Tod einer Edelhure: Der Mord an Rosemarie Nitribitt
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Es geschah vor 50 Jahren: Die Frankfurter Edelhure Rosemarie Nitribitt wird am 1. November ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden.Bild 1 von 33 Die grausame Tat erregt das Nachkriegsdeutschland wie kaum ein anderes Verbrechen.Bild 2 von 33 Ein Sittenskandal, der als Mahnung für alle anständigen jungen Mädchen dient ....Bild 3 von 33 ... doch nicht aus der Reihe zu scheren.Bild 4 von 33 Die ideale Vorlage für einen Roman, Filme und ein Musical. (Im Bild die Schauspieler Bernhard Bettermann und Anna Montanaro)Bild 5 von 33 Birgt der Stoff doch alles in sich:Bild 6 von 33 Sex, Macht und die Sehnsucht nach einem besseren Leben.Bild 7 von 33 Noch immer, so heißt es lakonisch vom Pressedienst der Stadt, "klebt der Fall an Frankfurt wie Nachkriegskaugummi".Bild 8 von 33 Schnell ranken sich Legenden um den gewaltsamen Tod der 24-Jährigen, ....Bild 9 von 33 ... was nicht zuletzt mit ihrer sagenumwobenen Kundenkartei zusammenhängt.Bild 10 von 33 Das Revier von Rosemarie Nitribitt ist unter anderem der Frankfurter Hof, ...Bild 11 von 33 ... an dem sie in ihrem Mercedes-Cabrio mit roten Sitzen vorfährt und offensiv ihrem Gewerbe nachgeht.Bild 12 von 33 Ihre Freier gehören zu den Großen der Wirtschaftselite.Bild 13 von 33 Der Bekannteste von ihnen: Harald von Bohlen und Halbach, Bruder des Chefs des Hauses Krupp.Bild 14 von 33 Der Industriellen-Spross schreibt ihr Liebesbriefe, schenkt ihr Trachtenhüte und einen Werkzeugkoffer.Bild 15 von 33 Öffentlich will er sich aber nicht mir ihr zeigen. An eine Heirat ist in den 50er Jahren nicht zu denken.Bild 16 von 33 Auch Ernst und Gunter Sachs (im Bild) sowie BMW-Eigner Harald Quandt sollen Kontakt zu der jungen Frau gehabt haben.Bild 17 von 33 Der Fall Nitribitt ist mehr als ein Mord im Milieu - ...Bild 18 von 33 ... er ist ein Porträt des Wirtschaftswunderlands mit allen seinen Schattenseiten.Bild 19 von 33 1933 wird Rosemarie Nitribitt in Düsseldorf als uneheliches Kind einer 18-jährigen Putzfrau geboren.Bild 20 von 33 Ihr richtiger Name: Rosalie Marie Auguste. Schon bald kommt sie in ein Kinderheim und später in eine Pflegefamilie.Bild 21 von 33 Hier wird sie mit elf Jahren vergewaltigt. Spätestens jetzt ist es vorbei mit der Kindheit. Bald schließt sie Freundschaft mit Prostituierten, die sie an französische Soldaten vermitteln.Bild 22 von 33 Immer wieder bekommt sie Ärger mit der Polizei und dem Jugendamt. Das Jugendamt vermutet sogar "Anzeichen von Schwachsinn", weil das Mädchen "frech und herausfordernd" sei.Bild 23 von 33 Eigentlich will sie "Mannequin" werden, bemüht sich Englisch und Französisch zu lernen ...Bild 24 von 33 ... und arbeitet sich hoch. Pelzmantel, Pudel und Zweikaräter am Finger werden ihre Erkennungszeichen.Bild 25 von 33 Bis zu 100.000 Mark soll sie jährlich verdient haben - eine für damalige Verhältnisse unglaubliche Summe.Bild 26 von 33 Langfristig will sie aussteigen. "Irgendwann schlägt mir noch einer den Schädel ein", so ihre Befürchtung.Bild 27 von 33 Nur wenige Wochen später wird sie erwürgt in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Polizei offenbart ein völliges Versagen.Bild 28 von 33 Bei der Spurensicherung wird geschlampt. Ein am Tatort gefundener Hut wird dem Täter zugeordnet - bis sich herausstellt, dass er dem Leiter der Mordkommission gehört. Auch Journalisten werden in die Wohnung gelassen.Bild 29 von 33 Hunderte Seiten Ermittlungsakten "verschwinden", darunter die Aussagen einiger Industriemagnate. Diese kommen für die Polizei als Täter ohnehin nicht in Betracht.Bild 30 von 33 Ein hochverschuldeter Freund der Prostituierten, Heinz P., wird hingegen schnell als Täter auserkoren.Bild 31 von 33 Drei Jahre nach der Tat wird er jedoch freigesprochen. 50 Jahre später ist der Fall nach wie vor ungelöst.Bild 32 von 33 Der Schädel der Nitribitt lagert noch immer bei der Polizei. Ihr Körper liegt auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof begraben. "Nichts Besseres darin ist denn fröhlich sein im Leben", steht auf dem Grabstein. (Fotos: dpa, AP, Kriminalmuseum Frankfurt)Bild 33 von 33