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Unterhaltung

Farrah Fawcett: Ein Engel ist krank

 
"Farrahs Story"- eine traurige Geschichte.

"Farrahs Story"- eine traurige Geschichte.

Der ehemalige "Engel für Charlie" leidet an Darmkrebs ...

... und das öffentlich - gegen ihren Willen.

Natürlich interessiert die Öffentlichkeit, wenn einer ihrer Stars krank ist, ...

... aber dass sie dermaßen in den Fokus rückt, hat sie nie gewollt.

Eine TV-Dokumentation scheint da ein Widerspruch zu sein. Doch Fawcett hofft, damit ihre Sicht darlegen und die Diskussion steuern zu können, ...

... und sich nicht mehr permanent gegen Gerüchte und Spekulationen zur Wehr setzen zu müssen.

Die Schlagzeilen der Boulevard-Blätter in den vergangenen Wochen dürften eher schockierend als aufbauend für die Patientin gewesen sein.

Der "Los Angeles Times" hat sie jüngst erzählt: "Es ist sehr viel einfacher, etwas durchzumachen und damit fertig zu werden, wenn man nicht wie durch ein Mikroskop beobachtet wird".

Und weiter: "Es sollte Bereiche geben, die tabu sind."

Das ist richtig - oder man erzählt es eben gleich selbst.

In ihrem TV-Interview jedenfalls betont sie: "Ich bin ein Privatmensch. Ich mag es nicht, wenn andere Leute Sachen von mir wissen oder rumerzählen. (...)

... Es wäre gut, wenn ich einfach gesund werden könnte. Und wenn ich dann selbst entscheide, an die Öffentlichkeit zu gehen, wäre es okay."

In dem Interview wirft Fawcett der Universitätsklinik von Los Angeles vor, Einzelheiten aus ihrer Krankenakte an die Öffentlichkeit getragen zu haben.

Die von ihr gemeinsam mit ihrer Freundin Alana Stewart produzierte Zwei-Stunden-Dokumentation über ihre Krankheit wurde am 15. Mai im US-Fernsehsender NBC ausgestrahlt.

Auch ihr On/Off- Lebensgefährte Ryan O'Neal hat sich in der letzten Zeit immer mal wieder geäußert: "Sie liegt nur noch im Bett. Farrah bekommt Infusionen, einige davon sind für die künstliche Ernährung."

Farrah Fawcett, die unter anderem wegen ihrer blonden Haarpracht berühmt wurde und Werbung für Haarpflegemittel machte, ...

... seien wegen der Chemotherapie die Haare ausgegangen, sagt O'Neal: "Ich bewahre sie bei mir zuhause auf." O'Neal war schon immer für eine gewisse Theatralik bekannt ...

Er versucht, Gedanken an die Zukunft zu verdrängen. O'Neal: "Ich will einfach nicht wissen, wie die Welt ohne sie ist."

Zweieinhalb Jahre kämpfte die Schauspielerin tapfer gegen den Krebs.

Dabei ist sie auch in Deutschland auf der Suche nach alternativen Heilmöglichkeiten gewesen.

Der TV-Dokumentation stimmte Fawcett zu, um auf Krebsvorsorge und alternative Behandlungsformen aufmerksam zu machen.

Fawcett fragt sich natürlich, warum ausgerechnet sie mit dieser Krankheit "bestraft" wird: "Ich halte an der Hoffnung fest, dass es einen Grund gibt, warum ich Krebs habe. Im Moment ist es mir noch nicht ganz klar."

Sie verrät: "Die Krankheit wird dein Leben. Die Leute rufen an und fragen: 'Wie geht es dir? Wie fühlst du dich? Wir beten für dich. Hast du noch dein Haar? ...

... Wenn jeder einzelne Anruf so ein Anruf ist, dann ist es alles, worüber du sprichst. Es konsumiert alles. Dann ist deine Lebensqualität nie wieder dieselbe."

Fawcett dementiert Gerüchte, dass sie ihre Ärzte 2006 bat, sie sterben zu lassen und beharrt, dass derartige Behauptungen nicht nur ihr, sondern anderen Krebspatienten, die glaubten sie bliebe stark, schaden.

Denn eigentlich hat sie noch etwas zu erledigen: Obwohl schon häufig nominiert, erhielt die Schauspielerin noch nie einen Emmy oder Golden Globe.

Sie zog sich für den Playboy aus und sorgte für die höchste Auflage der neunziger Jahre.

Dass sie auch eine ernsthafte Schauspielerin sein kann, zeigte sie in dem Vergewaltigungsdrama "Extremities", in dem sie den Spieß umdrehte und vom Opfer zur "Täterin" wird.

Den Kampf nicht aufgeben: Es gibt noch viel zu tun für sie. (Fotos: dpa / AP)

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