Suche
hier klicken, um den Ort für die Startseite festzulegen
Berlin
17
FR 8° / 23°
SA 9° / 23°
Unterhaltung

Sie haben gewählt: Echt "fiese Typen"

 
Es gibt ganz schön fiese Sachen auf der Welt. Zum Beispiel, wenn einen die Kumpels nur mit der Drahtbürste anfassen.

Es gibt ganz schön fiese Sachen auf der Welt. Zum Beispiel, wenn einen die Kumpels nur mit der Drahtbürste anfassen.

Oder wenn man vor lauter Gier mit der Zunge im Sprung einer Porzellan-Tasse hängenbleibt.

Oder wenn man keine private Krankenversicherung hat.

Das ist auch fies: Der Blick aus einem "all inclusive"-Hotel auf Mallorca. Der Strand befindet sich hinter dem Kraftwerk, ist aber im Grunde fußläufig zu erreichen.

Es gibt auch ganz schön fiese Typen. Er hier ist ja wohl der Ober-Fiesling.

Hat seinem Sohn jahrelang keinen Unterhalt gezahlt. Und nebenbei noch diverse Universen unterjocht.

Hehehe! Klar. Oberfies. J.R. Ewing.

Sue Ellen hat er so weit gebracht, dass ihr erster Gang am Morgen nicht zum Klo, sondern in die Hausbar führte. Armes Ding. Und zu seinem Bruder Bobby war er auch nicht immer nett. Dabei war der so putzig.

Hier, Godzilla. Dem möchte man nicht im Dunkeln begegnen. Hier macht er gerade wieder einen Zug kaputt. Nur so, aus purer Zerstörungslust. Oder aus Langeweile. Keine Ahnung.

Fies ist auch sein Maulgeruch. Links der Blech-Roboter, der fällt gleich um deswegen. Guckt schon ganz desorientiert in die Kamera.

Wir wollten kürzlich wissen, wen Sie eigentlich "fies" finden, liebe Leser.

Und Sie haben abgestimmt.

Die vielen Einsendungen wurden in einer anstrengenden Redaktionskonferenz ...

... unter der Leitung unseres neuen Gleichstellungsbeauftragten ausgewertet.

Hier das Ergebnis: die TOP 20 Ihrer "fiesen Typen"! Trommelwirbel!

Halt! Augenblick noch. Eins muss noch vorweg gesagt werden.

Rein pauschale Urteile haben wir ausgebremst. Zum Beispiel "Alle 9-Live-Moderatoren".

Oder "Alle Spieler vom FC Bayern München".

Natürlich auch: "Die Radrenn-Profis" und ...

... "Die Ostdeutschen". Das geht halt nicht.

Musste schon konkret sein. Das ganze Wischi-Waschi hat der Mann in dem Bulldozer plattgefahren.

Jetzt also geht's los: die TOP 20 Ihrer "fiesen Typen". Trommelwirbel!

Platz 20: Donald Henry Rumsfeld. Pharma-Lobbyist und langjähriger US-Verteidigungsminister.

Er sah überall im Irak Giftgas herumliegen. Quasi jeder irakische Schuljunge hatte eine Kanne davon im Ranzen. Als er aber doch keines fand, wusste er nicht, wie man wieder rauskommt aus dem Dilemma.

Und die Beileidsschreiben an die Familien der gefallenen Soldaten soll er nicht selbst unterschrieben haben. Er habe sie stempeln lassen, so zahlreiche aufgebrachte Betroffene.

Platz 19 geht an Ronald Pofalla. Er ist seit 2006 Generalsekretär der CDU und war von 2004 bis 2005 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Manche nennen ihn auch "den Basken", weil er früher so ein hübsches Mützchen aufhatte und überhaupt so friedlich wirkte wie ein Konfirmand vor dem Kirchgang.

Heute ist er immer der Erste, der einen neuen Vorschlag aus SPD-Reihen in Grund und Boden näselt. Obwohl noch keiner drüber nachgedacht hat.

Mahmud "Die Zentrifuge" Ahmadinedschad.

Der iranische Staatschef hat begriffen, dass man nur mit den Atomen wackeln muss, um in der Welt mitzureden.

Wobei "reden" noch milde ausgedrückt ist. Eigentlich schimpft er ja den ganzen Tag wie ein Rohrspatz, vor allem auf Israel. Sie, liebe Leser, finden das fies. Und bescheren ihm Platz 18.

