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Von Justin bis Warren : Die besten Momente der Oscars 2017

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Mal abgesehen von dieser durchaus peinlichen Panne, die den armen Warren Beatty fast wie einen Volldeppen hat dastehen lassen, ... (Foto: REUTERS)

Mal abgesehen von dieser durchaus peinlichen Panne, die den armen Warren Beatty fast wie einen Volldeppen hat dastehen lassen, ...

Mal abgesehen von dieser durchaus peinlichen Panne, die den armen Warren Beatty fast wie einen Volldeppen hat dastehen lassen, ...

... weil er den falschen Umschlag in der Hand hielt und fälschlicherweise "La La Land" als besten Film ansagen musste ...

... hatte diese Oscar-Veranstaltung durchaus noch ein paar sehr schöne Höhepunkte.

Und zum Glück konnte Warren Beatty ja auch gar nichts dafür.

Eine Verwechslung der Umschläge führte dazu, dass er erst "La La Land" zum "Besten Film" ausrief.

Die "La La Land-"Leute merkten aber dann selbst blitzschnell, dass hier etwas nicht stimmt.

Und gaben ihre Oscars ohne Murren an die rechtmäßigen Gewinner des Preise, an die Macher von "Moonlight", weiter.

Wenigstens nimmt Moderator Jimmy Kimmel die ganze Schuld auf sich, verspricht, nie wieder eine Oscar-Verleihung zu moderieren ...

... und macht es damit "Bonnie & Clyde" beziehungsweise Faye Dunaway und Warren Beatty möglich, mit erhobenem Haupt die Bühne zu verlassen. Sie trifft wirklich keine Schuld - die Umschläge wurden vertauscht.

Wenn dies jedoch Jimmy Kimmels erste und letzte Oscar-Performance gewesen sein soll, wäre es wirklich schade, denn der Mann hat seine Sache gut gemacht.

Politisch wie lange nicht mehr, teilte der 49-Jährige fleißig gegen Trump aus, der sein Missfallen durch "Nicht-Tweeten" kundtat.

So auffällig missachte der Präsident der Vereinigten Staaten sein Lieblingsmedium Twitter, dass Kimmel besorgt nachfragte: "Donald, bist du wach?"

Selbst der wiederholte Hinweis darauf, dass die "überschätzteste Schauspielerin aller Zeiten" (so nannte Donald Trump sie jedenfalls) Meryl Streep, anwesend ist, schien den Präsidenten nicht hinter dem Ofen seines Wochenenddomizils hervorzulocken.

Streep musste sich aber auch um Wichtigeres kümmern: um eine Busladung Hollywood-Touristen zum Beispiel. Die wurde nichtsahnend live in die Übertragung geschleust.

Die verdatterten Film-Fans, die erwartet hatten, bloß die schönsten Hollywood-Kostüme zu sehen, mussten teilweise doch sehr um Fassung ringen, ...

... als sie bemerkten, dass es sich nicht nur um eine Kostüm-Ausstellung handelte, sondern um die Live-Oscar-Übertragung 2017.

Da kann man nur hoffen, dass kein Handy-Akku leer war, denn in der ersten Reihe saßen natürlich absolute Hochkaräter und ein Star, der kurz zuvor mit seinem Oscar ausgezeichnet wurde: ...

... für die beste Nebenrolle in "Moonlight" bekam Mahershala Ali den Goldjungen - und Tourist Gary aus Chicago das Foto seines Lebens.

Dann gucken wir uns jetzt aber auch mal ein paar Stars an.

Folgend einfach mal ein paar schöne Paare. So wie Michael J. Fox (mit seiner Frau Tracy Pollan), der kurz vor der Oscar-Verleihung noch auf einer Demo für Pressefreiheit und gegen Einwanderungsstopp sprach.

Der gute Keith Urban ist besorgt, dass bei seiner schönen blassen Frau Nicole Kidman und ihrem schönen blassen Armani-Kleid auch noch alles sitzt. Schließlich hätte die Nominierte ("Lion") ja auch auf die Bühne gerufen werden können. Wurde sie aber nicht.

