastendenken", ...

... "Modern Hipster" ...

... oder "Galaktisch gut"? Falls an das Gezeigte, dann liegen Sie schwer daneben. Denn bei alldem handelt es sich selbstredend ...

... um Frisuren. Und nicht um irgendwelche Frisuren, sondern um DIE Frisuren, die Frau und Mann in den kommenden Monaten tragen sollten. Das hier ist - unschwer zu erkennen - "Dr. Bob". Falls Ihnen das noch zu viel Gewuschel um die Ohren sein sollte, ...

... dann sollten Sie sich vielleicht für die ein wenig radikalere Variante "Future Perfect" entscheiden. Kurzhaarfrisuren sind nicht Ihr Ding? Wie ...

... wäre es dann vielleicht mit "Criss Cross"? Nun gut, man könnte auch schlicht Lockenkopf dazu sagen, aber so klingt es in jedem Fall ein wenig flippiger.

Ziemlich crazy ist auch der "Glamourelfen"-Trend. Warum? Na, ...

... hier erkennt man es noch ein bisschen besser: Die Haare sind farblich abgestuft. Das haben wir aber doch schon irgendwo gesehen? Ach ja, ...

... bei Lena, der alten Glamourelfe. Aber ...

... auch die Herren der Schöpfung sollen natürlich nicht ohne stylishe Schur in den Sommer gehen. Und? Können Sie erraten, welche Frisur was ist? Na, ...

... ist doch wohl ganz klar: Das hier ist "Kastendenken", ...

... dies hier der "Modern Hipster" ...

... und diese Haarpracht ist "Galaktisch gut" - quasi das männliche Pendant ...

... zum "Future Perfect"-Schnitt der Damen. Doch mal ganz abgesehen vom Schnitt - natürlich ...

... ist auch die Farbe des Haupthaares nicht unentscheidend. Und wenn man den Friseuren vertrauen kann, dann hätten Sie in den vergangenen knapp 20 Jahren mit einem gewissen Duracell-Orange nichts falsch machen können. Glauben Sie nicht? Na, dann passen Sie mal ...

... auf: 1996, ...

... 1997, ...

... 1998, ...

... 1999, ...

... 2000, ...

... 2001, ...

... 2002, ...

... 2003, ...

... 2004, ...

... 2005, ...

... 2006, ...

... 2007 ... Okay, okay, Sie sind überzeugt, oder?! Natürlich hätten Sie auch ...

... 2012 mit einem leichten Rotstich auf dem Haupt überzeugen können. Falls Sie diesen Dauertrend tatsächlich verpasst haben sollten, dann zeigen wir Ihnen an dieser Stelle flugs auch noch ein paar andere Frisuren-Highlights, ...

... die Ihnen in den vergangenen beiden Jahrzehnten vermutlich entgangen sind. Ach ja, die 90er - waren sie nicht schön? Jedenfalls mit einer so heißen Haarpracht, wie sie uns Merel, Anna und Manuela 1995 präsentierten.

"Swinging Sixties" lautete in diesem Jahr die Devise, ...

... aber auch Kurzhaarschnitte waren gefragt.

"Back to the Sixties" war auch 1996 noch das Motto, ...

... ebenso wie "Crazy-Color-Köpfe". Die ...

... Techno-Generation drückte den Frisuren noch eindeutig ihren Stempel auf, ...

... auch wenn diese Models vielleicht nicht gerade das Flair einer Spaßgeneration versprühen.

1997 gab es zwei eindeutige, wenn auch miteinander konkurrierende Trends: rauschende Engelslocken ...

... oder aber den kantigen Bob.

Und natürlich durfte weiterhin auch lustig in den Farbtopf gegriffen werden.

1998 brachte uns den "Ethno-Look" - eine Kombination aus Locken und Strähnen. Ansonsten ...

... war von der Kurzhaarfrisur bis zum Madonnen-Look so gut wie alles erlaubt. Alles? Ja, ...

... alles. Okay, ...

... das folgende Jahr stand dieser Freiheit eigentlich in nichts nach. Wirre Steckfrisuren bei den Damen gingen ebenso wie die Tolle beim Herren. Oder aber, ...

... man ließ sich eine schicke "Millennium-Frisur" basteln. Nur so ...

... überwand man die Jahrtausendwende wirklich stilecht. Und ...

... danach? Danach erklärte man uns die schöne, bunte Frisurenwelt so: "Kompakte Frisuren werden durch kräftige Farben von Gold-Kupfer über Kupferrot und Kreativ-Techniken wie 'slicen, pointen und freehand' zum weichen verspielten Outfit gestylt." Aha. Doch ...

... zugleich sollte im Jahr 2000 auch "das Styling stärker in den Vordergrund gestellt werden, um durch eine große Variationsbreite auch extravagante, ausgefallene Frisuren möglich zu machen". Und ...

... für die Herren gab es unter anderem die Schnitte "Braveheart", "Businessman" und "Bad Boy".

2001 waren "Sinnlichkeit, Expressivität und Farbfantasien" die "Trendbotschaften" für das Frühjahr und den Sommer. Überdies ...

... waren "horizontale Schnitte von Ohr zu Ohr mit leicht konvexer Grundlinie" schwer gefragt. Und wenn man ...

... total verrückt drauf war, dann kombinierte man schon auch mal Strähnen in allen möglichen Farben mit einem Gesichtsschleier.

2002 vermittelten uns laut Friseurhandwerk der "Garcon-, Pagen- und Business-Look" die "Trendsignale Modernität und Natürlichkeit". Bei ...

... den Männern durfte die Matte ruhig mal wieder ein wenig länger ausfallen. Aber ...

