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Fast alle haben etwas abgenommen, äh, abbekommen. Bei ihr stimmt Letzteres: ... l
... Christina Hendricks (l) und January Jones aus der Serie "Mad Men" konnte sich freuen über den Preis für das beste Drama/Serie.
Die meiste Aufmerksamkeit dürfte sie bei diesem Dekolletée auch bekommen haben.
Aber öfter mal was Neues: Abonnementssieger und Emmy-Favorit "30 Rock" stand in der Nacht zum Montag im Schatten eines Newcomers.
Bei der 62. Preisverleihung der US-Fernsehakademie triumphierte nämlich der Sitcom-Neuling "Modern Family". Die Serie über drei miteinander verwandte Familien mit total unterschiedlichen Lebensstilen schnappte sich erstmals den begehrten Fernsehpreis als beste Comedy-Serie.
Eric Stonestreet, der einen schwulen Vater mimt, holte einen Nebenrollen-Emmy, zudem wurde "Modern Family" fürs Drehbuch ausgezeichnet.
Frischer Wind bei den Emmys, vor allem im Komödienfach.
Beim Drama allerdings das gewohnte Bild: Die Preis-Gala kürte "Mad Men" zum dritten Mal in Folge als beste Drama-Serie.
Die Liebes- und Jobsorgen von Mitarbeitern einer New Yorker Werbeagentur Anfang der 60er Jahre holten auch noch einen Drehbuch-Preis.
Alec Baldwin ("30 Rock") musste seine Hoffnungen auf einen dritten Gewinn in Folge begraben.
Zum ersten Mal konnte sich Jim Parsons, als Physiker in der Sitcom "The Big Bang Theory", über eine Trophäe als Hauptdarsteller in einer Komödie freuen.
Überhaupt gab es viele frische, strahlende Gesichter, die erstmals auf der Emmy-Bühne standen.
Claire Danes, ...
... Julia Ormond ...
... und David Strathairn gewannen alle ihren ersten Emmy durch Rollen in dem Fernsehfilm "Temple Grandin", der das Leben der hochbegabten US-Tierforscherin und Autistin Temple Grandin erzählt.
Jane Lynch nahm für ihre Nebenrolle in der schmissigen High-School-Comedy "Glee" (bald bei Super RTL zu sehen) ihre erste Trophäe entgegen.
Ein weiterer Preis ging erstmals an "Glee"-Regisseur Ryan Murphy.
Nach vier erfolglosen Nominierungen wurde Kyra Sedgwicks Ausdauer als Polizistin Brenda Leigh Johnson in dem Drama "The Closer" (Vox) mit einer Trophäe belohnt.
Manchmal dauert es eben auch in Hollywood etwas länger, bis sich der große Erfolg einstellt: Sedwick musste tatsächlich 45 Jahre alt werden. Besser spät als nie.
In dieser Sparte hatte zuvor Edie Falco drei Emmys als Mafiagattin für "Die Sopranos" gewonnen.
Doch jetzt glückte ihr zum ersten Mal der Sieg als Comedy-Hauptdarstellerin. "Ich bin gar nicht lustig", scherzte Falco auf der Bühne, mit der Trophäe für ihre Krankenschwesterrolle in der Comedy-Serie "Nurse Jackie" in der Hand.
Das deutsche Topmodel Heidi Klum musste sich das Siegerlächeln erneut verkneifen.
Auch die sechste Nominierung für ihre Reality-Show "Project Runway" brachte ihr kein Glück - trotz des Extrem-Minis.
In der Kategorie "Reality- Competition Program" setzte sich die Koch-Show "Top Chef" (mit Padma Lakshmi, l) durch.
Klum war auch als beste Moderatorin nominiert, ...
... doch wie schon im vergangenen Jahr holte sich erneut Jeff Probst (r, Survivor") die Trophäe.
Einen klaren Gewinner gab es nicht, ...
... fast alle Lieblingsshows bekamen etwas ab.
Tom Hanks TV-Serie "The Pacific" (in Deutschland bei Kabel eins) war zwar mit 24 Nominierungen ins Rennen gegangen, ...
... doch am Ende holte das Drama um den Zweiten Weltkrieg in zehn Teilen nur den Emmy in der Sparte "Miniserie" sowie in sieben Nebenkategorien.
Drei Stunden dauerte das Preisspektakel im Nokia Theatre in Los Angeles, doch Komiker Jimmy Fallon (mit Tom Selleck) ließ als Show-Moderator keine Langeweile zu.
Nur eine Initiative Fallons schlug fehl.
Der Twitter-Fan hatte zuvor die Zuschauer animiert, sich mit witzigen Tweets während der Show bei ihm zu melden.
Modetechnisch gab bei der 62. Verleihung des Fernsehpreises keinerlei Innovationen - der rote Teppich wurde von den Entwürfen der gängigen Designer dominiert, ...
... es ging eher klassisch zu, ...
... elegant, ...
... viel Weiß, ...
... viel Schwarz, ...
... sehr körperbetont, ...
... fast freizügig, ...
... immer wieder schulterfrei, ...
... Asymmetrie, wo man ...
... nur hinsah.
George Clooney, der nach mehreren Oscar-Nomierungen den Emmy für sein humanitäres Engagement erhielt, ...
... wehrte die Standing Ovations seiner Kollegen, die ja zumeist Stars am Ende ihrer Karriere vorbehalten sind, mit trockenem Humor ab.
"Stehen Sie bitte nicht auf, ich denke sonst, ich habe irgendeine Krankheit und weiß es nur nicht."
Überreicht wurde ihm der Preis von seiner früheren "Emergency Room"-Kollegin Julianna Margulies (die momentan mit "The Good Wife" Erfolge feiert).
Hollywoodstar Al Pacino holte sich mit der Hauptrolle in dem TV-Drama "You Don't Know Jack" seinen zweiten Emmy. Unter der Regie von Barry Levinson verwandelt sich Pacino in den US-amerikanischen Sterbehilfe-Arzt Jack Kevorkian.
Der als "Dr. Tod" bekannt gewordene Mediziner war 2007 nach achtjähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen worden. Er durfte der Show als Gast zusehen.
In 104 Kategorien wurden Preise verteilt.
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