| FR | 8° / 23° |
| SA | 9° / 23° |
Sie ist nominiert.
Sie auch.
Vera Farmiga könnte den Oscar für die beste weibliche Nebenrolle erhalten.
Anna Kendrick auch.
Vera Farmiga könnte ihren Oscar für ihre Rolle an George Clooneys Seite erhalten.
Anna Kendrick auch.
Denn beide sind für ihre Rollen in ...
... "Up in the Air" nominiert.
Deswegen üben beide jetzt auch schon mal ihr schönstes Lächeln, ...
... falls "die andere" gewinnt.
Aber Quatsch, da herrscht kein Neid, ...
... beide freuen sich natürlich auch, wenn "die andere" gewinnt.
Maggie Gyllenhaal steht ebenfalls auf dem Nominierungszettel.
Sie spielt ausnahmsweise aber nicht an Clooneys Seite ...
... sondern an Jeff Bridges'. In "Crazy Hearts".
Maggie ist bereits überaus bekannt.
Sie ist die Schwester von ...
... Jake Gyllenhaal, ...
... die Frau von ...
... Peter Skarsgaard, ...
... und wir haben sie schon in "The Dark Knight" gemocht.
Und dann ist ja auch noch sie nominiert.
Penelope Cruz.
Sie schwingt das Tanzbein in ...
... "Nine".
Die Fünfte im Bunde ist Mo'Nique, die für ihre Rolle im ...
... Sozialdrama "Precious" nominiert wurde.
Aber fangen wir nochmal von vorne an: Vera Farmiga.
Farmigas Wurzeln liegen in der Ukraine. Da sie mit ihren sechs Geschwistern in einer ukrainischen Gemeinde in New Jersey aufwuchs, erlernte sie die englische Sprache erst im Alter von sechs Jahren. Das merkt man jetzt aber nicht mehr.
Denn die wandelbare Vera debütierte im Jahr 1996 am Broadway im Theater.
Im Filmdrama "Für das Leben eines Freundes" (1998) spielte sie neben Vince Vaughn, Anne Heche und Joaquin Phoenix.
Es folgten "Es begann im September" (2000), da spielte sie zusammen mit Richard Gere, ...
... und im Actionfilm "15 Minuten Ruhm" (2001) trat sie neben Robert De Niro und Edward Burns auf.
Trotz all dieser berühmten Männer zog sich Farmigas Durchbruch jedoch noch eine Weile hin: ...
... Sie spielte in kleineren Produktionen, die manchmal sogar nur auf DVD erschienen (wie in "Dummy", wo sie eine Arbeitslosenberaterin darstellte, die einen Außenseiter betreut,) ...
... oder auch ihre Rolle in dem Filmdrama "Down to the Bone" - dafür gewann sie im Jahr 2004 einen Sonderpreis des Sundance Film Festivals ...
... und einen Preis beim Festival International du Film de Marrakech ...
... sowie 2005 den Los Angeles Film Critics Association Award.
Sie wurde außerdem im Jahr 2005 für den Independent Spirit Award nominiert.
Doch erst ihre jetzige Oscarnominierung ...
... und ihre jüngsten beiden großen Rollen ...
... werden Farmiga endlich den Durchbruch verschaffen.
Ihre bisher größte Filmrolle, durch die sie auch einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichte, ...
... hatte sie in dem mit vier Oscars ausgezeichneten Film "Departed – Unter Feinden" an der Seite von Mark Wahlberg ... ...
... Matt Damon und Leonardo di Caprio unter der Regie von Martin Scorsese.
Sollte George Clooney nun endlich ihr Glücksbringer sein?
Im Film "Up in the Air" spielt sie an seiner Seite ...
... die taffe Geschäftsfrau Alex, die sich u.a. von seinem Vielfliegerstatus beeindrucken lässt.
Vera Farmiga war von 1997 bis 2005 mit dem Schauspieler Sebastian Roché verheiratet, ...
... und ist nun, seit 2007 um genauer zu sein, mit Renn Hawkey verheiratet, dem Keyborder der kalifornischen Band Deadsy.
Ihr Sohn Fynn ist mittlerweile ein Jahr alt und wächst auf einer abgeschiedenen Farm auf, wo die Familie in ihrer Freizeit Ziegen züchtet.
Kommen wir zu Anna Kendrick.
Die süße Anna war Mitglied des Theaterensembles "Cabaret's Kit Kit Club".
Für ihre Rolle als Dinah im Musical "High Society" wurde sie schon 1998 für den Tony Award nominiert ...
... und dadurch die zweitjüngste jemals für diesen Preis nominierte Schauspielerin.
