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Montag, 25. Juli 2011

Freunde und Kollegen von Amy Winehouse trauern: "Die Drogen nahmen ihr Talent und ihre Seele"

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Amy Jade Winehouse, geboren am 14. September 1983, gestorben am 23. Juli 2011. (Foto: AP)

Amy Jade Winehouse, geboren am 14. September 1983, gestorben am 23. Juli 2011.

Amy Jade Winehouse, geboren am 14. September 1983, gestorben am 23. Juli 2011.

Auch wenn ihr Tod abzusehen war - Fassungslosigkeit macht sich breit.

Ihre letzte Liebe galt Reg Traviss, einem britischen Sänger und Filmemacher. Bleich und erschüttert steht er vor Amys Haus in London. Er hatte im Juni wohl gesagt: "Ich oder die Drogen!" Da sie sich für die Drogen entschieden hat, verließ Traviss sie.

Er hatte sicher gehofft, dass sie es sich noch anders überlegen würde. Mit ihm ging es eine Zeit lang wieder bergauf für die Sängerin, nach der Trennung jedoch soll sie sehr gelitten haben.

Amy hatte kein gutes Händchen für Männer.

Blake Fielder-Civil war eine große, aber auch tragische und schlechte Liebe für sie. Mit ihm ging sie durch die Drogenhölle, ...

... von ihm kam sie nach zwei turbulenten Ehejahren nicht los. Er soll sie tiefer in die Drogenwelt geführt haben, auch wenn sie zuvor schon damit in Berührung kam. Trotzdem, man möchte jetzt nicht in seiner Haut stecken.

Wahre Liebe für die 27-jährige Ausnahmekünstlerin? War wohl nicht vorgesehen.

Das Ultimatum von Traviss war grundsätzlich sicher nicht schlecht gemeint, ...

... im Endeffekt starb Amy Winehouse aber allein in ihrem Bett. Traurig.

Auch ihre Eltern konnten nichts mehr tun.

Die musikbegeisterten Eltern Mitch - ein Taxifahrer mit musikalischen Ambitionen, die er seit dem Erfolg seiner Tochter auch offen auslebte - und Janis, eine Apothekerin, trennten sich, als Amy neun Jahre alt war.

Besonders zerrüttet wirkte es aber nicht bei den Winehouses, immer wieder äußerten sie ihre Sorge um das verloren wirkende Kind.

Nun bitten die Eltern um Ruhe und Respekt für sich und den älteren Bruder Alex.

"Sie hinterlässt ein gähnendes Loch in unseren Leben", schrieb die Familie in einer Erklärung, in der sie die Sängerin als "wunderbare Tochter, Schwester, Nichte" bezeichnete.

"Wir kommen zusammen, um ihrer zu gedenken, und wir wären für etwas Ruhe und Platz dankbar in dieser furchtbaren Zeit", hieß es weiter.

Ungewöhnliche Geste: Nach dem plötzlichen Tod ihrer Tochter sind ihre Eltern zu den trauernden Fans gegangen. "Danke, dass Ihr hergekommen seid. Das bedeutet meiner Familie sehr viel", sagte Mitch Winehouse vor dem Haus der Musikerin im Londoner Stadtteil Camden.

"Ihr Menschen, die Ihr hier steht. Ich kann Euch gar nicht sagen, was das für uns bedeutet. Es macht die Sache wirklich einfacher für uns", fügte der Vater von Amy Winehouse hinzu.

Seitdem Winehouse am Samstag tot in ihrem Wohnhaus aufgefunden worden war, kommen immer neue Fans nach Camden und legen im Gedenken an die exzentrische Sängerin Blumen und Karten nieder und entzünden Kerzen.

Während seine Frau die Tränen nicht zurückhalten kann und mit ihrem Handy Aufnahmen von den Blumen macht, sagte Mitch Winehouse weiter: ...

... "Amy ging es vor allem um eins im Leben: Liebe. Ihr ganzes Leben war ihrer Familie und ihren Freunden gewidmet. Wir sind zerstört und ich bin sprachlos." (Foto links: Amys Bruder Alex)

Amy Winehouse hatte eine besonders enge Beziehung zu ihrem Vater, der in London als Taxifahrer arbeitet. Mit seiner Begeisterung für Musik und sein Vorsingen für seine Tochter hatte er seit ihrer Kindheit einen tiefen Einfluss auf sie.

