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Batman & Co.: Diese Superhelden retten die Welt

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So, da ist er ja wieder. Sieht ein bisschen angekratzt aus, der "Iron Man". (Foto: TM & © 2013 Marvel & Subs.)

So, da ist er ja wieder. Sieht ein bisschen angekratzt aus, der "Iron Man".

So, da ist er ja wieder. Sieht ein bisschen angekratzt aus, der "Iron Man".

Oder sollte man sagen: Tony Stark (Robert Downey Jr.)? Jeder Superheld, der etwas auf sich hält, hat ja eine Tarnidentität. Wobei es bei ihm mit der Tarnung nicht weit her ist. Tony Stark ist ja bekannt wie ein bunter Hund.

Das weiß natürlich auch seine Freundin Pepper Pots (gespielt von Gwyneth Paltrow). Im neuen Film "Iron Man 3" hat sie jedenfalls recht wenig von ihm. Er muss sich nämlich mit ...

... dem Mandarin (Ben Kingsley) auseinandersetzen. In den Comics macht er Iron Man schon seit den 60ern das Leben schwer. Nun bekommt er seinen ersten Filmauftritt.

Für Robert Downey Jr. als Iron Man ist es schon der vierte Film, zählt man "The Avengers" mit. In den Comics gibt es Iron Man aber natürlich schon viel länger. Ein altgedienter Superheld ist die 1963 unter anderem von Stan Lee geschaffene Figur trotzdem nicht. Da gibt es wesentlich ältere.

Da wäre natürlich zunächst mal Superman. Der taucht 1938 erstmals in der Comicreihe "Action Comics" auf.

Er ist der erste Held, der mit Superkräften den Guten hilft und die Bösen das Fürchten lehrt.

Geschaffen wird die Figur, die vom zerstörten Planeten Krypton stammt, von Joe Shuster (l.) und Jerry Siegel.

Unter dem Decknamen Clark Kent arbeitet Superman bei der Zeitung "Daily Planet" in Metropolis, das als Synonym für jede Großstadt steht.

Dort arbeitet übrigens auch seine Kollegin Lois Lane, mit der er je nach Adaption mehr oder weniger fest liiert ist. (Szene aus "Superman II" mit Christopher Reeve und Margot Kidder.)

Superman kennt eigentlich keine Schwächen: Er ist sehr schnell, sehr stark, …

… kann fliegen und sehr gut hören und sehen …

… und ist überhaupt und sowieso nahezu unverwundbar (Brandon Routh in "Superman Returns"), …

… was ihn ja irgendwie auch ziemlich langweilig macht.

Aber in den 30er Jahren findet das großen Anklang angesichts von Großer Depression und Kriegsbedrohung.

Allerdings erfinden die Macher auch ein Element, das Superman schwächt: Kryptonit.

Aber egal, Superman oder besser noch: Supermans schicker Ganzkörperanzug - …

… getragen unter einem Hemd, das dann allerdings regelmäßig zerrissen wird - …

… ist mittlerweile Synonym für außergewöhnliche Kräfte, …

… was manchmal ehrfürchtig, manchmal parodistisch verwendet wird.

Unzählige Adaptionen hat der "Mann aus Stahl" inzwischen erlebt, in Fernsehserien (hier George Reeves), im Kino, in Videospielen und auch auf Theaterbühnen.

Mit großer Spannung wird nun auch sein Comeback im Kino erwartet. In "Man of Steel" spielt Henry Cavill den Superhelden, unter der Regie von Zack Snyder.

Im Kino ist Superman natürlich nicht der einzige Superheld. Aber auch die Comicfigur bekommt schon bald nach ihrer "Geburt" starke Konkurrenz.

Schon 1939 hat ein heute ebenso weltbekannter Held seinen ersten Auftritt in Heft 27 von "Detective Comics": Batman, …

… der von Bob Kane (Bild) und Bill Finger erfunden wird.

Der "schwarze Ritter" (hier dargestellt von Adam West, mit Milton Berle) ist ungleich düsterer als Superman, nicht zuletzt operiert er aus einer Fledermaushöhle heraus.