Platz 17 geht an den Kanzler der Herzen, Helmut Kohl.

Nein, also wirklich, der Mann hält dicht wie Silikon. Zwischen diese Lippen passt kein Saumagen.

Von wem die kleinen Zuwendungen für die CDU kamen? Das geht Sie nun wirklich nichts an, das ist eh längst "Gechichte".

"Super-Sarko" fliegt auf den 16. Platz. Das dürfte ihn ärgern, wo er doch so gerne die Nummer Eins ist. Nicht, dass er Sie noch mit einem Hochdruckreiniger aus Ihrem Getto treibt.

Nett sind auch seine Kumpels, hier der afrikanische Mick Jagger, Muammar Abu Minyar al-Gaddafi.

Der ist total prima, findet Super-Sarko. Das "Gesindel" lebt eher vor der Pariser Haustür.

Michael "Das Wirtschaftswunder" Glos. Er fährt stramme Rendite ein: Platz 15.

Er hat das, was Kollege Stoiber wohl als "Kompetenz-Kompetenz" bezeichnet. Seine Vorschläge: immer der Hammer! Wirtschaftsexperten klopfen sich vor Begeisterung regelmäßig die Schenkel blau.

Lediglich die Merkel, die sägt immer alles ab, was er will. Würde sie das lassen, bräuchten wir auch keine Angst vor China zu haben.

Achtung, tieffliegende Regenschirme! Gehen Sie bloß in Deckung vor Platz 14.

Ernst August (V.) Albert Paul Otto Rupprecht Oskar Berthold Friedrich-Ferdinand Christian-Ludwig Prinz von Hannover Herzog zu Braunschweig und Lüneburg. Namen hat er genug, jetzt fehlt ihm bloß noch ...

... ein Sonnenbrillen-Berater.

Wer ist das denn da auf Platz 13, fragen Sie? Nein, nicht Roman Herzog. Das ist Richard Bruce „Dick" Cheney, Vizepräsident der USA.

Eigentlich ist er auch der Ölminister. Ob es Interessenskonflikte zwischen seinem Amt und seinem Job in der Industrie gab? Na, wo denken Sie hin?!

Sie haben ihn zum "fiesen Typen" gewählt, weil er bei einem Jagdausflug einen befreundeten Anwalt mit der Schrotflinte perforiert hat. Und aus keinem anderen Grund.

Uiuiui, eine russische Testosteron-Maschine! Sowas sieht man selten, seit sogar im Ural das Zeitalter der Fettleibigkeit angebrochen ist. Mit Platz 12 darf sich also Wladimir "Die Vakuum-Bombe" Putin brüsten.

Die drei Herren links sind seine Demokratie- und Menschenrechtsbeauftragten. Lupenreine Sache ist das, das blendet förmlich.

Putins Weste ist so weiß, dass er seine Augen schützen muss, wenn er in den Spiegel sieht.

"Aber sie wird keine Koalition unter ihrer Führung mit meiner sozialdemokratischen Partei hinkriegen. Das ist eindeutig. Machen Sie sich da gar nichts vor." Glückwunsch, diese fiese Fehleinschätzung bringt Platz 11.

An seinem letzten Wahlabend hat er ganz schön den alten "Acker" raushängen lassen - wenn nichts mehr geht, Grätsche geht immer. Aua, lieber Gerhard Fritz Kurt Schröder.

Brioni und Hartz IV, Hillu und Doris, GZSZ und Vertrauensfrage : Das hat der Wähler nicht kapiert. Und macht jetzt das Kreuz bei der Linken.

Platz 10 für Klaus "Auge" Augenthaler. Der Trainer mit dem Charme eines kirgisischen Personenschützers.

Da hat man nur wenig zu lachen, wenn einem mal die Pille vom Fuß abrutscht. "Komm Du mir in die Kabine!"

Am liebsten stellt Auge sich die Fragen in Pressekonferenzen übrigens selbst. Dafür ist er darauf dann auch immer gut vorbereitet.

O je, bei Platz 9 heißt es aufpassen. Das kann den Redakteur den Job kosten. Schneller als man tippen kann, schiebt ein Anwalt eine einstweilige Verfügung unter der Tür durch.

Versuchen wir es mal so: Das ist Jan Ullrich, der war mal der Lieblingssportler der Deutschen.

Doch mit den klaren Worten, die er fand, hat er sich das verdorben. Oder so, irgendwie.

