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Sonntag, 19. März 2017

Drei Ehemänner, aber kein Oscar: Glenn Close ist im "gewissen Alter"

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Am 19. März 2017 feiert sie ihren 70. Geburtstag - und mit der Alters-Bemerkung spielte Close auf ihre derzeitige Rolle im Musical "Sunset Boulevard" auf dem New Yorker Broadway an: "Norma Desmond ist eine der großen Charakterrollen, die je für eine Frau geschrieben wurden, ganz bestimmt für eine Frau fortgeschrittenen Alters". (Foto: imago/APress)

Am 19. März 2017 feiert sie ihren 70. Geburtstag - und mit der Alters-Bemerkung spielte Close auf ihre derzeitige Rolle im Musical "Sunset Boulevard" auf dem New Yorker Broadway an: "Norma Desmond ist eine der großen Charakterrollen, die je für eine Frau geschrieben wurden, ganz bestimmt für eine Frau fortgeschrittenen Alters".

Glenn Close gibt es offen zu: Sie sei nun "eine Frau eines gewissen, gewissen Alters", sagte die Schauspielerin vor Kurzem dem "New York Magazine".

Am 19. März 2017 feiert sie ihren 70. Geburtstag - und mit der Alters-Bemerkung spielte Close auf ihre derzeitige Rolle im Musical "Sunset Boulevard" auf dem New Yorker Broadway an: "Norma Desmond ist eine der großen Charakterrollen, die je für eine Frau geschrieben wurden, ganz bestimmt für eine Frau fortgeschrittenen Alters".

Schon vor 22 Jahren wurde Close in der Rolle der alternden Stummfilm-Diva Norma Desmond in dem Musical von Andrew Lloyd Webber groß gefeiert ... (Bild: 1994 mit Prinz Edward und Webber)

... und mit einem Tony-Award ausgezeichnet.

Bis heute hat sie nichts an Ausstrahlung, Stimme und Kraft verloren. Ihre Rückkehr an den Broadway im Februar wurde von den Kritikern als Triumph bejubelt. (im Bild: Glenn Close und Andrew Lloyd Webber bei der Wiederaufführung von "Sunset Boulevard" im Palace Theater im Januar 2017)

Norma Desmond (nach einem Billy-Wilder-Film von 1950) ist eine abgehalfterte Diva ohne Aufträge, die in Hollywood auf ihr großes Comeback hofft. Im richtigen Leben hat Glenn Close damit nichts gemein.

Auch mit ergrauten Haaren steht die Schauspielerin pausenlos vor der Kamera, ...

... zuletzt als Wissenschaftlerin in dem Horror-Thriller "The Girl with All the Gifts" von Regisseur Colm McCarthy (l.) mit Gemma Arterton (r.).

Ihre erste Filmrolle spielte Close 1982 in der John-Irving-Verfilmung "Garp - und wie er die Welt sah" mit Robin Williams in der Titelrolle.

Sie glänzte 1987 als terrorisierende Ehebrecherin in "Eine verhängnisvolle Affäre" mit Michael Douglas, ...

... 1988 als intrigante Adlige in "Gefährliche Liebschaften" (mit John Malkovich), ...

... 1990 als komatöse Aristokratin in "Die Affäre der Sunny von B." ...

... und als Pelzliebhaberin Cruella De Vil in "101 Dalmatiner".

Für ihren Auftritt als Kanzleichefin in der Fernsehserie "Damages - Im Netz der Macht" erhielt sie 2008 den Golden Globe als beste TV-Darstellerin.

Dem Hollywoodstar fehlt nur noch ein Oscar. Ihre Nominierung ...

... als beste Hauptdarstellerin für "Albert Nobbs" 2012 war schon ihre sechste Chance, den Goldjungen zu gewinnen. Doch am Ende schnappte ihr Meryl Streep als "Eiserne Lady" die Trophäe weg.

"Albert Nobbs" war für Close mehr als nur eine Rolle. Sie lieferte auch das Drehbuch und produzierte das Drama um eine Frau in Irland Ende des 19. Jahrhunderts, die als Mann verkleidet ihren Lebensunterhalt bestreitet.

Auch die Rolle als kaltblütige Alex Forrest, die sich ...

... in dem Psychothriller "Eine verhängnisvolle Affäre" als abgewiesene Geliebte eines Familienvaters (Michael Douglas) mit Telefonterror und Selbstmorddrohungen rächt, ...

... brachte ihr eine Oscar-Nominierung ein. 1987 löste die Rolle von Close in den USA eine kontroverse Diskussion über Frauen, Sex und Treue aus.

Ein Jahr später glänzte Close als hinterhältige Marquise in Stephen Frears' Barockdrama "Gefährliche Liebschaften" und ging doch bei der Oscar-Verleihung wieder leer aus.

Nach ihren Leinwanderfolgen in den 1980er-Jahren kam für Close eine neue Rolle dazu. Mit 41 Jahren brachte sie 1988 ihr einziges Kind zur Welt. Tochter Annie Maude (hier auf einem Bild von 2008) ...

... stammt aus der Beziehung mit ihrem damaligen Freund, dem Filmproduzenten John Starke. Sie trennten sich 1991. Mit Starke war Close nicht verheiratet, dafür ...

... mit drei anderen Männern: 1969 bis 1971 mit Cabot Wade; 1984 bis 1987 mit James Marlas (hier beide 1985) ...

... 2006 heiratete Close schließlich den Biotech-Unternehmer David Shaw - seit 2015 sind aber auch sie wieder geschieden.

Close wuchs im US-Staat Connecticut in einer streng puritanischen Arztfamilie auf. (Bild: Southington, Connecticut, in den 1940er-Jahren)

Als sie noch klein war, schloss sich die Familie der Bewegung Moral Re-Armament (MRA, deutsch: Bewegung für moralische Wiederaufrüstung) an, die Close später als Kult beschrieb. (im Bild: Frank Buchman, evangelischer Prediger und Gründer der MRA, 1937)

Als Teenager machte sie in der MRA-Gesangsgruppe "Up with People" (im Bild, 1968) mit, die weltweit auf Tour ging. Erst mit 22 Jahren habe sie sich von der Organisation gelöst.

Seit mehreren Jahren setzt sich Close für Menschen mit psychischen Problemen ein. Ihre Schwester Jessie (r.) leidet unter bipolaren Depressionen, ihr Neffe Calen Pick (l.) an schizoaffektiven Störungen, ...

... heißt es auf der Webseite ihrer gemeinsamen Stiftung "Bring Change 2 Mind" (BC2M).

In einem 2015 veröffentlichten Buch sprechen die Schwestern über die Schwierigkeiten und das Stigma, mit psychischen Störungen zu leben.

Ende April nun kehrt Glenn Close in der Fortsetzung des Superhelden-Spektakels "Guardians of the Galaxy" ...

...als taffe Chefin Nova Prime einer Art Weltraumpolizei ins Kino zurück. Und ab Mitte September ist sie in der Agatha-Christie-Verfilmung "Crooked House" an der Seite von Gillian Anderson zu sehen.

Also von Ruhestand keine Spur. (abe/dpa)

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