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Eine Flitzpiepe wird erwachsen: Glückwunsch, Daniel Küblböck

 
Eine Flitzpiepe wird erwachsen: Glückwunsch, Daniel Küblböck

Erinnern Sie sich noch, wie toll das war?

Keiner aß Kakerlaken schöner als Daniel Küblböck.

Aber bei aller Schadenfreude muss man doch zugeben, ...

... dass der im beschaulichen Hutthurm in Bayern geborene Küblböck polarisiert. Den einen geht er mit seiner Extrovertiertheit zwar gehörig auf die Nerven, ...

... die anderen verdrücken wegen Daniel jedoch schon auch einmal eine Träne. Dass er mit süßen 17 Jahren bei "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) angetreten ist, ...

... ist mittlerweile mehr als sieben Jahre her. Und so ...

... ist die einstige Flitzpiepe ...

... inzwischen zum Mann heran gereift. Am 27. August 2010 wird er tatsächlich bereits 25. Und auch ...

... wenn viele ihn vermutlich noch immer nicht so richtig ernst nehmen, ...

... so hat er seinen Weg doch gemacht. Freilich ein Weg, ...

... der nicht einfach, ...

... sondern in so mancher Hinsicht vergurkt war.

Als er zu DSDS kommt, arbeitet er nach bestandenem Hauptschulabschluss gerade als Kindergärtner.

Er gilt von Anfang an zwar nicht als bester Sänger der Show, ...

... aber als androgyner Paradiesvogel. Das kommt zunächst ...

... nicht nur bei Dieter Bohlen gut an, ...

... sondern auch beim Publikum. Auch wenn Küblböck ...

... so manchen skurrilen Auftritt liefert, ...

... wird er am Ende immerhin Dritter der Staffel.

Doch seine Beliebtheit währt nicht lang, ...

... und Küblböck muss miterleben, wie rasch die Sympathien der Zuschauer und der Medien kippen können. Nur knapp ein halbes Jahr ...

... nach seinem Ausscheiden bei DSDS wird er bei der "Comet"-Verleihung 2003 so gnadenlos ausgepfiffen, dass er seinen Song unterbricht.

Sicher ist er daran selbst nicht ganz unschuldig. Von der Veröffentlichung seiner ersten CD ...

... über die Herausgabe einer Autobiografie mit gerade einmal 18 ...

... bis hin zur Wahl zum Brillenträger des Jahres 2003 - all dies ...

... beschert ihm eine mediale Dauerpräsenz, die viele kaum noch ertragen können.

Hinzu gesellt sich so mancher peinlicher, ...

... oh ja, wirklich peinlicher Auftritt.

Endgültig den Vogel schießt jedoch zweifelsohne sein Einzug in das Dschungelcamp Anfang 2004 ab. Dass er sich ...

... mit einer Reihe weiterer B- und C-Promis freiwillig in den Dschungelknast begibt, lässt sein öffentliches Ansehen auf einen Tiefpunkt sinken. Das nur bedingt erstrebenswerte Amt ...

... des Dschungelkönigs muss er dabei Costa Cordalis überlassen. Trotzdem könnte man sagen, Küblböck war der "Dschungelkönig der Herzen", denn, mal ehrlich, ...

... wer könnte sich daran schon - im wahrsten Sinne des Wortes - satt sehen?

Auf das Dschungelcamp ...

... folgt das nächste Desaster: Gurken, ...

... so weit das Auge reicht. Ohne Führerschein ...

... rammt Küblböck im Februar 2004 in Bayern einen Laster. Nicht nur der Lkw wird schwer beschädigt, ...

... sondern auch das Auto, in dem er und zwei Beifahrer sitzen, ist kompletter Schrott.

Küblböck hat unglaubliches Glück im Unglück: Seine Mitfahrer überleben kaum verletzt. Und auch wenn er selbst schwerere Verwundungen davon trägt, ...

... kann er nach dem dramatischen Unfall froh sein, ...

... dass er im Krankenhaus und nicht auf dem Friedhof landet.

Dass Thomas Gottschalk einen Wetteinsatz einlöst und ihn dort besucht, mag Küblböck ebenso trösten wie die Tatsache, dass selbst die altehrwürdige "Tagesschau" seinen Gurken-Crash für berichtenswert hält. Dennoch: Um ...

... die juristische Aufarbeitung des Falls kommt er nicht herum. Er wird ...

... zu einer Geldstrafe von 25.000 Euro und zur Ableistung von acht Sozialstunden verurteilt.

Auch damit kommt er letztendlich glimpflich davon. Aus dem Unfall mag er gelernt haben, ...

... innerlich zu wachsen scheint er vorerst jedoch weiter nicht. So gibt er nicht nur ...

... ein Gastspiel bei "Big Brother", ...

... er dreht mit "Daniel - Der Zauberer" auch einen Film, der nach Ansicht vieler Kritiker zu den schlechtesten Machwerken aller Zeiten zählt. Die Öffentlichkeit ...

... wendet sich endgültig von ihm ab - möglicherweise das Beste, was ihm passieren kann. Nicht gewohnt laut und schrill, ...

... sondern heimlich, still und leise vollzieht Küblböck nach und nach einen Imagewandel. Vom Einheitspop wendet er sich dem Jazz zu ...

... und findet dafür durchaus positive Beachtung. Und auch sozial engagiert er sich, etwa zu Gunsten der Aids-Hilfe ...

... oder wie hier bei einem Benefizkonzert für den an Parkinson erkrankten Tenor Peter Hofmann in München. Nebenher ...

... mausert er sich zudem zum Unternehmer mit Sitz in Wiesbaden. Mit seiner eigenen Produktionsfirma ...

... stellt er seit kurzem "Küblböck's Talk Night" her - als Live-Event und Sendung im Internet.

Das einstige Enfant terrible ...

... scheint also erwachsen zu werden und die Fettnäpfchen hinter sich zu lassen.

Darum von uns: Viel Glück und alles Gute - und immer schön ...

... den Gurken ausweichen!

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