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"Weisse Bescheid, Schätzelein, isch mach' Dreitausend netto in Monat": Janz eindeutisch - dieser Mann bestischt dursch Details.
Die Weiber fliegen auf dem.
Seit Jahren, ach wat sach' isch, seit Jahrzehnten, hat der Typ die deutsche TV-Landschaft im Griff.
Der Mann is' jut für 'ne Überraschung.
Der is' ein Tausendsassa.
Er kann einfach alles!
Jaaaa, und er is' sportlisch.
Selbst seine alten Witze sind so jut, dat die Leute immer wieder drüber lachen tun.
Der is' aber auch schlau! Von dem lassen wir uns jerne wat lernen.
Jetzt ist er zwar nich' Ehrenbürger von Grevenbroisch jeworden, ...
... dafür wird ihm hier ein Denkmal jesetzt. Schwamm drüber, so wat kleinlischet.
Hape Kerkeling heißt der Kerl. Is'n Kumpel von mir.
Den kennt jeder hier.
Anjefangen hat dat allet mit dem Hannilein.
Ja, dat war dat nervige Kleinkind in "Kerkelings Kinderstunde", damit fing dem seine janz große Karriere an.
Jeboren wurde der Kerkeling 1964 in Recklinghausen. Dort machte er 1984 sogar dat Abitur und bereits damals war der Mann witzisch: Zusammen mit Mitschülern brachte er unter dem Bandnamen "Gesundfutter" eine Schallplatte mit dem Titel "Hawaii" auf den Markt.
Er arbeitete für verschiedene Rundfunkanstalten, unter anderem für den WDR und den BR. Den Durchbruch schaffte er mit nur 19 Jahren 1984/85 in der Ulk-Show Känguru (entgegen den damaligen Rechtschreibregeln ohne h geschrieben).
1989 gelang Kerkeling zusammen mit dem Pianisten Achim Hagemann mit seiner medienkritischen Show "Total Normal" ein wegweisendes Comedy-Format, für das er mit vielen Preisen wie der "Joldenen Kamera", dem "Adolf-Grimme-Preis" oder dem "Bayerischen Fernsehpreis" ausjezeischnet wurde.
Dat war super: Kerkelings legendärer Auftritt 1991 als Königin Beatrix/ die Trixi ("Lecker Mittachessen!“), bei dem er dat jesamte Prokoll vorm Bellewü in Berlin durscheinander brachte. Köstlisch. (Im Bild nur 'ne billige Imitation, aber ejal.)
Der aus der Sendung hervorgehende Song "Das ganze Leben ist ein Quiz“ (ja, und wir sind nur die Kandidaten!) schaffte als Single den Einstieg in die deutschen Charts. Wer is' nur immer dieser Heini mit der Brille? Links unten ...
Weiter im Text. Dat war nisch korrekt, aber wat soll's: Am 10. Dezember 1991 outete der Filmemacher Rosa von Praunheim Kerkeling und andere Prominente in "Explosiv - der heiße Stuhl“ mit den Worten: "Hape Kerkeling ist stockschwul, Alfred Biolek auch“.
Kerkelings cooler Kommentar: "Sensiblere Naturen als ich hätten sich jetzt wahrscheinlich mit dem Fön in die Badewanne gelegt. Was solls. Morgen werden sie eine andere Sau durchs Dorf treiben."
1992 erschien Kerkelings erster Kinofilm "Kein Pardon", für den er gleichzeitig als Regisseur und Schauspieler tätig war und an dessen Drehbuch er mitschrieb. Im selben Jahr erschien auch die Single "Hurz", eine Parodie auf moderne klassische Musik.
Das zu Klavierbegleitung von Achim Hagemann und in der Maske eines polnischen Opernsängers vorgetragene expressive Stück mündete in dem gekreischten Ausruf "Hurz!" Das nicht eingeweihte Publikum hielt die Darbietung für ernst gemeint und kommentierte sie hilflos bis pseudointellektuell.
Ob als Zugbegleiter bei der Kommerzbahn, Detektiv in einem Supermarkt, Dolmetscher bei einem Staatsempfang, Aushilfe in einer Werbeagentur, Deutschlehrer für Ausländer, ...
... Kerkelings Gegenüber ist oft ratlos, der Zuschauer beömmelt sich.
Nach eigener Aussage bot das ZDF ihm 1992 die Nachfolge von Thomas Gottschalk als Moderator der Samstagabendshow "Wetten, dass..?“ an. Kerkeling lehnte dieses Angebot ab.
Stattdessen ging er mit der Sendung "Cheese“, der ein ähnliches Konzept wie "Total Normal“ zu Grunde lag, ins Privatfernsehen (zu RTL). Trotz ganz respektabler Quoten gilt diese Station seiner Karriere als erster Flop. Kann passieren, sach' isch mal.
In der zweiten Hälfte der 90er Jahre arbeitete Kerkeling wieder für die ARD und moderierte u. a. die Sendung "Warmumsherz" und drehte mehrere populäre Fernsehfilme ("Willi und die Windzors", 1996; "Die Oma ist tot", 1997).
Regelrechten Kult-Status genießt dabei mittlerweile der Film "Club Las Piranjas" (1995, eine Club-Urlaubs-Persiflage).
Erst 1999 war Kerkeling wieder erfolgreich mit der SAT.1-Sendung "Darüber lacht die Welt".
Für SAT.1 moderierte er auch mehrmals die alljährliche Spenden-Gala für die Deutsche AIDS-Hilfe.
Für die Moderation der "Die 70er Show" auf RTL wurde er 2003 mit dem "Deutschen Fernsehpreis" in der Kategorie "Beste Moderation Unterhaltung" ausgezeichnet.
Mein Motto: "Immer janz discht dran und knallhart nachjefracht" - also: Watt kam dann?
Im Januar 2004 drehte Kerkeling "Samba in Mettmann": Spielt, logisch, im nordrhein-westfälischen Mettmann.
2004 und 2005 moderierte er bei RTL den "Großen Deutsch-Test" sowie im Oktober 2004 den "Großen Deutschlandtest". Seitdem weiß der auch endlisch mal wat. Kleiner Scherz, Schätzelein.
2006 zeigte mein Kumpel dann endlisch mal, dat er auch 'ne kesse Sohle auf'et Parkett legen kann: "Let's Dance" mit Nazan Eckes (und mit diesem Schnuckelschen, Heide Simonis, lecker Mächen).
Wenn mein Kumpel nich im Tevau zu gucken is, dann is' er jarantiert auf Tour: Der füllt Säle, kann isch Ihnen sagen!
2001 pilgerte der Kerkeling 650 Kilometer auf dem nordspanischen Jakobsweg nach Santiago de Composthaufen. Ach du dicket Ei!
Naja, und weil ihm da irgendwat erleuchtet is', hat er mal lieber 'n Buch drüber geschrieben: "Ich bin dann mal weg". Natürlisch ein Bestseller.
Hape wohnt übrigens mit seinem Lebensgefährten und Co-Autor Angelo Colagrossi in Düsseldorf. (Is' nisch im Bild.)
Jut, isch werd' dann mal wieder. Dat "Grevenbroischer Tagblatt" schickt misch auf Reportage.
Isch soll wat über den Siggi Schwäbli ...
... oder irgend so 'ne Nase machen. Wer is dat denn?
Da muss isch misch jetzt erstmal drauf vorbereiten. (Quellen:Wikipedia, HaPes Homepage, H. Schlämmer; Fotos: dpa)
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