Zudem ist Batman ein Mensch - der Milliardär Bruce Wayne (hier dargestellt von Christian Bale). Dadurch wird er einerseits mit ganz menschlichen Problemen konfrontiert, …

… ist aufgrund seines Geldes aber auch in der Lage, sich allerlei technischen Schnickschnack im Kampf gegen die Verbrecher zu bauen.

Dazu gehören neben dem Batmobil natürlich auch das Fledermauskostüm und der Gürtel mit Sprays und Seilen und all den Sachen, die kleine Jungs auch gern hätten.

Batmans Antrieb ist ein Kindheitstrauma: Er musste ansehen, wie seine Eltern von einem Straßenräuber erschossen werden.

Erzogen von Butler Alfred, stellt er sein Leben daraufhin in den Dienst der Verbrechensbekämpfung in Gotham City.

Er spricht verschiedene Sprachen, kennt sich in den Naturwissenschaften aus und beherrscht vermutlich jede Selbstverteidigungstechnik der Welt. Und er bastelt natürlich sehr gern.

Anders als Superman wird Batman so zum allseits gebildeten, physisch und psychisch starken Menschen, …

… der allerdings auch eine dunkle Seite hat, die immer wieder hervorscheint.

Zum Batman-Universum gehören neben Butler Alfred auch die findige Reporterin Vicky Vale, Catwoman (hier Michelle Pfeiffer), …

... die im letzten Film "The Dark Knight Rises" von Anne Hathaway gespielt wurde, ...

... Commissioner Gordon (hier von Gary Oldman dargestellt), ...

… und vor allem Batmans Gehilfe Robin.

Wobei das Verhältnis der beiden immer wieder Raum für Spekulationen bietet.

Auch Batman ist bekannt aus Funk und Film. Aus früheren Adaptionen ist vor allem Adam West als poppiger TV-Batman im Gedächtnis geblieben, …

… der mit knalligen Farben, abstrusen Gegnern und vor allem den berühmten Crush-Autsch-Boing-Einblendungen auch als selbstironische Umsetzung gesehen wird.

Im Kino wird der "schwarze Ritter" dagegen von Michael Keaton und George Clooney (l., mit Chris O'Donnell als Robin) verkörpert.

"The Dark Knight Rises" schließt 2012 die großartige Trilogie mit Christian Bale in der Titelrolle ab.

Deren Klasse lebt aber auch von der brillanten Darstellung des Schurken Joker durch Heath Ledger in "The Dark Knight". Wann nach dieser Filmreihe ein neuer Batman folgt, steht allerdings in den Sternen.

Superman und Batman sind freilich nicht die einzigen Superhelden, die Ende der 30er Jahre auftauchen, dem sogenannten Goldenen Zeitalter der Superhelden-Comics.

Zu dieser ersten Generation gehören auch Phantom (der eigentlich schon vor Superman in Comics auftritt), Flash, Green Lantern, Wonder Woman (im Bild ein Fan) und The Spirit.

The Spirit, geschaffen von Comic-Genie Will Eisner (Bild), ist ein eher ungewöhnlicher Superheld: Polizist Denny Colt, der von anderen für tot erklärt wurde, hat ein Labor auf einem Friedhof. Mit kleiner Maske, Hut und Straßenanzug bekämpft er Verbrecher, allerdings ohne über nennenswerte Superkräfte zu verfügen.

Flash (auch: Roter Blitz) erlebte mehrere Inkarnationen (etwa als Jay Garrick und Barry Allen), weshalb seine Herkunft und Eigenschaften teils widersprüchlich sind. Fest steht: Er ist schnell wie ein Blitz.

Flash sollte übrigens nicht mit Flash Gordon verwechselt werden, dem Titelhelden einer Science-Fiction-Comicserie, für deren Verfilmung Queen den Soundtrack und den Hit "Flash" beisteuerten.

Eher zu Flash, dem roten Blitz, passt Green Lantern. Er erhält seine Kräfte von einem außerirdischen Ring, der ihn befähigt, Dinge aus seiner Vorstellung zu materialisieren.

Regelmäßig muss die Kraft des Rings durch die Berührung mit einer grünen Laterne aufgeladen werden. Dabei trugen im Laufe der Comicgeschichte verschiedene Figuren den Ring und wurden so zu Green Lantern, etwa Alan Scott, Hal Jordan und Kyle Rayner.