Ihre erste Rolle vor der Kamera spielte die mittlerweile 24-Jährige in der Fernsehserie "The Mayor" im Jahr 2003.
In der Komödie "Star Camp" war sie im gleichen Jahr in ihrer ersten Kinorolle zu sehen.
Dafür wurde sie 2004 u.a. für den Independent Spirit Award nominiert.
2007 spielte Kendrick in der Komödie "Rocket Science" eine größere Nebenrolle, ...
... für die sie 2008 mal wieder für den Independent Spirit Award als beste Nebendarstellerin nominiert wurde.
Bekanntheit erlangte Kendrick dann 2008 durch den Film "Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen". In der Verfilmung von Stephenie Meyers Bestseller ist sie in einer Nebenrolle zu sehen.
2009 spielte sie diese Rolle erneut in der Fortsetzung "New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde".
Außerdem war sie in dem Thriller "Small Town Secret - Was passierte letzten Sommer?" in ihrer ersten Hauptrolle zu sehen. Der Film wurde in Deutschland allerdings nur als DVD veröffentlicht.
Im selben Jahr gelang ihr der endgültige Durchbruch mit Jason Reitmans Tragikomödie "Up in the Air".
In der Verfilmung von Walter Kirns gleichnamigem Bestseller darf Kendrick, die sich selbst als schüchtern bezeichnet, mal so richtig "die Sau rauslassen":"Ich habe oft das Gefühl, dass jungen Frauen vermittelt wird, sie müssten sanft und schwach sein, um gemocht zu werden. Das finde ich furchtbar, deswegen freue ich mich, dass Natalie so hemmungslos strebsam und durchaus unentspannt ist."
Das klingt doch gut! Ihre Rolle in dem Film brachte Kendrick viel Kritikerlob und zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen wichtiger Filmpreise ein.
Sie erhielt unter anderem den Preis des National Board of Review und wurde neben dem Oscar auch für den Golden Globe und den Screen Actors Guild Award nominiert.
Routiniert ist sie trotzdem lange noch nicht: Wenn sie zur Oscar-Preisverleihung geht, werden ihre Mutter und ihr Bruder sie begleiten.
Sie selbst sei unglaublich aufgeregt. "Und meine Mutter möchte unbedingt George Clooney kennenlernen!"
Wir werden noch viel von der jungen Schauspielerin hören, ...
... die harte Konkurrenz hat.
Und damit kommen wir zu Maggie Gyllenhaal.
Maggies väterliche Familie ist schwedischer Herkunft und gehört zum alten Adel Schwedens.
Ihre mütterliche Familie ist russisch-jüdischer Herkunft.
Sie ist nicht "nur" Schauspielerin: Gyllenhaal studierte an der Columbia University Literatur und östliche Religionen, 1999 schloss sie das Studium mit dem Bachelor of Arts ab.
Noch während ihrer Schulzeit debutierte sie 1992 in den Filmen ihres Vaters Stephen Gyllenhaal "Waterland", ...
... gefolgt von "A Dangerous Woman" an der Seite ihres Bruders (Foto). Erste Beachtung fand die Schauspielerin 2001 mit ihren Rollen in Richard Kellys "Donnie Darko" und "Unterwegs mit Jungs".
Gyllenhaals Rolle als masochistische Sekretärin im Jahr 2002 in Steven Shainbergs "Secretary" trug ihr eine Golden-Globe-Nominierung ein.
Ebenfalls 2002 spielte Gyllenhaal Nebenrollen in "Adaption" von Spike Jonze mit Nicolas Cage und "Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind" unter der Regie von George Clooney.
Auch in "40 Tage und 40 Nächte" war sie zu sehen.
2003 folgte ihre Rolle als Giselle Levyin in "Mona Lisas Lächeln" ...
... sowie 2004 in "Criminal".
Gyllenhaal ist seit 2009 mit dem Schauspieler Peter Sarsgaard verheiratet, ...
.... den sie 2003 bei den Dreharbeiten zum bisher unveröffentlichten Low-Budget-Film "In God’s Hands" kennenlernte.
Am 3. Oktober 2006 kam die gemeinsame Tochter zur Welt.
Bereits 2007 war sie für ihre Rolle im Film "SherryBaby" für einen Golden Globe nominiert.
Und jetzt also "Crazy Hearts".
Für Jeff Bridges - in einer Paraderolle - stellt Gyllenhaal die vielleicht letzte Möglichkeit dar, sein Leben als Alkoholiker und gescheiterter Musiker in den Griff zu bekommen.
Meisterhaft agieren diese beiden Top-Schauspieler da und bieten nicht nur ein einwandfreies Drama, ...