... auch extreme Farbexperimente ...

... und doch etwas gewagte Aufbauten auf dem Kopf waren den Experten zufolge 2002 kein Griff ins Klo.

2003 ereilte alle Modebewussten der "Eccentric Romantic"-Trend - bestimmt von "Bewegung, Volumen und Locken", wie natürlich unschwer zu erkennen ist. Aber ...

... auch "Okzident meets Orient" war ein Motto. Gut, ...

... wenn man ein Mann war. Dann durfte man sich nämlich den "individuellen Schnitt in allen Paletten von Business-Style bis sportiv-lässig" gönnen.

Endlich Schluss mit Miesepeterei. Deshalb sollten Haare 2004 "Optimismus und pure Lebenslust versprühen". Und das "fröhlich und farbenstark". Natürlich ...

... ist es immer ein bisschen dumm, wenn man zwar die angesagteste Frisur trägt, aber ein komplett unmodisches Tribal auf die Haut tätowiert hat. Doch ...

... Schwamm drüber und nicht mit positiven Worten geknausert. Schließlich galt 2004 auch das Motto: "Luxus ist schick." Und ...

... die Typen? Die waren "soft and cool". Diese Umschreibung ...

... könnte aber natürlich auch auf diesen jungen Herren zutreffen, der uns eine der Trendfrisuren des Jahres 2005 zeigt. Während die Männer in diesem Jahr also gerne wie eine Reinkarnation von Starskys Kompagnon Hutch auf die Straße gehen durften, ...

... stand den Frauen ein "Rockerstyle-Haarschnitt" gut zu Gesicht. Später im Jahr ...

... durfte es allerdings auch der "Bubble Cut" sein - "extravagante Kurzhaarschnitte in frischen Farben". Speziell ...

... in Bayern legte man den Kunden indes Frisuren wie diese ans Herz. Und wer ...

... mit der politischen Stimmung im Land zu dieser Zeit Schritt halten wollte, griff zur "Große-Koalitions-Frisur".

Der Akt des Haarefärbens ist nicht gerade ein besonders würdevoller - das war 2006 nicht anders als in allen anderen Jahren auch. Schlimm ...

... ist eigentlich nur, wenn am Ende derartige Gesamtkunstwerke herauskommen. Nun ja, ...

... es gab 2006 auch Friseure, die nicht auf Steckfrisuren setzten. Nur ...

... auf der "Bayern Hair" war wieder einmal eine ganz besonders eigenwillige Kreation zu bewundern.

Vokuhila?!? Hatten wir die nicht hinter uns gelassen? Nein, 2007 sollte sie nach Ansicht der deutschen Haarformer eine Wiederauferstehung feiern - im Rahmen von Frisuren, ...

... die an die 20er und 60er Jahre angelehnt sind und über klare Linien mit erkennbaren Konturen verfügen. Nun ja, ...

... so ganz über das Jahr durchgehalten hat der Trend mit den deutlichen Konturen dann doch nicht.

Holla, die Waldfee. 2008 müssen die Frauen aber ganz schön übel ausgesehen haben. Jedenfalls legen das diese Frisuren-Desaster, die Anfang des Jahres als Trends ausgegeben wurden, doch irgendwie nahe. Und ...

... siehe da: Auch der Vokuhila war noch immer hip - jetzt auch wieder beim Mann. "Edle ...

... Glanzeffekte und asymmetrische Schnitte" empfahl man uns für die Sommer-Saison 2008, ...

... während im Herbst ein kurzer Pony und gedeckte Farben der letzte Schrei waren.

2009 wurde es aber auch mal Zeit, dass man sich endlich auf einen guten Look rund um die Uhr besinnt. Deswegen riefen die Friseure den Trend "Dayandnight" ins Leben - stylisches Aussehen bei Tag und (!) Nacht. So stylish, ...

... dass sich sogar Lana Del Rey (r.) ...

... und Marge Simpson von der Mode in diesem Jahr inspirieren ließen. Aber auch ...

... Kurzhaarschnitte in allen Variationen waren 2009 wieder ein Renner. Kurz ...

... und kürzer - an diesem Trend hat sich auch im Folgejahr nichts geändert, egal, ob bei Männlein oder Weiblein. Ob man ...

... mit der Frisur "Dark Night" wirklich punkten konnte, sei jedoch einmal dahingestellt. Mit dem Pony über den Augen wird es schließlich nicht nur in der Nacht, sondern auch am Tag ziemlich schnell finster. Da ...

... loben wir uns doch schon eher diese, futuristisch anmutende Kreation. Apropos ...

... futuristisch. Ist das die Crew vom Raumschiff Enterprise? Nein, ...

... das waren die Frisuren- und Make-Up-Trends des Jahres 2011 bei den "Top Hair International Trend & Fashion Days" in Düsseldorf. Doch ...

... es ging auch etwas konventioneller. "Raffinierte Haarschnitte und glanzvolle Haareffekte bringen uns den Sommer", lautete etwa die Devise, die der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks 2011 ausgab. Und ...

... im vergangenen Jahr 2012? Da sind scheinbar endgültig alle stilistischen Dämme gebrochen - von ...

... türkisfarbenen Mega-Wimpern ...

... bis zum Kunsthaarkleid am Arm. Ob sich das wohl durchsetzt? Mal ehrlich, ...

... viele angebliche Modetrends scheinen sich eher in den Köpfen der Designer abzuspielen ...

... als auf den Köpfen ihrer Kunden. Aber vielleicht ...

... war ja für Ihren nächsten Friseurbesuch die eine oder andere Inspiration aus den vergangenen Jahren dabei.

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