Und auch, wenn es auf dem roten Teppich jetzt nicht direkt zu einer großen Anhäufung von politischen Statements kam - Matt Damon und seine Frau Luciana Barroso sind einfach eine Augenweide.

Dass Jessica Biel eine Menge Spaß zu Hause haben dürfte, sollte klar sein. Sie ist mit Justin Timberlake zusammen, was soll da schiefgehen? Wahrscheinlich singt er jeden Abend für sie und sie tanzt.

Pharell Williams kam zwar nicht mit seiner Lebenspartnerin, dafür mit Produzenten-Partnerin Mimi Valdes ("Hidden Figures"). Er übrigens komplett in Chanel.

Apropos Chanel: Erst wollte Meryl Streep ein Kleid von Meister Karl Lagerfeld tragen, entschied sich dann aber um. Für eine Elie-Saab-Robe. Das erzürnte den Meister und er unterstellt ihr, dass sie Geld bekommen würde dafür, dass sie das andere Kleid trage.

Diese Aussage nun wiederum schien die zum 20. Mal (!) Nominierte so ärgerlich zu machen, dass sie glatt vergaß, ihr Haar auch auf dem Hinterkopf zu blondieren. Naja, was soll's: von Meryl Streep können wir so oder so nicht genug bekommen und bedauern, dass sie sich dieses Mal - im Gegensatz zu den Golden Globes, wo sie ihrem Unmut über Trump freie Bahn lies - so vornehm zurückgehalten hat.

Zurück zu den schönen Paaren: Leslie Mann findet sich toll in ihrem Kleid - ob ihr Mann, Regisseur Judd Apatow, das genauso sieht?

Diese beiden hier jedenfalls demonstrieren immer, dass sie eine Menge Spaß haben: Chrissy Teigen und John Legend.

Und auch wenn Chrissy wie immer ein sexy Kleid anhatte - so sexy wie bei den American Music Awards war es dann doch nicht.

Dort zeigte sie sich ja vor Kurzem, wie sie sonst nur ihr Gatte zu Gesicht bekommen sollte.

Chrissy allerdings ist immer für eine Schlagzeile gut: dieses Mal schlief sie während der Oscar-Verleihung ein und soll die Auftritte von Casey Affleck und Emma Stone verpennt haben.

Für die Familie Affleck sicher verschmerzbar ....

Schwamm drüber, hier ist was Traditionelles: Seit zig Jahren sorgt der österreichische Küchenchef Wolfgang Puck für das leibliche Wohl der Oscar-Gäste.

Und die nehmen das Angebot sicher gern an, haben sie sich doch meist wochenlang vorher in ihre schicken Roben gehungert. Wie auf diesem Bild Hailee Steinfeld ...

... oder hier Alicia Vikander.

Wir wüssten gerne, womit Taraji P. Henson sich ihre Beine eincremt.

Ava DuVernay trägt übrigens einen DER Trends der diesjährigen Oscar-Feierlichkeiten: das ausgestellte Sissi-Kleid.

Über die Klamotten müssen die Männer, wie hier Andrew Garfield, ja vielleicht gar nicht mal so viel nachdenken: Er war nominiert für "Hacksaw Ridge", ging aber leer aus.

Dafür aber bekam seine Ex, Emma Stone, einen Oscar. Den sie hier mit ihrem Bruder Spencer feiert. Man munkelt, dass zwischen Garfield und Stone doch noch etwas gehen könnte.

Absolut was gehen tut bei Janelle Monae.

Die nimmt den roten Teppich für sich ein, als gäbe es gar keine - nominierte - Isabelle Huppert ("Elle") neben ihr.

Janelle Monae war wegen "Hidden Figures" UND "Moonlight" bei der Verleihung.

Wenn das kein Grund zum Posieren ist!