... sondern auch noch einen Soundtrack, der überzeugt.
Und deswegen ist nicht nur die wunderbare Maggie Gyllenhaal nominiert, ...
... sondern auch der mindestens genauso wunderbare Jeff Bridges.
Wer noch?
Penelope Cruz.
In Rob Marshalls Musical "Nine" tanzt und singt die schöne Spanierin, wie wir sie noch nie gesehen haben.
Sechs Oscar-Preisträger bereichern das Ensemble (für Cruz wäre dies nicht ihr erster Goldjunge), aber Kritker sind nicht vollends überzeugt von dem bunten Treiben um einen Regisseur (Daniel Day-Lewis) in der Identitätskrise.
Penelope Cruz jedoch sticht heraus: Als des Regisseurs etwas naive Geliebte Carla ...
... tanzt sie derart erotisch, ...
... dass sie all ihre Mitstreiterinnen an die Wand räkelt.
"Mann" ist sich einig: Wenn la Cruz auch nur flüstert oder haucht, ist das einen Oscar wert.
Penelope ist uns nun ja auch schon lange vertraut: Seit sie in "Jamon Jamon" 1992 erstmals zu sehen war, ...
... verfolgen wir ihre Karriere: "Das Mädchen deiner Träume", so ein Filmtitel von 1998, soll seitdem wohl ihr Lebensmotto sein.
Viel verdankt sie sicher ihrem väterlichen Förderer, dem Regisseur Piedro Almodovar.
"Live Flesh - Mit Haut und Haar" war 1997 der Beginn dieser wunderbaren Zusammenarbeit und Freundschaft, ...
... es ging weiter mit "Alles über meine Mutter" (1999), ...
... es folgte "Volver" (2006), ...
... und in "Zerrissene Umarmungen" (2009) waren sich Penelopes Bewunderer einig: So schön und leidenschaftlich hatte man sie noch nie gesehen.
Interessant am Set von "Nine" war sicher das Zusammentreffen von Signorina Cruz und der ehemaligen Mrs Tom Cruise, Nicole Kidman.
Aber egal! Selbst wenn die schöne Penelope der schönen Nicole bei den Dreharbeiten zu "Vanilla Sky" (2001) den Mann ausgespannt haben sollte - die Ladys demonstrierten Einigkeit, Hand in Hand.
Für den mütterlichen Touch am Set und immer ordentlich was zu Futtern sorgte die legendäre Sophia Loren, die ...
... den jungen Dingern in der Mittagspause erklärt hat, dass Nudeln glücklich machen.
Einige am Set haben diesen Rat dann auch prompt befolgt.
Und wer ist noch nominiert und dafür vorgesehen, einen Oscar in sein Designer-Handtäschen zu packen?
Mo'Nique.
Tatsächlich ist uns Monique Rimes, so ihr voller Name, noch nicht ganz so vertraut.
Dass sich das nun nach dem Erfolg von "Precious" ändern wird, liegt auf der Hand.
In der Literaturverfilmung nach der afroamerikanischen Autorin Sapphire übernahm Mo’Nique die Nebenrolle einer arbeitslosen Mutter, ...
... die ihre übergewichtige Tochter (gespielt von Gabourey Sidibe) psychischer und physischer Gewalt aussetzt.
Der Part der Mary brachte ihr zahlreiche Preise ein, ...
... darunter die Auszeichnungen der Filmkritiker-Vereinigungen von Los Angeles und New York , ...
... den Golden Globe, ...
... Screen Actors Guild Award, BAFTA Award sowie eine Oscar-Nominierung.
Bevor die 42-Jährige ins Showgeschäft wechselte, entwarf Mo’Nique Klamotten. Das Händchen für die richtige Kleiderwahl dürfte sie nun wieder gebrauchen, wenn die Welt am 7. März nach Hollywood guckt und auch darauf achtet, was welcher Star so auf dem Leib hat.
Mo'Nique heiratete 1997 Mark Jackson, mit dem sie ein gemeinsames Kind hat ...
... von dem sie inzwischen aber wieder geschieden wurde.
Denn seit 2006 ist sie mit dem Schauspieler Sidney Hicks verheiratet, mit dem sie zwei weitere Kinder hat.
Im Film eine tyrannische Mutter, ...
... im wahren Leben ein Ausbund an Freundlichkeit und Temperament.
Hoffen wir mal, dass die für Hollywood doch eher untypische Mo'Nique ihren Siegeszug fortsetzen wird.
"Precious" - das heißt "wertvoll", "kostbar" ... wir freuen uns auf den 7. März, um zu erfahren, wie wertvoll der Jury welche Darstellerin war!
Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.
Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.