Die Verfilmung "Green Lantern" aus dem Jahr 2011 mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle floppt übrigens gewaltig.

In die Schlagzeilen kommt Green Lantern aber auch, weil er sich zuletzt in der US-Serie outet und damit unter der ersten Garde der Superhelden der erste offen schwule ist - mehr als sieben Jahrzehnte nach seiner "Geburt".

Wonder Woman wird von William Moulton Marston und seiner Frau Elizabeth bewusst als erste Superheldin gegen die Dominanz der Männer erfunden. Sie hat 1941 ihren ersten Auftritt, gerade rechtzeitig, um gegen die Nationalsozialisten zu kämpfen.

Wonder Woman (hier dargestellt von Lynda Carter) ist die Amazonenprinzessin Diana, die ähnliche Kräfte wie Superman hat. Mit ihrem magischen Lasso kann sie Menschen zwingen, die Wahrheit zu sagen, mit ihren Armreifen wehrt sie Angriffe ab.

Das hat sie auch nötig: Mitte der 1950er Jahren, inmitten der Hetze der McCarthy-Ära, werden viele Comicserien als subversiv und pervers angefeindet und für die steigende Jugendkriminalität verantwortlich gemacht.

Die Comicverlage führen daraufhin in einem Akt der Selbstzensur den Comic-Code ein, der Vorgaben für die eigenen Publikationen macht. Einige der Reihen überleben den Druck nicht, zumal nach dem Zweiten Weltkrieg die Verkaufszahlen zurückgehen.

Wonder Woman ist damals (genau wie Junggeselle Batman) dem Vorwurf ausgesetzt, homosexuell zu sein. Die Serie erhält zudem Probleme, weil Marston das Lasso-Motiv nutzt, um immer wieder seine Vorliebe für Bondage-Spiele in die Handlung einzuflechten.

Trotz der Angriffe wird die Heftserie Wonder Woman weitergeführt. Sie gehört damit neben Superman und Batman zu den Urgesteinen des Verlages DC (benannt nach Detective Comics).

Bald lässt der Verlag seine Helden auch Seite an Seite gegen das Unrecht kämpfen. So taucht 1960 erstmals die Justice League auf, zu der neben Wonder Woman, Green Lantern und Flash …

… auch Aquaman (Bild), Martian Manhunter, Black Canary und viele andere gehören.

Später treten auch Superman und Batman der Liga bei.

Außerdem gibt es Ableger wie Justice League Europe oder Justice League International. Das zeigt schon, wie kompliziert das Universum der Superhelden ist. Ganz im Gegensatz zum überschaubaren Comicheft-Markt in den USA, …

… auf dem zwei große Verlage um die Vorherrschaft kämpfen: Neben DC, der neben Batman noch andere zugkräftige Pferde im Stall hat, gibt es Marvel mit Spider-Man, wobei der Verlag zuletzt vor allem mit Kinofilmen punkten konnte.

Die Ursprünge von Marvel liegen im Verlag Timely Publications, der in der Frühzeit der Superhelden-Comics etwa Sub-Mariner, Human Torch (die menschliche Fackel) und im Zweiten Weltkrieg Captain America veröffentlichte.

Richtig erfolgreich wird der Verlag aber erst Anfang der 1960er Jahre, was vor allem dem Gespann Stan Lee (Bild) und Jack Kirby zu verdanken ist. Wohl auch als Reaktion des ersten Auftritts der Justice League aus dem Hause DC …

… bringen sie 1961 Die Fantastischen Vier (Fantastic Four) auf den Markt, die aus dem extrem dehnbaren Mr. Fantastic, dem versteinerten und unverwundbaren The Thing, der unsichtbaren Invisible Woman und dem Feuerbälle schleudernden Human Torch bestehen.

Alle vier sind ursprünglich normale Menschen, die auf einem Raumflug allerdings kosmischer Strahlung ausgesetzt sind und so mutieren - entsprechend der vier Elemente Wasser, Erde, Luft und Feuer.

Anders als etwa Superman und Batman haben sie keine Geheimidentität, sie treten in der Öffentlichkeit bewusst als Superhelden auf. Das führt natürlich auch zu Konflikten innerhalb der Gruppe.