Hala Kamil flüchtete aus Syrien. Die vierfache Mutter ist die zentrale Figur in der Flüchtlings-Doku "Watani: My Homeland". Drei Jahre lang begleitete Marcel Mettelsiefen die Familie aus Aleppo bis zu ihrer Ankunft in Deutschland. Dass sie überhaupt einreisen durfte, grenzt fast an ein Wunder. "Watani: My Homeland" gewann zwar den Oscar für den besten Kurz-Dokumentarfilm nicht, aber ein Erfolg war Kamils Auftritt so oder so!

Und diese beiden hier sind zwar auch leer ausgegangen, aber das bekümmert sie nicht weiter: Getreu dem olympischen Motto "Dabei sein ist alles" feierten Maren Ade (r) und Sandra Hüller, dass sie überhaupt nominiert waren mit "Toni Erdmann".

#oscarssowhite?War letztes Jahr. Dieses Jahr waren so viele farbige Künstler nominiert wie nie zuvor.

Jeder, einfach jeder sollte sich in diesem Land frei bewegen dürfen, findet auch Jackie Chan.

Was man (außer Oscar-Preisträger und Produzent Arthur Cohn) vielleicht nicht unbedingt wollte, war hinter Halle Berry zu sitzen. Die hatte einen mächtigen Afro und löste damit nicht nur Sympathiekundgebungen aus, sondern auch die Frage danach, ob eventuell alle Friseure in Los Angeles schon ausgebucht waren.

Berry ist auch Oscar-Preisträgerin.

Ihre Lieblings-Mimik ...

... geht jedenfalls sofort auf ihr Gegenüber über. Ob sie Justin Timberlake wohl gerade erzählt, dass sie nach der Verleihung nackt in den Pool springen will? Das hat sie nämlich später auf Instagram gepostet ....

Es gab aber auch Botschaften: eine kleine blaue Schleife mit der Aufschrift "ACLU" sorgte für Aufmerksamkeit. Ruth Negga trug sie, ...

.. oder Karlie Kloss, die mit Jared Kushners Bruder Joshua liiiert ist. Brisanterweise ist Jared ja - allgemein bekannt - Schwiegersohn und der Chefberater Trumps, während Joshua beispielsweise für Frauenrechte demonstriert und in der Obama-Zeit die Oscar Health Organisation gegründet hat.

Wer keine blaue Schleife für Bürgerrechte, Meinungsfreiheit und Liberalismus trug, trug vielleicht gleich ein ganzes blaues Kleidungsstück, wie Terrence Howard.

Wunderschön ist, wie viel Harmonie herrschte.

Zwischen Gewinnern und ...

... Nominierten, ...

... und auch den Verlierern, die gönnen können: Ryan Gosling war für "La La Land" ja ebenfalls nominiert, ging aber leer aus.

Das hat Justin Timberlake prima eingefädelt, denn er eröffnete die Oscar-Nacht mit seinem nominierten Song "Can't Stop The Feeling" aus "Trolls" ...

... im Vordergrund stand nämlich, zu feiern. Und zwar gemeinsam.

Timberlake riss das Publikum von Sekunde eins ...

... aus den Sesseln.

Verdanken wir nun dem Präsidenten Trump tatsächlich eines, und zwar, dass wieder viel mehr farbige Filmschaffende unter den Oscar-Nominierten sind, wie Jimmy Kimmel als These in den Raum stellte?

Es wird viel Gesprächsstoff geben, viele Themen vielleicht sogar, die zu neuen Filmen inspirieren.

So politisch war Hollywood schon lange nicht mehr.

Zum Schluss aber noch ein Hingucker aus deutschen Landen: ...

... Diane Kruger in einer ganzen Rolle Silberfolie. Wer ihr da versprochen hat: "Mit deiner nächsten Rolle bring ich dich ganz groß raus, Mädchen", ist auf jeden Fall ein Lügner.

Zusammenfassend kann man wohl sagen: Das war eine gute Oscar-Verleihung, die mal wieder Lust auf mehr gemacht hat. Mehr gute Filme vor allem. Schwarz und weiß und bunt. (soe)

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