Die Nachricht ihres Todes erreichte ihn am Samstag in New York, von wo er noch am Abend ein Flugzeug zurück nach London nahm. Er hatte wiederholt besorgt über ein "langsames und schmerzhaftes Sterben" seiner Tochter gesprochen, falls sie ihre Drogen- und Alkoholprobleme nicht in den Griff bekomme.

Amys letzter Auftritt fand drei Tage vor ihrem Tod statt. Da stand sie mit ihrem 15-jährigen Patenkind Dionne Bromfield auf der Bühne. Ein Talent, das "Tante Amy" gerne unterstützte.

Und Dionne unterstützte ihr Vorbild: Alle Gerüchte über Amy seien übertrieben oder unwahr, sagte die junge Künstlerin noch vor Kurzem: "Sie muss nur einmal blinzeln, während die Presse Fotos schießt – schon sieht es so aus, als ob sie betrunken wäre. Das ist nicht die Amy, die ich kenne", empörte sie sich.

Amy Winehouse, das Vorbild: Es wäre zu schön gewesen.

Auch andere gedenken ihrer.

Mark Ronson, Produzent und Vertrauter von Amy (im Video zu ihrem gemeinsamen Hit "Valerie" trat sie nicht mal mehr auf, weil sie nicht in der Lage dazu war), ist erschüttert: ...

... "Das ist einer der traurigsten Tage meines Lebens. Sie war meine musikalische Seelenverwandte und wie eine Schwester für mich."

Tony Bennett, 84-jährige Sängerlegende, der dieses Jahr im März mit ihr in den Abbey Road Studios in London stand, um "Body And Soul" aufzunehmen, ist sehr traurig: ...

... "Amy war eine außergewöhnliche Künstlerin. Sie hatte ein großartiges Gefühl für Musik und war liebenswert und intelligent. Ich bin bestürzt, dass ihr Talent zu einem solch frühen Ende gefunden hat. Ich habe so gehofft, dass sie ihre Probleme in den Griff bekommt und fühle mich sehr geehrt, dass ich mit ihr singen durfte."

US-Sänger Josh Groban twitterte: "Die Drogen nahmen ihr Talent, ihre Seele, ihr inneres Leuchten - lange bevor sie ihr Leben nahmen." Poetischer kann man es kaum ausdrücken.

Demi Moore lässt ihren Gefühlen freien Lauf: "Wirklich traurige Nachricht über Amy Winehouse. Meine Gedanken sind bei ihrer Familie. Möge ihre unruhige Seele Frieden finden."

Auch Schauspielerin Jessica Alba ist "so traurig über Amy Winehouse - sie war so talentiert. Wirklich tragisch."

Regisseur Francis Ford Coppola, eher aus der Generation von Amys Vater, sagt: "Jemanden in diesem Alter zu verlieren, ist einfach wirklich herzzerreißend und zweifelsohne, nun, da sie weg ist, werden die Menschen ihre Arbeit schätzen. Denn ich fand sie ziemlich talentiert."

Ein schlimmer Schock auch für Amys Plattenfirma: "Wir sind tieftraurig über den plötzlichen Verlust einer solch talentierten Musikerin, Künstlerin, Interpretin und Freundin. Unsere Gebete gelten Amys Familie, Freunden und Fans."

Kollege Usher, auf dem Foto mit Alicia Keys, reagiert ebenfalls bestürzt: "Ich bin so traurig, die schreckliche Nachricht zu hören. Ich bin so froh, dass ich dich kannte, Amy ... Ruhe gut. Zu früh gegangen ... wir werden dich vermissen!!"

Kelly Osbourne trauert um ihre Freundin: "Ich kann gerade nicht einmal richtig atmen, so sehr weine ich. Ich habe soeben einen meiner besten Freunde verloren. Ich werde dich für immer lieben, Amy. Und ich werde niemals vergessen, wer du wirklich warst!"

Auch Dita von Teese fehlt die Freundin: "Ich habe unglaubliche Zeiten mit Amy verbracht. Sie hat einmal eine ganze Stunde für mich gesungen, das war das Schönste und Berührendste, das es gibt. Ein gigantischer Verlust."

Danny de Vito sagt, was viele denken: "27 Jahre alt – Amy Winehouse tot. Was soll das? Ich stand total auf ihre Musik. Bin sehr traurig darüber!"

Ganz oft lesen wir unter den Tausenden Beileidsbekundungen auch nur: ...

... "R.I.P., Amy."

"Rest in Peace".

Ja, ruhe in Frieden, das hast du dir verdient! (soe/dpa/AP)

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