Gerade dieses psychologische Moment, das den Superhelden auch Brüche und negative Seiten zugesteht, wird zum Markenzeichen des Marvel-Verlags, der 1962 seinen größten Star herausbringt: Spider-Man.

Auch der Spinnenmann, der zeitweise zu den Fantastic Four gehört, hadert mit seinem Schicksal als Superheld, er hat als normaler Mensch Peter Parker auch anders als Superman mit persönlichen Konflikten und Problemen zu kämpfen. Zumal ihm die Öffentlichkeit oft feindlich gegenübersteht.

Das unterscheidet ihn grundlegend vor allem von Superman und sorgt 1962 für eine Revolution und Wiederbelebung des Comic-Genres.

Seine Superkräfte erhält Parker durch den Biss einer radioaktiven Spinne. Fortan ist er sehr schnell, wendig und kräftig, kann Wände hochklettern und entwickelt einen Sinn für lauernde Gefahren.

Seine Kräfte setzt er allerdings nur widerwillig und zögernd für das Gute ein.

Seit dem ersten Erscheinen läuft Spiderman äußerst erfolgreich. Zu seinem Universum gehören mehrere Comic-Serien. Da kann es schon mal passieren, dass Peter Parker in der einen Serie stirbt …

… und - mit Blick auf mögliche neue Zielgruppen - durch den schwarz-hispanischen Miles Morales ersetzt wird, der über ähnliche Kräfte verfügt wie Peter Parker.

Neue Popularität erlangt Spider-Man durch die drei Kinofilme von Sam Raimi mit Tobey Maguire in der Hauptrolle. Nach Streitigkeiten endet diese Reihe, …

… doch "The Amazing Spider-Man" mit Andrew Garfield soll den Erfolgskurs fortsetzen.

Überhaupt macht Marvel zuletzt vor allem mit Kinofilmen von sich reden. Neben Spider-Man ist das vor allem das Avengers-Universum. Dazu gehören (v.l.): Hulk, Hawkeye, Iron Man, Nick Fry (der die Truppe anführt), Captain America, Black Widow und Thor.

Einige dieser Helden wie Iron Man, Thor und Captain America treten erfolgreich in Solo-Filmen auf. Doch für den Film "The Avengers" werden alle von Nick Fury zusammengeführt, um gemeinsam gegen das Böse zu kämpfen.

Iron Man ist Tony Stark, ein schwerreicher Waffenproduzent. Nachdem er bei einem Angriff von Nordvietnamesen (im Film sin es Taliban) schwer verletzt wird, ersinnt er einen Elektromagneten, der einen Splitter von seinem Herzen fern hält.

Mit einer speziellen Rüstung und von ihm entwickelten Superwaffen kann Iron Man fliegen und bekämpft künftig seine Gegner. In den mittlerweile drei Soloauftritten wird Iron Man von Robert Downey Jr. verkörpert.

Thor (Chris Hemsworth) ist nach der nordischen Mythologie gestaltet und damit wohl der einzige Superheld göttlichen Ursprungs. Seine Waffen sind seine physische Stärke und der Hammer Mjolnir.

Im Comic lebt er nach seiner Verbannung auf die Erde unerkannt als Dr. Don Blake. (Das Bild zeigt Stan Lee (M.) mit Lou Ferrigno als Hulk und Eric Kramer als Thor.)

Hulk ist Dr. Bruce Banner, der durch Gammastrahlung verwandelt wird. Gerät Banner in Wut, läuft er grün an und entwickelt sehr große Kräfte.

Captain America ist älter als seine Mitstreiter. Er erscheint zuerst 1941 als eine Art Anti-Nazi-Propaganda.

Hinter dem Helden steckt Steven Rogers, der durch ein mysteriöses Serum zum Supersoldaten wird und ...

… fortan körperliche Höchstleistungen vollbringen kann. Zu seinen Waffen gehört außerdem sein Schild, das Abwehr- und Wurfgerät zugleich ist.

Nachdem Captain America nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst eingestellt wird, erlebt er als Teil der Avengers seine Wiederauferstehung - auch im Kino.

Wobei nicht-amerikanische Zuschauer den Patriotismus durchaus befremdlich finden dürfen.