Gerade war eine Zeit der tiefen Freundschaft zwischen Deutschland und Polen angebrochen, niemand lachte mehr über sowas hier: "Warum haben die Polen soviel Kreisverkehr? Weil die Lenkradschlösser noch eingerastet sind!"

Da kroch Platz 8 aus dem Kartoffel-Keller: Lech Kaczynski. Kuckuck!

"Deutsche sind doof!", könnte er hier denken. Oder: "Wo ist bloß mein Hals?" Oder: "Ich halte jetzt so lange die Luft an, bis das Zentrum gegen Vertreibung in Berlin abgeblasen wird!"

Das eigentlich Tolle an Lech Kaczynski: es gibt ihn zwei Mal!

Das ist Roland Koch, ein echter Charme-Bolzen. Und hessischer Ministerpräsident. Dazu noch Inhaber von Platz 7 Ihrer "fiesen Typen".

Er war, ist und bleibt ein "junger Wilder" mit dem Hang zur "brutalst möglichen Aufklärung".

Koch weiß einfach, wann man in Affären schweigen muss. Dann rutscht man auch so durch. Während andere Politniks in der Gosse landen, nur weil sie im Dienstwagen auf der Landstraße einen Feuersalamander überfahren.

Ski heil, Josef "V" Ackermann! So sieht also Erfolg aus.

„Dies ist das einzige Land, in dem diejenigen, die Erfolg haben und Werte schaffen, deswegen vor Gericht gestellt werden." Das ist ja so richtig. Deswegen bekommt unser Mitarbeiter des Monats zur Belohnung immer mit einem Bambusstöckchen den Hintern versohlt.

Platz 6 für diese korrekte Systemkritik!

Pssst, in Büchereien muss man leise sein. Das fällt Platz 5 aber ganz schön schwer.

Denn: "Vor allem ist er laut, laut, laut", schreibt uns ein Leser über Michel Friedman. "Und laut", fügt ein weiterer hinzu. Und eine dritte ergänzt: "Er kann einfach nicht still sein."

Nach Drogen-Party und Huren-Besuch moderiert Paolo jetzt in einem kleinen Spartensender. Das ist Strafe genug.

Wolfgang "Catch me if you can" Schäuble hat es nicht leicht - und ist jetzt auch noch "fiese Type" Nummer 4. Vermutlich weiß er das jetzt schon, obwohl die Bilderserie noch gar nicht fertig ist.

Sein Prinzip: die gute alte Salami-Taktik. Kaum fühlen sich wieder alle sicher, taucht irgendwo ein rotzböser Taliban auf und fuchtelt mit einer schmutzigen Bombe.

Und schon sind alle damit einverstanden, an der Supermarkt-Kasse gefragt zu werden, ob der Fleischsalat zur Versorgung einer linken Terrorzelle gedacht ist.

Platz 3 geht an Dieter Bohlen.

Hier zu sehen mit Daniel "Gurkenlaster" Küblböck.

"Ich soll fies sein? Pffffft! Ihr könnt mich mal!"

Das ist er also Ihrer Meinung nach, der Vize-fieseste-Typ. Erst wollte er allen die Wiedervereinigung vermiesen, dann regte er sich über "schlechtes Mannschaftsspiel" auf - und jetzt propagandiert er die SPD zur Randgruppen-Partei.

Der Oskar Lafontaine hat es wirklich faustdick hinter den Öhrchen, das muss man schon sagen.

Ganz schön link, behaupten manche.

Zieh' Cowboy! Es ist Stunde der Abrechnung. Für Sie, lieber Leser, der fieseste Typ überhaupt.

George W. Bush, ehemals Präsident der USA. Zu seiner ersten Amtszeit mit weniger Stimmen legitim gewählt. Ein bisschen undankbar ist die Platzierung dennoch, also ehrlich.

Schließlich hat er hunderttausende Soldaten in den Irak und nach Afghanistan geschickt. Die haben zwar Osama bin Laden nicht geschnappt, aber diesen schwarzen Knuddel-Hund aus einem Erdloch befreit. Ist doch was!

Der Mann redet Klartext - und sowas braucht die Welt. Endlich Schluss mit diesem jämmerlichen Friedens-Gefasel.

Terror - die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Und: wie man elegant in einen Golf-Wagen steigt.

Selbst die Opfer können ihm nicht böse sein. Und hätten ihn niemals in diese Liste gewählt. (Alle Bilder: dpa, AP / Text: Jochen Müter)

Bilderserie versenden
Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.