Spaniens König Juan Carlos erlebt bewegte Zeiten. Der Monarch, der am 5. Januar 2008 70 Jahre alt wurde, war in den vergangenen Monaten häufiger in den Schlagzeilen als ihm recht gewesen sein dürfte.Bild 1 von 26 Mit den Worten "Kannst Du nicht mal den Mund halten?" ...Bild 2 von 26 ... wies er auf dem Iberoamerika-Gipfel den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez (ganz rechts) zurecht, ...Bild 3 von 26 ... als dieser den spanischen Ex-Ministerpräsidenten José María Aznar als "Faschisten" beschimpfte.Bild 4 von 26 Zuvor hatte Juan Carlos mit einem Besuch der von Marokko beanspruchten Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla ...Bild 5 von 26 ... einen diplomatischen Zwist zwischen Madrid und Rabat ausgelöst. (Foto: Demonstration in Marokko gegen Juan Carlos)Bild 6 von 26 Für Ärger sorgten auch die Trennung der ältesten Königstochter Elena von deren Mann Jaime de Marichalar (hier im Oktober 2007) ...Bild 7 von 26 ... und eine Sex-Karikatur von Kronprinz Felipe und Prinzessin Letizia.Bild 8 von 26 All das tat der Beliebtheit des Königs jedoch keinen Abbruch.Bild 9 von 26 Die Mehrheit der Spanier begrüßte ausdrücklich den königlichen Rüffel für Chavez und auch die Reise nach Ceuta und Melilla.Bild 10 von 26 Juan Carlos ist Umfragen zufolge beliebter als alle Politiker Spaniens.Bild 11 von 26 Er wird nicht nur in Spanien geschätzt, sondern ist auch weltweit einer der angesehensten Monarchen.Bild 12 von 26 Dabei hatte er sich den Thron hart erarbeiten müssen.Bild 13 von 26 Er stand an der Spitze eines Landes, das seit dem Bürgerkrieg (1936-1939) in zwei Lager - Sieger und Besiegte - gespalten war und dessen Bevölkerung für die Monarchie wenig übrig hatte. Als er im November 1975 gekrönt wurde, schien alles gegen ihn zu sprechen.Bild 14 von 26 Dem jungen Bourbonen haftete damals der Ruf an, ein Zögling des Diktators Francisco Franco (1939-1975, im Bild vorn) zu sein, der ihn zu seinem Nachfolger erkoren hatte.Bild 15 von 26 Juan Carlos überraschte alle Skeptiker damit, dass er die Diktatur Francos nicht fortführte, sondern den Anstoß zu demokratischen Reformen gab.Bild 16 von 26 Er dürfte so ziemlich der einzige König in der Weltgeschichte sein, der von einem Diktator eingesetzt wurde und sein Land zur Demokratie führte.Bild 17 von 26 Die letzten Zweifler brachte er auf seine Seite, als er am 23. Februar 1981 die junge Demokratie standhaft gegen einen Putschversuch von Militärs verteidigte. (Im Bild: Der Putschist Antonio Tejero Molina am Rednerpult im spanischen Parlament.)Bild 18 von 26 Die Sympathien seiner Landsleute gewann er aber auch durch seine herzliche und offene Art.Bild 19 von 26 Als "Bürgerkönig" hält er keinen Hofstaat und lebt auch nicht in einem prunkvollen Schloss.Bild 20 von 26 Das Budget des spanischen Königshauses beträgt nur einen Bruchteil der Gelder, über welche bspw. die britische Königin Elizabeth II. oder König Mohammed VI. von Marokko verfügen.Bild 21 von 26 Nicht einmal Parteien mit einer anti-monarchistischen Tradition wie die Sozialisten oder Kommunisten stellen heute Spaniens Monarchie in Frage.Bild 22 von 26 Dies gilt allerdings nur, solange der König seine Arbeit gut macht.Bild 23 von 26 "Hier musst Du Dir den Thron Tag für Tag aufs Neue verdienen", sagte Juan Carlos einmal.Bild 24 von 26 "Wenn das Volk gegen Dich ist, kannst Du einpacken."Bild 25 von 26 Das steht wohl vorerst nicht zu befürchten. Feliz Cumpleaños y Salud, Juan Carlos! (Alle Fotos: dpa und AP)Bild 26 von 26