Black Widow (Scarlett Johansson) ist eigentlich eine KGB-Agentin, die jedoch während eines Auftrags in den USA überläuft und Mitglied der Avengers wird. Sie beherrscht verschiedene Nahkampftechniken.

Nach dem Auftritt in "The Avengers" soll Black Widow einen eigenen Kinofilm bekommen. Fans hoffen darauf, dass sie darin ebenfalls von Scarlett Johansson verkörpert wird.

Zu den Avengers gehören unter anderem noch der Bogenschütze und Nahkämpfer Hawkeye (Jeremy Renner, Bild), Ant-Man, der seine Größe variieren kann, und Black Panther, ein kampfstarker afrikanischer König.

Wer denkt, das wäre kompliziert, sollte sich noch das X-Men-Universum ansehen. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Mutanten, die sich gegen die Vorurteile der Nicht-Mutanten wehren, …

… aber auch die Angriffe von Mutanten abwehren muss, die die Weltherrschaft anstreben. Die "guten" Mutanten werden von Professor X betreut, ihr Erzfeind ist Magneto.

Zu den bekanntesten Figuren der Serie zählen Wolverine (Bild, dargestellt von Hugh Jackman), Marvel Girl, Cyclops, Angel, Beast, Iceman, …

… Nightcrawler, Rogue und Storm (Bild, dargestellt von Halle Berry). Ihre Fähigkeiten aufzuzählen, würde an dieser Stelle aber zu weit gehen. Auf immerhin fünf erfolgreiche Kinofilme bringt es die Reihe bisher. Der sechste - "Wolverine: Weg des Kriegers" - kommt im Sommer 2013 in die Kinos.

So machen die 1960er Jahre, die man auch "Silver Age" der Comichefte nennt, aus den einst strahlenden, weißen, männlichen Superhelden konfliktreiche Charaktere, die mit sich und ihren Kräften hadern und dabei auch ihre dunklen Seiten entdecken. Zudem treten vermehrt starke Frauen und schwarze Helden auf.

Diese Entwicklungen werden in den 80er und 90er Jahren (der sogenannten "Bronze Age") noch verstärkt. Während etablierte Superhelden-Serien weiterlaufen, entstehen, durchaus auch abseits der beiden Großverlage DC und Marvel, wahre Anti-Helden oder werden bestehende Charaktere neu interpretiert. (Jeffrey Dean Morgan als The Comedian in der Watchmen-Verfilmung.)

Dazu zählen etwa der blinde Anwalt Daredevil, der brutale Selbstjustiz übende Punisher, die dämonischen Hellboy und Spawn, …

… vor allem aber die "Watchmen" von Alan Moore. Frank Miller wagt sich derweil mit "The Dark Knight Returns" an eine düstere Neuauslegung der Batman-Geschichte, die den Grundstein für die jüngsten Filme legt.

So spiegeln Superhelden mittlerweile die ganze Bandbreite menschlicher Abgründe wider.

Übrigens vor allem in den USA, denn erfolgreiche europäische Superhelden gibt es eigentlich nicht. Als besonders exotische Beispiele seien hier aber vielleicht noch der israelische Superheld Uri-On von Michael Netzer oder die arabischen "Die 99" genannt.

Aber egal: Auch hierzulande gehören die US-Helden inzwischen fest zur Popkultur. Superhelden sind die Sagenhelden der Moderne, die Nachfolger von Herkules und Samson. Und ihre Erfinder - wie Marvel-Guru Stan Lee - die Dichter ihrer Heldentaten.

Superhelden haben längst neben Comicshop und Kinoleinwand auch Videospiele, Kunst und unzählige Merchandising-Produkte erobert.

Kein Wunder, dass der Wunsch nach Helden auch in der Politik immer wieder auftaucht.

Alte Hefte sind gesuchte Sammlerstücke. Die Erstausgabe von Superman bringt bei Auktionen mittlerweile mehr als eine Million Dollar ein - das Heft kostet damals zehn Cent.

So viel Geld muss man freilich nicht ausgeben, um seinen Spaß an den Superhelden zu haben. Denn wichtig ist nur, dass am Ende die Schurken auf die Fresse kriegen. (Text: Markus Lippold)

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